Ohne Nebenwirkungen

02. Februar 2016 18:40; Akt: 02.02.2016 18:40 Print

Wer Blut spendet, senkt seinen Blutdruck

Nicht nur anderen, sondern auch sich selbst etwas Gutes tun. Das machen Blutspender. Denn regelmässiges Spenden hilft bei Bluthochdruck.

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Wer anderen sein Blut spendet, stärkt seine eigene Gesundheit. Forscher der Berliner Charité haben nachgewiesen, dass regelmässiges Blutspenden ... ... sich positiv auf den eigenen Blutdruck auswirkt. Und das deutlich und nachhaltig. Der Ansatz erinnert an das Naturheilverfahren des Aderlasses. Jedoch wird beim Blutspenden das Blut weiter genutzt und nicht entsorgt. Bisher wird Bluthochdruck hauptsächlich medikamentös behandelt. Doch künftig könnte die Weisung der Ärzte auch «spendet Blut» lauten. Allerdings kann auch eine Änderung des Lebensstils zu hohe Blutdruckwerte nach unten korrigieren. Der ist so gut wie Pflicht. Wer die schlechte Angewohnheit aufgibt, tut Lunge und Herz etwas Gutes. Zudem sollten Betroffene auf ihre Ernährung achten. Sie sollten beispielsweise ihren . Zurückhalten sollten sie sich auch mit , wie sie in Wurstwaren, Speck, Käse, Butter und Rahm enthalten sind. Auch beim Thema Alkohol ist weniger in diesem Fall mehr. Die Schweizerische Herzstiftung empfiehlt: oder verzichten Sie ganz auf Alkohol, wenn Sie an Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck leiden. geboten: Sie enthalten häufig sehr viel Salz. Dafür dürfen Bluthochdruck-Patienten bei richtig zuschlagen. Sie liefern die Vitamine, die gut für das Herz-Kreislauf-System sind. Auch wie Oliven- oder Rapsöl dürfen reichlich verwendet werden. ist schlecht für Herz und Kreislauf und damit für den Blutdruck. Rücken Sie überflüssigen Kilos mit einer kalorienreduzierten Ernährung und täglich mindestens 30 Minuten körperlicher Betätigung zu Leibe. Zudem sollten Betroffene ihren . Denn wenn man ständig unter Strom steht, treibt das den Blutdruck in die Höhe.

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Hoher Blutdruck ist eine der am weitesten verbreiteten Zivilisationskrankheiten. Wer daran leidet, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Hirnschlag oder Herzinfarkt. Wird der Grenzwert von 140/90 mmHg überschritten (als normal gelten Werte um 120/80 mmHg ), wird der Blutdruck deshalb medikamentös gesenkt. So wurde es zumindest bisher gehandhabt.

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In Zukunft könnte die Weisung der Ärzte jedoch auch anders lauten. Denn Forscher der Berliner Charité haben nachgewiesen, dass regelmässiges Blutspenden zu hohen Blutdruck senkt. Und das deutlich und nachhaltig, teilt die Carstens-Stiftung, die die Studie finanziert hat, mit.

Eindeutiges Ergebnis

Für die Studie hatte das Team um Abdulgabar Salama 292 Erst-Blutspender ein Jahr beobachtet. 146 von ihnen litten zu Beginn der Studie an einem Bluthochdruck von mehr als 140/90 – so wie rund ein Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung. Die anderen wiesen Werte im Normalbereich auf. Bis zu viermal im Jahr spendeten die Probanden je 480 Milliliter Blut, wobei ihre Blutdruck- und Blutwerte vor und nach jeder Spende gemessen wurden. Schon nach dem ersten Termin zeichneten sich Verbesserungen ab.

Die Patienten berichteten einerseits von einer wohltuenden Wirkung, andererseits sanken auch ihre Werte. Dabei galt: Je öfter sich die Probanden Blut abzapfen liessen, desto grösser fiel die Blutdrucksenkung aus. Dass andere Aspekte zu der Verbesserung der Werte geführt haben, konnten die Forscher ausschliessen.

Die Idee des Blutspendens gegen Bluthochdruck ist nicht ganz neu: So erinnert der Ansatz an das Naturheilverfahren des Aderlasses. Jedoch wird beim Blutspenden das Blut weiter genutzt und nicht entsorgt.

Wie sich der Blutdruck sonst noch verbessern lässt, erfahren Sie in der Bildstrecke (siehe oben).

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • marko 31 am 02.02.2016 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blutspenden

    Ich habe Blut gespendet Das ist was gutes!

  • MikeMU am 02.02.2016 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache, verbessern könnte man es

    Blutspendeaktionen sollten näher an den Öffentlichen Verkehrsmittel gemacht werden. Auch die Ankündigung könnte man besser gestalten. Wenn man schon dabei ist, kann man die Spendefirmen unter die Lupe nehmen, da gibt es Viele, die mit dem Goodwill der Leute, zu viel Geld kassieren.

    einklappen einklappen
  • bellamora am 02.02.2016 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    blut

    Habe Blut gespendet. Super nette Fachleute, freundlich und kommunikativ. Kann es nur weiter empfehlen

Die neusten Leser-Kommentare

  • G.L am 03.02.2016 23:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Antike Methode ?

    Dachte Aderlass wäre als Mittel zum Zweck veraltet, habe mich wohl geirrt.

  • Booster am 03.02.2016 15:42 Report Diesen Beitrag melden

    Beugt Nasenbluten vor!

    Ich hatte sehr oft Nasenbluten. Mein Grossvater riet mir zum Blutspenden. Beim Gespräch wollte der Arzt wissen warum ich Blut Spende. Als ich dies unter anderem als Grund aufführte hat er nur gelächelt und es als Chabis abgetan. Seit damals hatte ich noch 1 bis 2 mal Nasenbluten, innert ca. 10 Jahren. Hilft aus meiner Sicht definitiv!

  • Fritzi am 03.02.2016 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viermal

    Ich spende seit 25. Jahren, viermal pro Jahr a 480 ml. Bin nach jeder Spende gut drauf Gesundheitlich auf der Höhe. Leider kann nicht jeder spenden, den man muss viele Fragen beantworten und sehr "sauber" sein. Guter Lebenswandel.

  • Launedernatur am 03.02.2016 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Danke für den Tipp!

    Werde ich ausprobieren, wollte eh längst mal wieder spenden gehen. Klare Win-Win-Situation!

  • Karin S. am 03.02.2016 00:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit der Meno Pause

    habe ich auch zu hohen Blutdruck. Muss aber Blutverdünnung nehmen und darf dadurch nicht spenden, leider auch zu alt. Habe es schon mit Blutegel versucht, aber das blutet viel zu lange nach, würde gern einwenig bezahlen für das Abzapfen, man könnte das Blut ja dann weg schmeissen. Statine nehme ich nicht, haben Zuviel Nebenwirkungen.