Bahnhofstrasse im Wandel

24. September 2019 19:31; Akt: 24.09.2019 19:31 Print

Als der Manor noch ein Oscar Weber war

Man mag den Wegzug von Manor bedauern, doch die Zürcher Bahnhofstrasse war seit jeher einem konstanten Wandel unterworfen. Dies zeigt ein Blick zurück.

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Der Manor verlässt das altehrwürdige Gebäude an der Zürcher Bahnhofstrasse. Damit wandelt sich das Gesicht der weltberühmten Geschäftsstrasse erneut. Doch der Wandel gehört zur Bahnhofstrasse, seit es sie gibt, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Der alte Stadtgraben, im Volksmund Fröschengraben genannt, wurde 1864 zugeschüttet, um die Bahnhofstrasse zu errichten. (1850) Der Blick dem Fröschengraben entlang Richtung See etwa auf Höhe der heutigen Bahnhofstrasse 45 UBS Hauptsitz. (Aquarelll von 1865) 1859 eröffnete David Sprüngli sein Geschäft an dem Ort, der seit 1865 Paradeplatz heisst. Im Hintergrund links: Das Kratzquartier mit dem Kratzturm, einst Teil der linksufrigen Stadtbefestigung. (1870) Der Blick von der Bahnhofstrasse 45 (heutiger UBS-Hauptsitz) Richtung See. (1883) Der Bahnhofplatz 1907. Die Victoria-Apotheke an der Bahnhofstrasse 71 ist im modernen Kleid heute noch da. (1907) Elegante Damen flanieren auf der Bahnhofstrasse etwa auf Höhe Jelmoli. (ca. 1910) Der St. Annahof. (1913) Der Paradeplatz mit dem Hauptsitz der Schweizerischen Kreditanstalt (heute Credit Suisse). (1925) Restaurant an der Bahnhofstrasse 39. Heute befindet sich dort ein Geschäft von Chanel. (1915) Viel Verkehr an einem Markttag am Paradeplatz. (1931) Der Blick von der Bahnhofstrasse in die Uraniastrasse Richtung Jelmoli. Rechts das Warenhaus Brann, das 1939 von Oscar Weber übernommen wurde und schliesslich 1984 ein Vilan (heute Manor) wurde. (1932) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Impressionen aus dem Warenhaus Brann (heute Manor). (undatiert) Ein Schuhladen an der Kreuzung Bahnhofstrasse/Uraniastrasse, wo sich heute unter anderem eine Geschäftsstelle der UBS befindet. (1932) Das Naefenhaus an der Ecke Bahnhofstrasse/Ustreristrasse. Direkt daran anschliessend der heutige Manor (l.). (1932) Das Kino Rex an der Bahnhofstrasse 92. Heute befindet sich in dem Gebäude ein H&M. (1937) Blick auf Jelmoli. (1942) Das Warenhaus Oscar Weber (heute Manor). (1943) Elegante Schaufenster im Feldpausch an der Bahnhofstrasse 88. (1950) Feldpausch. (1950) Das untere Ende der Bahnhofstrasse am Bahnhofplatz. (1955) Sprüngli by night. (1956) Das Herrenmodegeschäft PKZ an der Bahnhofstrasse 46. (1958) Das Modegeschäft Modelia an der Bahnhofstrasse 92. Dort befindet sich heute der H&M. (1959) Die Metzgerei Bell. Heute gibts dort bei Yojii's Sushi. (1960) In unmittelbarer Nähe der Bahnhofstrasse, an der St. Peterstrasse 17 betrieb die Schweizerische Kreditanstalt von 1962 bis 1983 eine Autobank. (1962) Praktisch: Für Bankgeschäfte musste man nicht einmal aussteigen. (1962) Der Vorgängerbau des Bally-Hauses an der Bahnhofstrasse 66, wo heute unter anderem Zara drin ist. (1963) Die Bahnhofstrasse 22, wo heute in einem Neubau unter anderem Tommy Hilfiger ein Geschäft hat. (1963) Der Blick von der Bahnhoftstrasse in die Uraniastrasse Richtung Limmat. links das alte Modissa-Gebäude. (1964) Das Warenhaus Jelmoli (l.) wurde 1899 eröffnet. Obwohl nicht direkt an der Bahnhofstrasse gelegen, prägte es den Wandel der Bahnhofstrasse vom Wohnquartier zur Geschäftsstrasse mit. (1964) Das alte Feldpauschgebäude an der Bahnhofstrasse 88. (1964) Der Hauptsitz der Schweizerischen Bankgesellschaft (heute UBS). Man beachte den Autoverkehr auf der Bahnhofstrasse. (1964) Die gleiche Stelle 1954. Die Häuser rund um die Bahnhofstrasse 26 kurz nach dem Paradeplatz Richtung See. (1966) Von 1907 bis 1967 stand dieses WC-Häuschen (damals Bedürfnisanstalt genannt) an der Pestalozziwiese. Weihnachtsverkauf in den 1970er-Jahren beim Franz Carl Weber an der Bahnhofstrasse 62. (1972) Blick von der Bahnhofstrasse in die Kuttelgasse. (1972) Die Bahnhofstrasse 104, fast beim Bahnhofplatz. Heute ist dort anstelle der Cafeteria ein Schuhgeschäft eingemietet. (1972) Das obere Ende der Bahnhofstrasse. (1972) Die Parfumerie Oswald an der Bahnhofstrasse 13 gibt es heute noch. (1974) Das Geschäft von Wollen Keller an der Bahnhoftrasse 84. Heute befindet sich dort Mango. (1978) Blick auf das Restaurant Feldschlösschen an der Bahnhofstrasse 81. Heute sind dort die Coop-Vitality-Apotheke und Ochsner Sport eingemietet. (1978) Und zum Schluss noch ein Bild der alten Weihnachtsbeleuchtung, die von 1971 bis im Winter 2004/2005 die Bahnhofstrasse in ein magisches Licht tauchte. (2004)

