Elektrobusse

18. März 2019 10:04; Akt: 18.03.2019 10:04 Print

Elektro- statt Dieselbusse

von Ronny Arnold - FHNW-Studierende kümmern sich um das Winterthurer ÖV-Netz.

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Theorie und Praxis sinnvoll miteinander kombinieren: FHNW-Studierende analysieren den ÖV. (Bild: FHNW)

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Während eines Studiums lernen Studierende sehr viel Neues. Meist handelt es sich dabei um viel Theorie. Dass dies auch anders geht, zeigt die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Im Rahmen eines Projektes von Stadtbus Winterthur haben Energie- und Umwelttechnik-Studierende untersucht, welche Alternativen anstelle von Dieselbussen in Zukunft auf zwei Buslinien eingesetzt werden könnten. «Für mich war es spannend, einmal von der Seite des ÖV-Anbieters die Lage zu untersuchen: Welche Herausforderungen ein Ausbau des ÖV-Netzes mit sich bringen kann und was es alles zu beachten gilt, um eine Lösungsalternative zu finden», erzählt Studentin Martina Senn.

Konkrete Problemstellungen waren unter anderem fehlende Kreuzungsmöglichkeiten aufgrund von engen Quartierstrassen oder Steigungen auf vereinzelten Strecken. Die Studierenden empfehlen darum für die Linie 5 (Dättnau) eine Kombination von Lift und Elektrobussen. Jener Teil des Quartiers, der nur mittels einer grossen Steigung erreichbar ist, könnte durch einen grossen Doppellift erschlossen werden. Diese haben tiefe Betriebskosten, sind zuverlässig und energieeffizient. Der Rest des Quartiers würde durch Elektrobusse abgedeckt werden, welche schmaler sind als bestehende Dieselbusse und somit kreuzen könnten.

Wie alle ÖV-Anbieter ist auch Stadtbus Winterthur stark mit der wirtschaftlichen Bereitstellung von Transportkapazitäten gefordert. Die Ergebnisse der vier FHNW-Studierenden liefern nun konkrete Ideen. «Die Studie bietet einen guten Überblick und kann somit als Basis für eine weitere Vertiefung des Themas genutzt werden», erklärt Stefan Gerber, Leiter Angebotsplanung von Stadtbus Winterthur. Insbesondere biete die einfache und auch für Laien lesbare Form eine Auslegeordnung und schnelle Übersicht über die Aufgabenstellung sowie mögliche Konzeptansätze. Auch die Studierenden blicken zufrieden auf das Geleistete zurück. So sagt Student Melchior Moor: «Es war ein Projekt, bei dem ich das Gefühl hatte, wirklich etwas bewirken zu können.»

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