Goldschmied

27. März 2011 23:02; Akt: 27.03.2011 21:13 Print

Mit Kreativität zum grossen Ziel

von Gabriel Aeschbacher - Florian Zumstein ist jung, ehrgeizig - und vielleicht schon bald Weltmeister.

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Der Mann ist erst 21 und macht im Gespräch einen ziemlich relaxten Eindruck.

Doch der Schein trügt, denn hinter der lockeren Fassade steckt knallharte Arbeit. Keiner weiss das besser als Alexander Celik. Er ist der Ausbildner von Florian und beschreibt diesen als extrem ehrgeizig und selbstbewusst. „Jedenfalls ist es kein Zufall, dass er im Herbst an die WM fahren wird“. Der Hochgelobte gibt die Blumen zurück und verweist auch auf glückliche Umstände, die ihm damals zur Simoes AG geführt hätten. „Ich wollte etwas Kreatives tun, drinnen arbeiten, vor allem aber einen handwerklichen Beruf erlernen“. Nach diversen Absagen war Zumstein 2006 froh, wenigstens eine Lehrstelle gefunden zu haben. Doch die die Lösung, die den weitesten Arbeitsweg mit sich brachte, entpuppte sich schon bald als Lottosechser. In der Firma mit acht Mitarbeitenden war es nämlich sehr schnell möglich, sich auch kreativ einzubringen. Und so kam es, dass Florian Zumstein 2010 den Jury-Preis in der Sparte Design an den Goldschmiede Schweizermeisterschaften erringen konnte. Hier setzte er sich gegen 26 Kandidaten durch, welche zwei Monate Zeit hatten, ein Schmuckstück mit Verpackung und zu einem vorgegebenen Thema („a rose is a rose is a rose“) zu entwickeln. Was nach spielerischer Leichtigkeit ausschaut, relativiert Florian Zumstein gleich selber wieder und spricht noch einmal davon, wie hart es war, überhaupt erst seinen Wunschberuf ergreifen zu können. In der Tat verlangen die Ausbildner zuerst einen handwerklichen Eignungstest, bevor es dann an die eigentliche, vierjährige Ausbildung geht. Und vorab empfiehlt sich der dreitägige Schnupperkurs. Dies alles hat Florian inzwischen hinter sich. Nach dem erfolgreichen Lehrabschluss gilt der Fokus nun den im Oktober 2011 stattfindenden Weltmeisterschaften. Anschliessend rufen militärische Pflichten, so dass Florian wohl erst wieder im Frühling 2012 – kreativ und voller neuer Ideen - als Goldschmied arbeiten wird.

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