Premiere

26. Februar 2020 21:23; Akt: 28.02.2020 09:09 Print

Diese Gepardenjungen sind eine Sensation

Im Columbus Zoo in Ohio sind dank künstlicher Befruchtung zwei Gepardenbabys zur Welt gekommen. Der Vizedirektor spricht von einem «wissenschaftlichen Wunder».

Ein kleines Wunder: Im Zoo von Columbus (USA) sind erstmals Geparden nach einer künstlichen Befruchtung geboren worden. Video: TheColumbusDispatch via Youtube
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Am 19. Februar war es so weit: Die Gepardendame Izzy gebar im Zoo von Columbus im US-Bundesstaat Ohio zwei gesunde Gepardenbabys, ein Männchen und ein Weibchen. Was auf den ersten Blick keine Besonderheit darstellen mag, ist ein «wissenschaftliches Wunder», wie es Randy Junge, Vizepräsident des Columbus Zoos, ausdrückt. Denn erstmals wurde Gepardennachwuchs nach einer In-vitro-Fertilisation (IVF), also künstlicher Befruchtung, geboren, wie der Zoo in einer Medienmitteilung mitteilte.

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«Diese zwei Jungtiere sind zwar winzig, aber sie stehen für eine enorme Leistung», sagte Zoo-Vizedirektor Junge. Der Erfolg bei der Befruchtung erweitere das wissenschaftliche Wissen über die Vermehrung von Geparden und könne in Zukunft zu einem wichtigen Teil des Populationsmanagements der Art werden. Denn Geparden werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als «gefährdet» eingestuft. Bisherige Versuche, Grosskatzen künstlich zu befruchten, scheiterten in den meisten Fällen. Vor 30 Jahren gelang eine IVF bei einer Tigerdame. Der letzte Befruchtungsversuch an einer Gepardendame fand 2003 statt.

«Ein grosser Gewinn für den Geparden»

90 Tage dauerte die Schwangerschaft der Leihmutter Izzy – drei Tage kürzer als erwartet. Biologen des Smithsonian Conservation Biology Institute in Virginia setzten Mitte November neun künstlich im Labor geschaffene Embryos in Izzy ein. Am 23. Dezember wurde eine Schwangerschaft per Ultraschall bestätigt. Eine weitere künstlich befruchtete Gepardendame wurde nicht schwanger.

Der Erfolg am Columbus Zoo berge das Potenzial, das Überleben der Geparden in der freien Wildbahn zu gewährleisten, heisst es in der Medienmitteilung. Wie Vizedirektor Junge sagt, sei es zuallererst einmal darum gegangen, die Funktionstüchtigkeit der Methode aufzuzeigen. In einem nächsten Schritt müsse man die Technik dann auch wirklich beherrschen können, um sie effizient und zuverlässig anzuwenden, so Junge. Sein längerfristiges Ziel: «Mit Erfahrung können wir vielleicht Embryonen einfrieren und nach Afrika transferieren.»

Auch Jason Ahistus, Kurator am Fossil Rim Wildlife Center im Bundesstaat Texas, das ebenfalls am Versuch beteiligt war, betont: «Der Erfolg öffnet die Türen zu vielen neuen Möglichkeiten, die der weltweiten Gepardenpopulation helfen können. Dies ist ein grosser Gewinn für die Geparden.»

(sho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ducati am 26.02.2020 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch

    Auf der einen Seite wird gewildert was das Zeug hält, auf der anderen Seite wird viel Geld ausgegeben für die (künstliche) Erhaltung der Tiere.

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  • Roger Campos am 27.02.2020 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
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  • Neumann am 26.02.2020 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Und wer bitte ist nun der Vater?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anima am 27.02.2020 04:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bedenklich...

    Find ich gar nicht gut, was die da machen. Der Mensch mischt sich wieder viel zu sehr ein.

    • Tim Krause am 27.02.2020 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      genau

      bist du es ? Anima Krause?

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  • Roger Campos am 27.02.2020 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
    • Mara Massei am 27.02.2020 08:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roger Campos

      Genau das können die armen Kreaturen nicht ausleben. Auf sie wartet ein Langweiliges Leben hinter Gitter. Die Massai Mara lässt grüssen!

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  • Neumann am 26.02.2020 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nee

    Solche Viecher sollte man nicht auch noch künstlich herstellen, wir haben schon genug davon. Eher etwas eliminieren, in einer so technischen Welt hat die Natur einfach jetzt keinen Platz mehr. Aber da gibts Nostalgiker, die wollen ja sogar die Bienen retten. Neeei.

    • Sniper am 27.02.2020 01:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Alfred können wir uns treffen?

    • Neumann am 27.02.2020 03:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Sniper

      Klar. Kommen Sie hier vorbei. Meine Adresse ist wie immer Waldrand.

    • Ein Freund der Serengeti am 27.02.2020 09:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Es gibt auch Menschen die sollte man auch ausrotten, Herr @Altmann

    • Alice am 27.02.2020 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Bildung lässt grüssen! keine Binnen= weniger Pflanzen, Obst und Gemüse. Massen sterben von unzähligen von Arten. weniger Sauerstoff. Lebensmittel Knappheit. und so weiter..... jedes Tier ist wichtig, egal wie gross es ist!

    • Neumann am 27.02.2020 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Freund der Serengeti

      Wieso wollen Sie denn Herr Altmann ausrotten, bittesehr? Und wer oder was ist Seregetti?

    • Neumann am 27.02.2020 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alice

      Das sind doch alles Märli der Gretajüngerinnen. Soll mir einer weissmachen, dass Pflanzen nicht ohne diese Krappelviecher leben können. Neeei.

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  • Neumann am 26.02.2020 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aha

    Und wer bitte ist nun der Vater?

    • Schneidewind am 26.02.2020 23:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      Der Elefagant?!

    • johnd am 26.02.2020 23:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      wir alle. (steuern)

    • Fla Ade am 27.02.2020 01:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neumann

      James McKinley Der Laborant^^

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  • Ducati am 26.02.2020 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Mensch

    Auf der einen Seite wird gewildert was das Zeug hält, auf der anderen Seite wird viel Geld ausgegeben für die (künstliche) Erhaltung der Tiere.

    • Rahel am 26.02.2020 22:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ducati

      Weil nicht alle Menschen gleich sind

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