WHO

28. Januar 2016 14:26; Akt: 29.01.2016 13:10 Print

Zika-Virus verbreitet sich «explosionsartig»

Die WHO hat wegen des sich schnell ausbreitenden Zika-Virus eine Dringlichkeitssitzung veranlasst. Auch aus der Schweiz wurden jüngst zwei Infektionsfälle bekannt.

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Vor allem für Schwangere gefährlich: Larven der Gelbfiebermücke (Aedes aegypti), die das Virus überträgt.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des vor allem in Südamerika grassierenden Zika-Virus eine Dringlichkeitssitzung einberufen. Die Epidemie verbreite sich «explosionsartig» auf dem amerikanischen Kontinent, erklärte WHO-Chefin Margaret Chan am Donnerstag in Genf. Daher sei für kommenden Montag eine Dringlichkeitssitzung angesetzt worden. Ihre Organisation sei besonders besorgt über eine mögliche weltweite Ausbreitung des Virus.

Das vor allem für Schwangere gefährliche Zika-Virus grassiert derzeit vor allem in Südamerika. Inzwischen wurde es aber auch in mindestens sieben europäischen Ländern diagnostiziert. Sowohl aus Deutschland als auch aus der Schweiz wurden am Mittwoch je zwei Infektionsfälle bekannt, aus Dänemark einer.

Das Virus führt bei etwa 20 Prozent der Infizierten zu grippeähnlichen Symptomen und ist normalerweise nicht tödlich. Schwangere können das Virus aber auf ihre ungeborenen Kinder übertragen, bei denen es zu gefährlichen Fehlbildungen führen kann. Bislang gibt es keinen Impfstoff gegen das Virus und kein Medikament zur Behandlung Erkrankter.

(kko/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bak Terie am 28.01.2016 15:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle jahre wieder

    Puh, und ich dachte schon, dieses Jahr möchte uns kein Virus austotten...

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  • Idiotie am 28.01.2016 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Überlegen wir einmal

    Wir schaffen uns soviele Flüchtlinge aus dem Herkunftsland von diesem Virus an und ihr fragt euch wieso es hier erkrankungen gibt? Letztes Jahr gabs hier Ebolafälle... Cholera, das Lassa-Virus und Polio machen in Afrika die Runden wie bei uns das Tram und zu Pestausbrüchen und Tuberkulosenfällen kommt es auch ständig...

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  • Hope am 28.01.2016 15:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Kaum ist Ebola fast weg, kommt ein neues Virus. Die Mücken müssen sich ja auch irgendwo anstecken? Es wäre Interessant zu erfahren, wo? Denn irgendwoher müssen die Viecher das doch haben? Oder tragen die das einfach mit?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marianne am 02.02.2016 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schon komisch

    im Oktober 14 hat man publiziert ein Gen gefunden zu haben welches für die Mikrozephalie verantwortlich ist. Drei Jahre davor hat eine Studie aus Paraguay gezeigt, dass vorallem Mütter solche Kinder geboren haben, welche in den grossen Soja-Anbaugebieten aufgewachsen sind und daher auch jahrelang den Pestiziden ausgesetzt waren. Was versucht man da wieder zu vertuschen. Da muss man nur eins und eins zusammenzählen.

  • Fisi am 02.02.2016 01:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldmacherei

    Mit ANGST verdient man geld "Pharmaindustrie " nach ein bis 2 monaten ist dan das Gegenmittel auf den markt und die welt deckt sich damit ein bis in 1 bis 2 jahren das nechste Virus Epidemie irgend wo in ein driten Welt Region frei gelasen wird und alles von anfang an anfängt.

  • Zombi Experte am 01.02.2016 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überbevölkerung

    Wird langsam zeit, das die Natur was gegen diesen Dichtestress unternimmt. Wie wärs mit einer Zombie Apokalypse?

  • UmbrellaLAB am 29.01.2016 15:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bevölkerungskontrolle 2.0 ??

    wie komemn jedes jahr immer wieder neue solcher oder abgeänderte Viren in den Umlauf, eben, ich will es auch gar nicht wissen...[ironie off]

  • B. Kerzenmacher am 29.01.2016 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    Interessanterweise...

    ässt sich nur in Brasilien ein Zusammenhang zwischen Zika Infektionen und Mikrozephalus herstellen. Eine mögliche Mutation des Virus oder ein Zusammenhang mit einer vorangegangenen Dengue Infektion- die auch durch die gleiche Mücke übertragen wird -wird in Betracht gezogen. Ebenfalls sind genetische Schäden durch Intoxikation (Pestizide etc.) nicht ausgeschlossen. In Paraguay wurde in 2006-2007 Mikrozephalie bei Kindern festgestellt, deren Mütter vermehrt Pestiziden ausgesetzt waren.