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Die Bahnhofstrasse existiert seit 1864. Zuerst eine noble Wohngegend, wandelte sie sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts allmählich zur Geschäftsstrasse von Weltruf. Wie sie sich gewandelt hat, sehen Sie in der Bildstrecke oben.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Florian am 24.09.2019 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Zeit ohne Internet

    Wenn ich solche nostalgischen Bilder sehe, sehne ich mich nach einer Zeit, als es kein noch kein Internet gab. Ja, das Internet hat Vorteile. Aber unter dem Strich ist das Internet für die Gesellschaft total destruktiv. Läden verschwinden, man redet nicht mehr direkt miteinander, Selbstdarstellung und dieser permanente Wahn Aufmerksamkeit zu erzeugen durch das Posten von Bildern und der gesamte soziale Medien Schrott, eine Ueberflutung von Fehlinformationen und das Gefühl die Welt sei das Internet obwohl sie mit der Realität nichts zu tun hat. Digitalisierung ist das die neue Atombombe.

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  • Alexander Uster am 24.09.2019 20:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja der Wandel der Zeit...

    ...ist auch in der Bahnhofstrasse allgegenwärtig. Aber: H&M, McDo, Telly Wail, ExLibris , etc finde ich in jedem Einkaufscenter! Was ist also SPEZIELL an der "Nobelstrasse"? Nur der Wucherzins.

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  • InLove am 24.09.2019 19:53 Report Diesen Beitrag melden

    WithZurich

    Danke für die wunderbaren Impressionen!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Gery Scherz am 25.09.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mehr "In"

    Das Problem das die Vermieter nicht richtig begreifen ist, dass die hohen Mieten nur erziehlt werden können, weil der Standort attraktiv bzw. In ist. Wenn aber nur noch gähnende Langeweile herrscht, dann interessiert es niemanden mehr...

  • Gery Scherz am 25.09.2019 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wie die Zeit vergeht..

    Coole Bilder habt ihr da ausgegraben! Ist es schlimm, wenn ich mich noch an Oscar Weber, Vilan, Salamander etc. erinnern kann? :-) ... Ich finde es schade, dass der Manor weg geht. Und wer braucht schon ein Büro dort? Die Bahnhofstrasse wird immer Langweiliger!

  • Veronika am 25.09.2019 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklicher Tausch...

    Dort wo der Globus ist, Seite bahnhofstrasse, in der E ke war ein 2stöckiges Restaurant. Das essen war super, schöne Terasse im 1. Stock. Im Sommer konnte man auch draussen sitzen. Weiss den Namen nicht mehr... Nun ist dort eine Coop Apotheke. Schrecklich ....

    • Alt Zürcher am 25.09.2019 21:45 Report Diesen Beitrag melden

      Restaurant an der Ecke

      War vermutlich das Mövenpick

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  • MadChengi am 25.09.2019 12:49 Report Diesen Beitrag melden

    Der Jöggelikasten vom Oscar Weber

    Mein Götti schenkte mir 1970 einen Jöggelikasten vom Oscar Weber zu Weihnachten! :OD

  • Henri The Last am 25.09.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Der Euro lässt grüssen

    Nicht, dass ich Gesellschaften wie die Swisslife lieben würde aber als Rentenanstalt muss sie, in einem staatlich stark eingeschränkten Korsett, für unser BVG risikoarmen Gewinn erwirtschaften. Mit der durch die Europäische Zentralbank geschürten Niedrigzinspolitik geht das fast nur noch durch maximieren der Rendite von eigenen Liegenschaften. Andere Pensionskassen machen dies auch wenn sie langjährige Mieter aus Ihren günstigen Wohnungen schmeissen, totalrenovieren und das Doppelte verlangen.