Shit happens

06. September 2015 20:41; Akt: 06.09.2015 20:41 Print

Erfindungen, die ihre Erfinder töteten

von Fee Riebeling - Nicht alle Entwicklungen bescheren den Initiatoren Ansehen und Reichtum. Manche brachten ihnen auch den Tod. Eine Übersicht.

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1891 wurde der deutsche Ingenieur mit einem Schlag weltberühmt, als es ihm gelang, in einem selbstgebauten Fluggerät einen Gleitflug auszuführen. Doch am 9. August 1896 stürzte er bei einem weiteren Versuch aus 15 Metern Höhe auf den Boden und brach sich die Wirbelsäule. Einen Tag später erlag er seinen Verletzungen. Auch der französischen Physikerin wurde ihre Entdeckung zum Verhängnis. Zwar erhielt sie 1903 als erste Frau überhaupt den Nobelpreis für Physik - und 1911 den für Chemie, aber ihr langjähriger Umgang mit radioaktiven Elementen brachte ihr auch den Tod: Am 4. Juli 1934 starb sie an einer Anämie, die höchstwahrscheinlich durch die Strahlung ausgelöst wurde. Dem Österreicher wurde seine Tempo-Leidenschaft zum Verhängnis. In den 1920er-Jahren wurde der Forscher durch die Erfindung des mit Flüssigkraftstoff betriebenen Raketenantriebs zu einem Pionier. Doch bei einem Test für einen Raketenantrieb kam es zur Explosion - bei der er starb. Der legendäre Zauberkünstler verblüffte Anfang des 20. Jahrhunderts die Menschen mit seinen spektakulären Entfesselungstricks. Das Leben kostete ihn jedoch eine Methode, die es ihm angeblich erlaubte, harte Schläge auf seinen Bauch allein durch Anspannen seiner Muskeln ohne Blessuren zu überstehen. Doch er irrte und starb. hat nichts geringeres als die Brooklyn Bridge in New York erschaffen. Doch deren feierliche Eröffnung erlebte der gebürtige Deutsche nicht mehr mit. Denn während Vermessungsarbeiten für einen Brückenpfeiler hatte er am 6. Juli 1869 einen Unfall, in dessen Folge er sechzehn Tage später an einer Tetanusinfektion starb. Auch anderen Arbeitern brachte die Errichtung des architektonischen Meisterwerks kein Glück: Zwischen 30 und 40 von ihnen starben, die meisten an der Taucherkrankheit, weil sie die Brückenpfeiler bei hohem Druck teils unter Wasser nach oben ziehen mussten. Der Ire konstruierte die angeblich unsinkbare Titanic. Doch mit diesem Versprechen hatte er den Mund zu voll genommen, wie sich am 14. April nach der Kollision mit einem Eisberg zeigte: Der Konstrukteur versank mit seinem Schiff im eiskalten Nordatlantik. Der Schneider . Es sollte das letzte sein, was er tat. hasste es, im Stau zu stehen. Deshalb erfand er Anfang der 1970er- Jahre eine Art fliegendes Auto: den «AVE Mizar», einen Ford Pinto, an den Flügel und Propeller einer Cessna montiert werden konnten, um damit abzuheben. Doch die Erfindung war nicht gerade stabil: Bei einem Testflug am 11. September 1973 löste sich ein Flügel. Der Tüftler stürzte in den Tod. Der Russe liebte es schnell. Darum entwickelte er 1917 ein Schienenfahrzeug mit Propellerantrieb. Es sollte kommunistische Funktionäre auf dem schnellsten Wege von Stadt zu Stadt transportieren. Auf der Rückfahrt des ersten Testlaufs zwischen Moskau und Tula entgleiste das Fahrzeug. Alle Insassen - darunter Abakovsky - starben. Der walisische Rennfahrer wollte unbedingt den Geschwindigkeitsrekord brechen, den sein Konkurrent Malcolm Campbell aufgestellt hatte. Mit seiner Eigenkonstruktion «Babs» (Foto) schaffte er das am 27. April 1926 tatsächlich. Doch bei dem Versuch, das zu wiederholen, riss eine der offen angebrachten Antriebsketten an den Rädern des Wagens und enthauptete den Fahrer.

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Die Welt verbessern oder zumindest verändern – das ist, was Erfinder vor Augen haben, wenn sie etwas Neues erschaffen. Doch nicht immer geht der Plan auf.

Während manche Ideen einfach unbeachtet in der Versenkung verschwinden oder zur Lachnummer mutieren, bringen andere ihre Entwickler an ihre Grenzen – finanziell, psychisch, aber auch körperlich. Mitunter bringen sie ihnen auch den Tod. Bei welchen Erfindungen das der Fall war, sehen Sie in der Bildstrecke (siehe oben).

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L.B. am 06.09.2015 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    Traurigkeit mancher Erfindungen

    Mir kommt da nur das Zitat von Albert Einstein in den Sinn: Der Mensch erfand die Atombombe, doch keine Maus der Welt würde eine Mausefalle konstruieren. traurig..

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  • WaldRegen am 06.09.2015 21:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Sie haben Meilensteine gelegt und mit dem Leben bezahlt. Nichts desto trotz haben sie unser Leben verändert....

  • Jack am 06.09.2015 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Kleine Anmerkung der Bildstrecke

    Thomas Andrews hat nie versprochen dass die Titanic unsinkbar wäre, der Begriff "unsinkbar" kam von den Medien und niemals von ihm selber. Ausserdem gilt der Ruf der "unsinkbarkeit" nicht der Titanic allein, sondern der Olympic Klasse, bei dem auch die Olympic und Britannic dazugehören.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Cybot am 07.09.2015 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Erfinder?

    Marie Curie passt überhaupt nicht in diese Liste, sie hat das Radium nicht erfunden.

  • Mike Schwede am 07.09.2015 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Segway Erfinder

    Den Segway Erfinder habt ihr vergessen. Er hat seine Offroad Variante getestet und ist 10m eine Klippe runtergestürzt.

    • Mario am 07.09.2015 09:16 Report Diesen Beitrag melden

      Jimi Heselden war nicht der Erfinder

      Das ist leider falsch, denn Jimi Heselden war nicht der Erfinder von dem Segway. Er hat im Dezember 2009 nur die Firma Segway übernommen.

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  • J. Andrews am 07.09.2015 08:26 Report Diesen Beitrag melden

    Der Mythos Unsinkbarkeit

    Lediglich die Pressen schrieben zweimal zuvor dass die Titanic "praktisch unsinkbar" sei. Niemand behauptete damals dass die Titanic unsinkbar ist. Aber der Mensch spottet viel zu gern, als er sich über die Fakten informiert. Woher haben Sie Ihre Quellen dass der Konstrukteur die Titanic als unsinkbar pries?

  • Papa Parry am 07.09.2015 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Parry

    ...stimmt nicht, dass Parry von der Kette geköpft wurde..

  • Patrick F. am 07.09.2015 07:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    noch einer

    Thomas Midgley könnte man auch noch aufführen. Erfinder der FCKW und des Tetraethylblei. Er starb, als er sich in selbst konstruierten Seilzügen verhederte und zu Tode strangulierte. Die Seilzüge sollten die Selbständigkeit nach einer Polioinfektion sicherstellen.