«East Side Gallery»

04. März 2013 13:23; Akt: 04.03.2013 13:50 Print

Berliner wollen keine Löcher mehr in der Mauer

Rund 6000 Menschen haben sich am Wochenende gegen eine rund 20 Meter lange Lücke in der Berliner Mauer eingesetzt. Erfolgreich, denn jetzt werden Teile der historischen Mauer nicht abgerissen.

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Massive Proteste gegen einen Teilabriss der weltbekannten Berliner East Side Gallery blieben nicht folgenlos. Vorerst werden keine weiteren Lücken in die Berliner Mauer gerissen.

Wie es weitergeht, werde beim «Forum Stadtspree» am 18. März besprochen, sagte am Montag ein Sprecher des Investors Maik Uwe Hinkel. Hinkel will zwischen der Spree und dem längsten noch erhaltenen Stück der Berliner Mauer ein Wohnhochhaus errichten.

Ursprünglich sollten an diesem Montag weitere Teile aus dem Mauerstück herausgetrennt und später an anderer Stelle wieder aufgestellt werden. Es geht um eine rund 20 Meter lange Lücke.

Massenproteste

Am Sonntag hatten sich rund 6000 Menschen mit einer Demonstration für den Erhalt des historischen Erbes eingesetzt, nachdem am Freitag ein bemaltes Mauerstück herausgebrochen worden war. Auch am Montag protestierten Vertreter von Bürgerinitiativen mit einer Mahnwache.

Unklar ist noch, für welches Bauprojekt die Mauerlücke direkt gebraucht wird. Während die Gegner das geplante Luxus-Wohnhaus für ursächlich halten, gaben Bezirk und Investor an, dass die Mauerteile für den Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brommybrücke weichen sollen.

Der Sprecher des Investors sagte, Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) habe am Sonntag mit Hinkel telefoniert. «Wir waren schon immer dialogbereit», sagte er. Investor Hinkel bestätigte die Bereitschaft zum Umplanen, falls der Nachbar, ein israelischer Investor, mitmache.


(YouTube/nTV)

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • patrick h. am 04.03.2013 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Vergangenheit

    Wie immer muss wohl Kulturgut der Gier weichen. Eigentlich ist es extrem traurig das Geld mehr zählt als die eigene Vergangenheit. Wir hatten hier diverse Umbauten in der Altstadt. Dabei wurden viele archeologisch wichtigen Funde gemacht welche die Frühzeit der Stadt zeigen. Die Kantonsarcheologen wurden massiv gedrängt schneller vorwerts zu machen damit man was bauen kann. Wohnungen, Gewerbe, Strassen etc. Schlussendlich gabs einen Kompromiss welcher den Archeologen minimalst Zeit gab die Funde zu dokumentieren bevor danach weiter gebaut wurde. Wir treten unsere Vergangenheit mit Füsssen.

  • Hans Rudi am 04.03.2013 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Hin oder Her

    Wenn die Mauer noch im zustand von 1989 ist dann Stehen lassen, ist sie aber wie im ersten Bild schon verschandelt (Mit kust übermalt) kann man sie Umsetzte, denn dann haben Strassen vorrang. Wie gesagt die Ursprüngliche Mauer vom Stand 1998 unter Denkmalschutz setzten den Rest einfach an eine Andere Stelle hinbauen, wo die Mauer einst war. Auf keinen Fall Wegwerfen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • patrick h. am 04.03.2013 15:29 Report Diesen Beitrag melden

    Vergangenheit

    Wie immer muss wohl Kulturgut der Gier weichen. Eigentlich ist es extrem traurig das Geld mehr zählt als die eigene Vergangenheit. Wir hatten hier diverse Umbauten in der Altstadt. Dabei wurden viele archeologisch wichtigen Funde gemacht welche die Frühzeit der Stadt zeigen. Die Kantonsarcheologen wurden massiv gedrängt schneller vorwerts zu machen damit man was bauen kann. Wohnungen, Gewerbe, Strassen etc. Schlussendlich gabs einen Kompromiss welcher den Archeologen minimalst Zeit gab die Funde zu dokumentieren bevor danach weiter gebaut wurde. Wir treten unsere Vergangenheit mit Füsssen.

  • Hans Rudi am 04.03.2013 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Hin oder Her

    Wenn die Mauer noch im zustand von 1989 ist dann Stehen lassen, ist sie aber wie im ersten Bild schon verschandelt (Mit kust übermalt) kann man sie Umsetzte, denn dann haben Strassen vorrang. Wie gesagt die Ursprüngliche Mauer vom Stand 1998 unter Denkmalschutz setzten den Rest einfach an eine Andere Stelle hinbauen, wo die Mauer einst war. Auf keinen Fall Wegwerfen

    • Codeti am 04.03.2013 22:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Leinwand

      Die Mauer war auf der Westseite immer bemalt und wurde auch immer wieder übermalt von anderen "Künstlern", allerdings sah das weniger aus wie auf Bild 1 sondern eher wie auf Bild 5 ;-).

    • Almi am 05.03.2013 07:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Mauer

      Gerade die bemalungen machen doch die mauer fast aus. Ich hätt mich nie dahin bewegt wenn die mauer nich bemalt gewesen wäre ( und ich hab nur ca. ne stunde zu fahren gehabt). Und ausserdem erzählt auch das hässlichste gebäude seine eigene spannende geschichte.

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