Medizin

15. März 2011 09:18; Akt: 15.03.2011 11:03 Print

Zürcher Forscher finden neues Krebsgen

Forscher der ETH und der Universität Zürich haben ein neues Krebsgen entdeckt. Das ist gut für an Eierstock-Krebs erkrankte Patienten.

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Verschiedene Faktoren stehen im Verdacht, Krebserkrankungen zu begünstigen. Nachfolgend einige Beispiele... . Viele Sonnenschutzmittel enthalten gesundheitlich bedenkliche Stoffe. Trotzdem gilt: Lieber dick mit einer Creme mit hohem Lichtschutzfaktor eincremen und somit das Hautkrebsrisiko minimieren. Sogenannte Azofarbstoffe werden auch zum Tätowieren verwendet. Sie stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Alkohol wird - wenn auch nur indirekt - zum Krebsrisiko: Seine Abbauprodukte können den Körper schädigen. Eine deutsche Studie brachte es ans Licht: Kinder, die in der Nähe von Atomkraftwerken aufwachsen, haben ein grösseres Risiko an Blutkrebs zu erkranken. Die genetische Disposition kann das Krebsrisiko erhöhen, wie zeigt. Schlanke Menschen leben gesünder - und verringern ihr Krebsrisiko (). Feuerwehrmänner leben auch langfristig wegen riskanter Einsätze gefährlich: Sie kommen regelmässig mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. Diätexperten raten zum regelmässigen Verzehr von Fisch, Gemüse und Früchten. Wer viel rotes Fleisch (also Rind, Schwein, etc) zu sich nimmt und nicht auf eine ausgewogene Ernährung achtet, erhöht sein Darmkrebsrisiko. Das Rauchen eines Joints ist 20 Mal so krebserregend wie das Qualmen einer normalen Zigarette. Dies besagt eine Studie des Medizinischen Forschungsinstituts in Wellington, Neuseeland. Sogar in Kochutensilien wurden krebserregende Stoffe gefunden. gibts mehr zum Thema. Sogar Menschen, die regelmässig nachts arbeiten müssen, sind . Durch Raps erzeugter Treibstoff ist mit Vorsicht zu geniessen, wie in zu lesen ist.

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Das neu gefundene Krebsgen verhindert bei einer Gruppe von Patientinnen mit Eierstock-Krebs, dass die Tumorzellen absterben. Die Entdeckung ebnet den Weg für eine massgeschneiderte Behandlung dieser Patientinnen.

Im Mausmodell schalteten die Forscher um Wilhelm Krek von der ETH und Holger Moch von der Uni Zürich das neu entdeckte Krebsgen aus, wie die ETH am Dienstag auf ihrer Webseite berichtete. Dadurch gelang es ihnen, das Tumorwachstum von Eierstockzellen zu verhindern, wie sie im Fachmagazin «Cancer Cell» berichten.

Eierstockkrebse wachsen schnell und bilden früh Ableger in anderen Organen. Trotzdem bleiben sie oft lange unbemerkt. Das erschwert die Behandlung der betroffenen Frauen, denn in einem Spätstadium kann der bösartige Tumor kaum mehr erfolgreich bekämpft werden.

(sda)