#flattenthecurve

17. März 2020 16:06; Akt: 17.03.2020 17:08 Print

Darum ist Abstandhalten jetzt so enorm wichtig

#staythefuckhome und #flattenthecurve sind die Hashtags der Stunde – aus gutem Grund: Wer sich daran hält, rettet Leben.

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Um Zustände wie in Italien zu vermeiden ... ... reicht es in der Schweiz nicht mehr, in die Ellenbeuge zu husten und sich die Hände regelmässig zu waschen und zu desinfizieren. Am Montag hat der Bundesrat den Notstand verfügt. Durch diese massive Einschränkung des öffentlichen Lebens sollen die Menschen in der Schweiz auf Abstand gehalten werden. Unterstützt werden die offiziellen Bemühungen auch online – durch den sogenannten #coronacodex oder die Hashtags wie #staythefuckhome und #flattenthecurve. Dies, um die exponentielle Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu unterbinden. Denn wie problematisch die Corona-Krise hierzulande wird, hängt vor allem davon ab, wie viele Fälle aufs Mal auftreten. In anderen Worten: Verbreitet sich das Virus weiterhin so rasant ... ... wird es das Gesundheitssystem in die Knie zwingen. Besser wäre es, wenn die Infektionen gestaffelt auftreten würden. Dann könnten alle Betroffenen die Hilfe bekommen, die sie benötigen. (Im Bild: Beispielkurven, einmal ohne (rot) und einmal mit (gelb) Social Distancing) Und die Überlebenschancen für jeden Einzelnen würden steigen. Die Bedeutung des Abstandhaltens ist mittlerweile bei vielen Menschen angekommen, wie der Blick in die sozialen Medien zeigt. So fordern sich die User auf unterschiedliche Weisen dazu auf, ihren Beitrag zu leisten. Schliesslich ist es wichtig, dass das Tempo aus der Ausbreitung von Sars-CoV-2 genommen wird. Und das ist – so der Tenor im Netz – bereits ohne viel Aufwand möglich. Mann muss nur zu Hause bleiben. Welchen Unterschied das sogenannte Social Distancing macht, zeigt der Blick auf die Spanische Grippe (1918/19), der weltweit zwischen 20 und 40 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Einige Städte wie St. Louis im US-Bundesstaat Missouri schränkten das soziale Leben in weiten Teilen ein und bekamen das Virus so in den Griff. In Gegenden wie in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania, in denen dies nicht passierte, breitete sich das Virus dagegen weiter aus und tötete zahlreiche Menschen. Dort hatte man trotz des um sich greifenden Virus etwa noch eine Parade stattfinden lassen.

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Wegen der anhaltend rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat der Bundesrat für die Schweiz den Notstand ausgerufen: Shops, Bars, Restaurants und viele weitere Einrichtungen sind seit Mitternacht zu und bleiben es bis mindestens 19. April 2020 auch.

Durch diese massive Einschränkung des öffentlichen Lebens sollen die Menschen in der Schweiz auf Abstand gehalten werden. Unterstützt werden die offiziellen Bemühungen auch online – durch den sogenannten #Coronacodex oder die Hashtags wie#staythefuckhome und #flattenthecurve.

Besser nacheinander als alle aufs Mal

Das gemeinsame Ziel der Bestrebungen: verhindern, dass sich Sars-CoV-2 weiter exponentiell ausbreitet. Zwar lässt sich die Corona-Pandemie (siehe Box) nicht mehr stoppen – dem Virologen Christian Drosten zufolge werden sich in den nächsten Monaten und Jahren 60 bis 70 Prozent der Menschen infizieren – aber es gilt, Tempo aus der Ausbreitung zu nehmen.

Denn wie problematisch die Corona-Krise hierzulande wird, hängt vor allem davon ab, wie viele Fälle aufs Mal auftreten (siehe Bildstrecke). Mit anderen Worten: Verbreitet sich das Virus weiterhin so rasant wie zurzeit, wird es Pflege, Kliniken und Ärzte überwältigen – kurz das schweizerische Gesundheitssystem in die Knie zwingen. Zustände wie derzeit in Italien werden dann auch hierzulande herrschen.

Deutlich besser ist es, wenn die Infektionen gestaffelt auftreten. Dann werden immer noch genauso viele Menschen krank, aber nach und nach. Dann könnten alle Betroffenen die Hilfe bekommen, die sie benötigen. Und die Überlebenschancen für jeden Einzelnen würden steigen. Auch für junge Menschen, die nicht zur Risikogruppe gehören. Denn bei einer Überlastung des Gesundheitssystems wird in Notfällen, die nichts mit dem Coronavirus zu tun haben, auch für sie kein Platz mehr in den Spitälern sein. Deshalb müssen die Anweisungen des Bundes – so nichtig sie erscheinen und so schön das Wetter auch sein mag – befolgt werden. Und zwar von restlos allen.

