Menopause

23. April 2012 20:19; Akt: 23.04.2012 20:20 Print

Wer raucht, kommt früher in die Wechseljahre

Wann eine Frau ins Klimakterium kommt, lässt sich nicht genau vorhersagen. Britische Forscher haben jetzt Faktoren unter die Lupe genommen, die diesen Zeitpunkt beeinflussen können.

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Wer regelmässig zum Glimmstängel greift, kommt - rein statistisch - früher in die Menopause. (Bild: Colourbox)

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Schweissausbrüche, Gefühlsschwankungen - von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt: Die Wechseljahre gehen an vielen Frauen nicht spurlos vorüber. Die meisten durchleben sie in einem Alter zwischen 48 und 52 Jahren.

Doch es gibt Indizien, die für einen leicht verfrühten, beziehungsweise einen etwas späteren Übergang in die Menopause (also die Zeit nach der letzten Periode) sprechen. Hierbei soll vor allem die Lebensführung eine wichtige Rolle spielen, wie Wissenschaftler um Danielle Morris vom Institute of Cancer Research in Grossbritannien jetzt herausgefunden haben. Im Rahmen ihrer Untersuchung gelang es den Forschern zu zeigen, dass Raucherinnen im Schnitt ungefähr zwei Jahre früher ins Klimakterium kommen als Frauen, die nicht regelmässig zum Glimmstängel greifen.

Auch das Gewicht hat offenbar einen Einfluss auf den Beginn der Wechseljahre. Die Forscher stellten fest, dass übergewichtige Frauen durchschnittlich ein Jahr später ins Klimakterium kamen als die normalgewichtigen Probandinnen.
Für die Studie, die am 10. April im American Journal of Epidemiology publiziert wurde, analysierten die britischen Wissenschaftler Daten, die zwischen 2003 und 2011 von rund 51 000 Frauen im Alter zwischen 40 und 98 erhoben wurden. Insgesamt 21 500 dieser Frauen durchlebten während dieser Zeit die Menopause.

Hitzewallungen und Gemütsschwankungen hinauszögern

Neben Gewicht und Nikotinkonsum stand ein weiteres Element im Visier der Forscher: der Alkohol. Hier gelang es den Wissenschaftlern zu belegen, dass die 25- bis 40-jährigen Probandinnen, die täglich etwa zwei alkoholische Drinks zu sich nahmen, den Beginn ihrer Wechseljahre um durchschnittlich ein Jahr hinauszögern konnten. Ebenfalls erreicht wurde dieser Effekt durch regelmässiges und intensives Workout im Alter zwischen 30 und 49 Jahren, sowie eine vegetarische Ernährung.

Doch die verspätet auftretenden Wechseljahre haben auch Nachteile. Hier gilt: Je später sich die Wechseljahre ankündigen, desto höher das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Danielle Morris und ihre Kollegen konnten mit ihrer Studie nicht belegen, warum ein besonders hoher BMI zu einem eher späteren Eintreten der Wechseljahren führt. Dennoch gibt es Vermutungen: «Das Fettgewebe hat einen Einfluss auf den Haushalt der Sexualhormone - zum Beispiel auf die Östrogene», meint Morris.

(rre)