Erhöhtes Risiko

05. September 2019 10:55; Akt: 05.09.2019 11:55 Print

Zwei Light-Drinks pro Tag, und du stirbst früher

Schon lange haben Light-Getränke einen zweifelhaften Ruf. Nun zeigt eine neue Studie: Sie zu konsumieren, geht mit einem grossen Gesundheitsrisiko einher.

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Zuckerreduzierte Softdrinks werden oftmals nicht nur als kalorienärmere, sondern auch als gesündere Alternative zu zuckerhaltigen Getränken angepriesen. Doch der schöne Schein trügt – das zeigt eine Langszeitstudie der Weltgesundheitsorganisation. Demnach haben Personen, die täglich zwei Gläser Light-Drink zu sich nehmen, ein deutlich höheres Sterberisiko als diejenigen, die maximal einmal im Monat zu einem solchen greifen. Bezieht man noch Faktoren wie Rauchen mit ein, steigt das Todesrisiko um 17 Prozent. Von den 451'743 Probanden starben während der Studie 41'693. Den Toden vorausgegangen waren oft Herz-Kreislauf- und Verdauungserkrankungen sowie Parkinson. Es zeigte sich, dass Light-Getränke das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um mehr als 50 Prozent erhöhen. Eine gute Alternative sind auch die klassischen Softdrinks nicht: Sie erhöhen laut der Studie das Risiko, an einer Magen-Darm-Krankheit zu sterben, ebenfalls. Und zwar um 24 Prozent. Auch Forscher der University of Illinois warnen vor Light-Getränken, nachdem sie herausgefunden haben, dass diejenigen, die Diät-Limonaden trinken, bei Burgern und Schokolade umso beherzter zugreifen und darum eher noch zunehmen würden. Dabei gibt es zahlreiche Limo-Alternativen. ist der ideale Durstlöscher - kalorienfrei, gesund und kostengünstig. Geben Sie dem Wasser zur Abwechslung Zitronen- oder Limettensaft, frische Kräuter, Beeren oder Fruchtstückchen bei. Ob mit oder ohne Kohlensäure, wählen Sie dasjenige , das Ihnen besser schmeckt. So fällt es Ihnen auch leichter, genügend zu trinken. Natürliche Mineralwasser tragen mit ihrem Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Je nach Bedürfnis können Sie ein Wasser wählen, dass besonders reich an Kalzium, Magnesium oder Hydrogencarbonat ist. Abwechslung ins Glas bringen verschiedene , natürlich am besten ohne Zucker. Geniessen Sie einen erfrischenden Pfefferminz- oder einen belebenden Grüntee. Auch Früchtetees können Sie an warmen Tagen kalt trinken. Genug von Wasser und Tee? Zur Abwechslung darf es auch mal ein Glas stark verdünntersein. Oder stellen Sie Ihren Sirup wieder einmal selbst her. Geeignet sind Holunderblüten, Zitronenmelisse, Pfefferminze, aber auch Zitronen mit Ingwer oder Sirup aus frischen Beeren wie Himbeeren oder Johannisbeeren. Beliebt sind auch in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Aber Achtung: 5 dl davon enthalten bis zu 40 g Zucker. Selbst gemacht kann auch hier der Zuckergehalt wieder besser reduziert werden - mischen Sie 1 Teil Apfelsaft mit 2 Teilen Mineralwasser. Den nötigen Vitamin- und Energiekick holen Sie am besten aus frischen Früchten. Zur Abwechslung können Sie sich Ihren eigenen Smoothie mixen und damit einen Gutteil von täglich fünf empfohlenen Portionen Früchte bzw. Gemüse abdecken. Am besten Hände weg von ! Diese zuckerreichen Getränke gefährden nicht nur Ihre Strandfigur, sondern durch ihren hohen Säuregehalt auch Ihre Zähne. Auch Zero- und Light-Getränke sind keine empfehlenswerte Alternative, sondern fördern Ihre Lust auf Süsses. Zeit für einen ? Dieser Durstlöscher sorgt für starke Nerven und einen wachen Geist: Geben Sie einen Teebeutel Grüntee in eine Tasse mit nicht mehr kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee nur kurz ziehen, damit er nicht bitter wird. Geben Sie etwas frisch gepressten Limettensaft, Zitronenmelisse und Mineralwasser dazu. Dekorieren Sie den Glasrand Ihres Getränks mit Kokosraspeln, Kakaopulver oder Zucker. Auch ein Fruchtspiesschen und Fruchtstücke im Glas oder im Eiswürfel eingefroren bringen eine geschmackliche Abwechslung. Essbare Blüten oder dekorierte Trinkhalme sorgen für ein attraktives Erscheinungsbild.

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Laut einer von der der Weltgesundheitsorganisation WHO koordinierten Studie bergen Softdrinks ein grosses Gesundheits- und sogar Sterberisiko.