Auch Adriano Aguzzi, Professor an der Medizinischen Fakultät an der Uni Zürich, rief dazu auf, zu Hause zu bleiben – inklusive Erklärung.

Historisches Vorbild

Welchen Unterschied das sogenannte Social Distancing, das Auf-Abstand-Gehen, macht, zeigt der Blick auf die Jahre 1918/19. Um der damals grassierenden Spanischen Grippe Herr zu werden, der weltweit zwischen 20 und 40 Millionen Menschen zum Opfer fielen, schränkten einige Städte das soziale Leben in weiten Teilen ein und bekamen das Virus so in den Griff. In Gegenden, in denen dies nicht passierte, breitete sich das Virus dagegen weiter aus und tötete zahlreiche Menschen.

Besonders gut ist das am Beispiel der US-Städte St. Louis und Philadelphia zu sehen: Während erstere frühzeitig Quarantänemassnahmen vornahm und einigermassen ungeschoren davonkam, stieg in letzterer die Zahl der Toten sprunghaft an. Dort hatte man trotz des um sich greifenden Virus noch eine Parade stattfinden lassen.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wachmeister am 17.03.2020 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie denn?

    Und wie soll das gehen mit ddm Zuhausebleiben wenn eigentlich die meisten Leute trotzdem arbeiten müssen????

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  • sere am 17.03.2020 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    erklärung?

    Italien opfert seine Wirtschaft für sein Volk zu schützen, die Schweiz opfert das Volk um die Wirtschaft zu schützen. aber jeder sagt mir ich soll abstand halten. wie denn???

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  • Mira am 17.03.2020 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wir arbeiten am Limit

    Arbeite im Gesundheitswesen. Wir machen lange Schichten. Arbeiten zusätzliche Tage und es wird nur schlimmer werden. Ich werde alles geben für die kranken. Aber habe echt keine Lust auf diese elitären und arroganten Zürcher die die Massnahmen nicht einhalten. Party machen und es immer noch nicht begriffen haben, dass es keine normale Grippe ist. Die sollten mal ne Nacht auf eine Corona Isolation oder ips arbeiten gehen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinz von Arx am 18.03.2020 23:02 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt

    Menschenansammlungen sollten nun rigoros aufgelöst und Kinderkrippen und Spielplätze jetzt auch geschlossen werden. Wer Kinder hat soll schauen dass er sie betreuen kann. Ist nichts als konsequent wenn man sie auf die Welt stellt. Bei Härtefällen (Alleinerziehenden, arme Familien) soll der Arbeitgeber unterstützen. Ich habe nun mal meine 5 Wochen Ferien sowie meine Überzeit bezogen damit ich mich zu Hause um die Kinder kümmern kann.

  • Lukas G. am 18.03.2020 20:20 Report Diesen Beitrag melden

    Krise hier , Krise da

    Irgendwie fällt mir Grad auf: 2001 9/11 ,, 2008 Finanzkrise ,, 2020 Coronakrise . Immer so alle 7-10 Jahre eine neue Krise.... Aber diese ist irgendwie speziell, und vielleicht verändert sie auch irgendwie speziell die Welt...

  • St. Kälin am 18.03.2020 19:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grenzenlos

    Sichere Grenzen, sichere Zukunft!

    • Ruedi am 18.03.2020 19:51 Report Diesen Beitrag melden

      @St. Kälin

      Sagt das die SVP? Sind die nicht auch für die Globalisierung? Dann bringen auch Grenzen nichts. Siehe Nordkorea...

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  • Eva am 18.03.2020 17:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    klappt nicht

    Ich musste heute nachmittag, eine Gruppe von jungen Müttern mit Kindern die mir den Weg versperrt haben, lautstark sagen, Sie sollen bitte Abstand halten, damit ich und die anderen durchgehen können. Die Reaktion: Abstand?

  • Marcel B am 18.03.2020 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Risikogruppe

    Ich war gerade eine Runde Springen entlang der Sihl. Ich habe gefühlt 1'000 Leute getroffen. 80% gehörten zur (Risiko)Gruppe 70+. Sollen die Gesunden daheim bleiben, damit die Gefährdeten raus dürfen?