Holocaust-Gedenktag

27. Januar 2014 05:18; Akt: 28.01.2014 08:18 Print

«Die Erinnerung – der leise Schrei»

Heute ist der Gedenktag für die Holocaust-Opfer – vor 69 Jahren befreite die Rote Armee der Sowjetunion das KZ Auschwitz. Bundespräsident Burkhalter wird die Gedenkstätte morgen besuchen.

Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Die Soldaten fanden noch 7000 lebende Häftlinge vor. Der 27. Januar ist heute der Gedenktag für die Opfer des Holocaust. (Video: Reuters)
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Das Ausmass und gar die Existenz des Holocaust, der Ermordung von Millionen Juden während der Nazi-Herrschaft, werden noch heute geleugnet - genau so wie andere Völkermorde. Mit diesen Worten wendet sich Bundespräsident Didier Burkhalter in seiner Botschaft zum internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust an diesem Montag an die Bevölkerung.

Eine solche Haltung des Leugnens historischer Tatsachen müssten alle ablehnen und ihr entschieden entgegentreten, schreibt Burkhalter in seiner Botschaft unter dem Titel «Die Erinnerung - der leise Schrei, den wir den künftigen Generationen schulden». Dies sei jeden Tag nötig, nicht nur am jährlichen Gedenktag.

Burkhalter wendet sich im Besonderen an die Jugend. Sie stehe «mitten in einem sie prägenden Prozess» - jenem des Lernens und Entdeckens der Welt. In diesen Tagen setze sich eine grosse Zahl von Lehrern dafür ein, den Jugendlichen bewusst zu machen, wie gefährlich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus seien und wie wichtig die Wahrung der Menschenrechte sei, schreibt der Bundespräsident weiter.

Besuch der Gedenkstätte

Am Dienstag besucht Burkhalter das südpolnische Krakau und das nicht weit davon entfernte ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dabei begleitet ihn eine junge Schweizerin, deren Grossvater Auschwitz überlebt hat.

Burkhalters KZ-Besuch findet einen Tag nach dem Gedenktag für die Holocaust-Opfer statt. Dieser Tag erinnert an die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Die sowjetischen Soldaten trafen damals noch rund 7000 überlebende Gefangene an.

In Auschwitz-Birkenau ermordeten die hauptsächlich deutschen Nationalsozialisten mehr als eine Million Menschen, die meisten davon Juden. Die Schweiz unterstützte die Stiftung Auschwitz-Birkenau im vergangenen Jahr mit 1,2 Millionen Franken. Die Stiftung unterhält das ehemalige Vernichtungslager.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ueli am 27.01.2014 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amis

    Warum hört man nichts mehr von den Amis welche vor 200 Jahren den Indianer fast alles Land geklaut haben,wie viele wurden getötet bestialisch ermorded und umgebracht?

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  • zebbi am 27.01.2014 05:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gedenken nur ihnen?

    so traurig das alles ist? warum gedenken wir nur ihnen? warum gedenken wir nue der ausrottung der indianer, tötung von unzähligen irakern, afghanen, vietnamesen, koreanern, chinesen, kurden, armeniern, berber, usw.??? über die leute verliert man kein wort! sind wohl menschen zweiter und dritter klasse!

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  • Grosi am 27.01.2014 08:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was ich nicht verstehe

    ich bin 1954 geb.wohlbehütet in der Schweiz, meine Eltern haben beide den Krieg durchlebt, und meine Jugend wurde geprägt durch die Erlebnisse meiner in zweiten Weltkrieg gefallenen Onkel und den Entbehrungen die meine Mutter (geb.1918 in Österreich) durchmachen musste.Die blühenden 70 Jahre liessen einem dann diese schrecklichen Ereignisse fast vergessen obwohl fast täglich im TV ein Holocaust Bericht zu sehen war (gab mir sehr zu schaffen) und es da hiess"SO ETWAS, DARF NIE MEHR PASSIEREN!!!!!" Dann kam der Krieg in Ex Jugoslavien, ich habe es nicht verstanden, denn wir liessen es passieren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Thorsten Allen am 28.01.2014 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wirklich ?

    Die einen kamen aus dem KZ , Millionen andere waren, oder gingen in die Knochenmühlen des S-Sozialismus. Diese hat selbst "Friedenszeiten" mehr als 20 Millionen Menschen "gefressen" die Methoden waren, Erschießen, Erfrieren, Verhungern lassen, Töten durch Arbeit etc. Statt Gaskammern , Steppe, Gulag, Hinterhof. Die N-Sozialistische Terrorherschaft unterscheidet sich von der Sowjet-Sozialistischen Herschaft nur graduell ... wenn Sie mögen geben Sie verschiedene Farben. Befreiung ? Ja, gleich einer tollwütiger Hyäne die eine andere frißt um sich dann wieder der Menschenbeute zuzuwenden.