Ins Glas geschaut

Für die im «Jama Network» veröffentlichte Arbeit wurden 451'743 gesunde Männer und Frauen aus zehn europäischen Ländern zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten befragt und anschliessend 16 Jahre lang beobachtet. Dabei wurde auch der Konsum von Soft- und Light-Drinks berücksichtigt.

In diesem Zeitraum starben 41'693 davon, insbesondere Personen, die zwei oder mehr Gläser à 250 Milliliter Softdrinks pro Tag konsumierten.

Grösseres Sterberisiko bei Rauchern

Wie «The Guardian» zusammenfasst, starben während der Studie 9,3 Prozent derjenigen, die weniger als ein süsses Getränk pro Monat tranken, verglichen mit 11,5 Prozent derjenigen, die zwei oder mehr Gläser pro Tag tranken.

Die Forscher berücksichtigten bei der Auswertung auch Faktoren wie den Body-Mass-Index, Ernährung, Bewegung und Rauchen. Das führte zu einem 17 Prozent höheren Todesrisiko bei denjenigen, die zwei Gläser pro Tag konsumieren, verglichen mit denen, die weniger als ein Glas pro Monat trinken.

Auch zuckerhaltige Drinks schaden

Den Toden vorausgegangen waren oftmals Herz-Kreislauf- und Verdauungserkrankungen sowie Parkinson. Bei genauerer Betrachtung zeigte sich, dass künstliche gesüsste Getränke das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um mehr als 50 Prozent erhöhen.

Doch statt zu Light-Drinks jetzt zu den gezuckerten Pendants zu greifen, ist auch keine gute Idee, wie die Studie zeigt. Laut dieser erhöhen klassische Softdrinks nämlich das Risiko, an einer Magen-Darm-Krankheit zu sterben, ebenfalls. Und zwar um 24 Prozent.

Viele Studien, ähnliche Ergebnisse

«The Guardian» gibt zu bedenken, dass die Studie unter «einer Reihe von Einschränkungen» leide. So seien die Teilnehmer etwa nur zu einem bestimmen Zeitpunkt nach ihren Getränken und ihrem Lebensstil befragt worden. Zudem basiere die Studie auf Selbstaussagen der Probanden.

Jedoch kamen frühere Studien zu ähnlichen Schlüssen. Laut einer im Fachjournal «Stroke» veröffentlichten Arbeit erhöhen zwei oder drei Light-Getränke à 335 Milliliter am Tag die Schlaganfallwahrscheinlichkeit bei Frauen um 23 Prozent.

In einer über neun Jahre andauernden Studie von Forschern der Universität von Miami hatten Fans von Diät-Softdrinks ein um 61 Prozent höheres Risiko für Gefässleiden – und damit für Schlaganfälle und Herzinfarkte – als Menschen, die gar keine Limo tranken.

Forscher um Hannah Gardener von der Columbia Universität in New York meldeten gar, dass bei täglichem Konsum das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls um 48 Prozent steige.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pika am 05.09.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    habt ihr gewusst - das Leben ist tödlich

    Wenn man alle Krebsfaktoren und ungesunden Einflüsse beachtet - verdursten und verhungern wir dann gesund?

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  • studie am 05.09.2019 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja, ja...

    wen interessierts? wer möchte schon 105 jahre alt werden? ich auf jeden fall nicht.

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  • Maler50 am 05.09.2019 11:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grassierende Todesfälle

    Wow, kein Wunder sterben die Menschen reihenweise! Nur in meiner nähern Bekanntschaft gibt es zig Light-Drinks schlüfer, muss sie anscheinend dringend warnen anhand der Todesgefahr in welcher sie sich befinden. EILE ist geboten!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tante Ursina am 06.09.2019 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nützt alles nichts

    Ich habe mich immer sehr gesund ernährt! Trotzdem Diagnose Brustkrebs! Das ist in den Genen!

  • E-Xcel am 06.09.2019 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unübersichtlich

    Also ihr nehmt vier verschieden Studien und mischt die Prozentzahlen irgendwie durcheinander?? Wie wärs mit einer Tabelle? Studie 1, Softdrink Menge X, Prozentsatz erhöhtes Risiko... Ist nicht so schwer...

  • O Brian am 06.09.2019 09:42 Report Diesen Beitrag melden

    Was viele nicht wissen

    Vier Drinks pro Tag und du lebst ewig.

  • Dodo am 06.09.2019 09:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    100 %

    Das Sterberisiko ist immer 100 %. Das Leben ist tödlich, es hat noch niemand überlebt.

  • Mary J am 06.09.2019 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    typisches Verhalten

    Es ist schlichtweg die Dosis! Wir haben so viele Diabetiker wie noch nie, warum wohl? Man sollte endlich wieder lernen vernünftig zu essen und nicht zu fressen!