Lehrstelle gesucht

15. März 2011 20:05; Akt: 15.03.2011 20:18 Print

Erste Hilfe für alle, die noch keine haben

von Elisabeth Rizzi - Immer noch keine Lehrstelle gefunden? Panik ist nicht nötig. Man muss sich zwar ins Zeug legen, aber der Zug ist noch nicht abgefahren.

Fehler gesehen?

Alle Kollegen haben eine Lehrstelle, nur bei Ihnen stapelt sich Absage um Absage? Kein Grund zur Panik. «Weitersuchen ist noch lange möglich. Die letzten Lehrstellen werden vor den Herbstferien vergeben», beruhigt Carla Mom von der Berufsberatung des Kantons Zürich. Allerdings ist Einsatz gefragt. «Oft besteht eine Diskrepanz zwischen dem Berufswunsch und dem, was man bereit ist, dafür zu tun.» Will heissen: Auf sich aufmerksam zu machen, ist das Wichtigste – auch auf unkonventionelle Weise. Ein Beispiel: Eine Arbeitslose fand einen Job, weil sie ein T-Shirt trug mit dem Aufdruck: «Ich suche einen Job.»

Weniger Mut braucht es, in Bewerbungsschreiben ausserschulische Fähigkeiten herauszustreichen, etwa eine zupackende Art, Durchhaltevermögen oder auch Verschwiegenheit. Die Berufsberaterin rät ausdrücklich davon ab, die Berufswahl voreilig zu ändern: «Eine Lehre ohne Freude und Energie nur als Notlösung ist kaum nachhaltig.»

Insbesondere sollten Jugendliche mit Sek-Abschluss mangels Lehrstelle nicht auf einen tiefer qualifizierten Attestberuf ausweichen. Aber die für den Traumberuf nötigen Fähigkeiten müssen vorhanden sein. Befragen Sie dazu Ihre Eltern oder eine neutrale Bezugsperson und stellen Sie sich der Realität.

Ein Praktikum kann allenfalls helfen, eine Alternative zu finden. Es sollte allerdings nicht mehr als ein Jahr dauern, sonst wird die Lehrstellensuche schwierig. Die Berufswahlschule (Anmeldeschluss ist im Mai) gibt hingegen nochmals ein Jahr Bedenkfrist. Ein Sprachaufenthalt wiederum lohnt sich erst, wenn man eine Lehrstelle hat: «Denn in Abwesenheit schnuppern ist nicht möglich», so Mom.