US-Gesundheitsstudie

12. Dezember 2014 03:16; Akt: 12.12.2014 03:16 Print

Zuviel Weichmacher schädigt Hirn des Fötus

Schwangere sollten nicht zuviel Kontakt mit Weichmachern haben. Sonst riskieren sie, dass ihr Kind einen niedrigeren IQ bekommen wird. Dies sagt eine Studie aus den USA.

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Weichmacher auf Basis von Phthalaten bekommen dem ungeborenen Kind nicht gut. (Bild: Keystone/Gaetan Bally/Archiv)

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Häufiger Kontakt mit Weichmachern während der Schwangerschaft wirkt sich einer US-Studie zufolge auf die Intelligenz von Kindern aus. Die Forscher von der Columbia Universität in New York rieten Schwangeren dringend, Weichmacher – die in Kosmetika und Haushaltsprodukten vorkommen – möglichst aus ihrem Leben zu verbannen.

Schulkinder in den USA, deren Mütter im Körper hohe Phthalat-Werte aufwiesen, hatten demnach einen im Schnitt um sechs Punkte niedrigeren Intelligenzquotienten (IQ) als Kinder, deren Mütter nur gering damit belastet waren. Die Studie der Epidemiologin Pam Factor-Litvak und Kollegen wurde am Mittwoch im Fachjournal «PLOS One» veröffentlicht.

Gesetzliche Vorschriften fehlen

«Schwangere sind USA-weit fast täglich Phthalaten ausgesetzt», warnten die Wissenschaftler. Während es Beschränkungen für Weichmacher in Kinderspielzeugen gebe, fehlten gesetzliche Vorschriften für Höchstwerte während der Schwangerschaft. Dabei sei gerade diese Entwicklungsphase eine der wichtigsten für das menschliche Gehirn.

Weichmacher finden sich ausserdem häufig in PVC, Raumsprays, Verpackungen für Mikrowellen-Fertiggerichten sowie in vielen Plastik-Recyclingprodukten.

Einfluss auf IQ

Die Studie ist die erste, die einen Zusammenhang nachweist zwischen pränatalen Phthalat-Belastungen und der IQ-Ausprägung bei Schulkindern im Alter von sieben Jahren. Demnach wiesen die Kinder stärker belasteter Mütter, die die höchsten Konzentrationen von DnBP (Di-n-butylphthalat) und DiBP (Diisobutylphthalat) im Körper hatten, um 6,6 beziehungsweise 7,6 Punkte niedrigere IQ-Werte auf, als Kinder aus der Vergleichsgruppe mit den geringsten Vorbelastungen.

Einbezogen in die Auswertung wurden dabei auch die IQ-Werte der Mütter, deren schulische Bildung sowie die Umweltbedingungen der Familienwohnorte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Guggi am 12.12.2014 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Schweizer Politiker!

    ... mir scheint der Schweizer Politiker und vor allem der BAG sind solche Meldungen anscheinend total egal, es geschieht gesetzlich kaum etwas. Dass Weichmacher / Phtalate Kinder schädigen ist ja seit Ewigkeiten bekannt!

  • Samuel Pandaknochen am 12.12.2014 06:30 Report Diesen Beitrag melden

    Muss so sein

    Auch wenn ein paar Frühpupertierende dass anders sehen, ich finde Helene Fischer singt besser als Justin Bieber.

    einklappen einklappen
  • Herr Hart am 12.12.2014 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weich machen

    Das steht ja schon auf der Packung - WEICHmacher. Die machen einen weich im Kopf. Das wundert nicht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin am 12.12.2014 11:11 Report Diesen Beitrag melden

    wer Weiss??

    Vieleicht ist es aber gar nicht der Weichmacher , sondern Manuel Neuer?

  • Wetterschmöcker Sebo am 12.12.2014 08:25 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab an diesem Weichmacher geschmöckt

    Der schmöckt nach verskisenem Winter.

  • Prof. Eich am 12.12.2014 07:44 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitpunkt

    Es ist nicht der richtige Zeitpunkt um diese Item zu verwenden!

  • Ole am 12.12.2014 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkt man

    Zuviel Bevormundung / Regulierung gilt auch als Weichmacher. #Politik done.

    • mags frisch am 12.12.2014 14:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Der Weichmacher Nr.1...

      ist nach wie vor der TV.

    einklappen einklappen
  • Herr Hart am 12.12.2014 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weich machen

    Das steht ja schon auf der Packung - WEICHmacher. Die machen einen weich im Kopf. Das wundert nicht.