  • Schnyder Noeru am 27.01.2014 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Geschichtsbewältigung Herr Burkhalter

    Herr Burkhalter was bezwecken sie mit diesem Heucheleibesuch? Gedenken sie lieber der Menschen die wir an der Schweizergrenze zurück gewiesen haben (das Boot ist voll) obwohl jeder Politiker wusste was mit diesen armen Geschöpfen geschieht! DAS wäre Geschichtsbewältigung Herr Burkhalter wenn wir zuerst diesen Opfer gedenken und dann eine Gedenkstätte besuchen nur um zu zeigen dass sie dagewesen sind.

  • Nini am 27.01.2014 11:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch hat nicht viel gelernt

    Ja, es soll uns immer Bewusst sein was geschah, denn nur so ist diese schreckliche Tat, an 6'000'000 Millionen Menschen, Juden, Sinti-Roma,Menschen mit Behinderung und Regime Gegner, nicht ein sinnloser Tod, obwohl er so Sinnlos war wie jeder verdammte Krieg. Es geht in solchen Kriegen nur um:Macht, Geld (Bodenschätze) Gier, aber nicht um die Bevölkerung , tragisch, Mensch hat nicht aus der Vergangenheit gelernt. Traurig

  • Thomas am 27.01.2014 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunlich

    Ja Krieg ist etwas furchtbares, Diebstahl, Gewalt, Massenmord, Genozid. Nur was nützt es, wenn man dieser Gräueltaten gedenkt und es selbst nicht alles dafür tut dass es nicht wieder geschieht. Alle Heuchler sollen endlich beginnen vor ihrer eigenen Türe kehren. Ich bin dafür dass jeder seine Energie dafür aufwendet in seinem Umfeld für Frieden zu sorgen, dann müssen wir und bald nicht mehr der Gräueltaten unserer Ahnen gedenken.

  • Borough am 27.01.2014 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist mir nicht verständlich wieso...

    die Sowjets als Helden dargestellt werden!Aufteilung Polens, das Massaker in Katyn etc. sind also menschlicher als der Holocaust?1913 stellte Stalin bereits "Marxismus & die Judenfrage", nach dem 1.WK unter dem bolschewistischem Regime, wurde mit der auflösung des Privathandels abertausende Juden in die Armut getrieben, einige Jahre später wurden die geistigen Grundlagen der jüdischen Kultur von der Kommunistischen Partei ebenfalls zerstört indem man alle jüdischen Schulen schloss, während des 2.WK wurden Juden hingerichtet! Die Sowjets hat niemand als Befreier gesehen, auch nicht KZ-Häftling

    • Liselote Meier am 27.01.2014 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      Bisschen Falsche Tatsachen

      Bisschen Tatschen Verdrehung bis auf Katyn. Stalins Schrift hiess "Marxismus und nationale Frage", bezüglich ob die russischen Juden assimiliert oder ob es eine eigenständige Nation innerhalb der SU werden sollte, Ende der 20er wurde daraus die Jüdische Autonome Oblas als sowjetische Alternative zum Zionismus. Die Assimilierung unterstand dem Jude Simon Dimantstein und der jüdischen Sektion der KPdSU "Jewsekzija". Der Chef der Roten Armee war übrigens Lev Bronstein (Leo Trotzki) auch Jude. Besitzverluste betreffend Kollektivierung hatte mit Glaubensfragen nichts zu tun.

    • Borough am 27.01.2014 13:52 Report Diesen Beitrag melden

      Verdrehung ist gut Frau Meier.

      Simon Dimantstein wurde von der KPdSU eingesetzt als Begründer eines "neuen" Judentums(Jewsekzija),welches sich der Auflösung des jüdischen Glaubens und deren Kultur beschäftigte, damit man sie besser in's sozialistische Gebilde einfügen kann! Die autonomen Provinz Oblast wurde auf anraten der Jewsekzija(bevor man diese dort hinsiedelte)von den SU Koreaner(Korjo-Saram)ethnisch gesäubert, weil sie sich nicht von alten Traditionen abbringen liessen!Die Sowjets wussten dass, das Judenthema heikel ist, aber ihr Ziel war deren Vernichtung und vollständiges Einfügen in das sozialistische Gedankengut

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