Sprachreisen

27. März 2011 23:09; Akt: 27.03.2011 21:28 Print

Sprachdiplom gefragt wie eh und je

von Gabriel Aeschbacher - Alternativen Angeboten zum Trotz: Wer eine Sprachreise bucht, möchte vor allem ein anerkanntes Diplom erwerben.

Fehler gesehen?

Wenn Nicolas (20) am kommenden 17. April 2011 in Richtung London abhebt, verfolgt er ein Ziel ganz genau: «Ich möchte in den acht Wochen in Oxford unbedingt das First Certificate (FCE) erwerben». Dieses steht – zusammen mit den anderen anerkannten Cambridge-Diplomen – auch im Sprachreisesommer 2011 hoch im Kurs. In eine ähnliche Kerbe hauen Alexandra (20) und Simone (19). Auch sie gedenken zu verreisen, möchten allerdings Spass und Lernen miteinander verbinden. Alexandra hat sich einen Trip durch die USA verdient, weil sie im Sommer die KV-Berufsmaturität abschliesst. Simone beendet ebenfalls ihre Lehre, weiss aber, dass auch nachher Vollgas gefordert ist, um beruflich am Ball zu bleiben. Naheliegend also, dass die beiden reiselustigen Girls ihren Aufenthalt auch damit verbringen, die Schulbank zu drücken. «Wir planen», so die beiden, «je zur Hälfte zu reisen und in die Schule zu gehen».

Wer aktiver und direkter ins Leben in einem fremden Land eintauchen möchte, kann dies aber auch tun. Diverse Anbieter von Sprachreisen bieten nicht nur ein Zwischenjahr im Ausland an, sondern auch (unbezahlte) Volontariate oder bezahlte Arbeit in Weltstädten wie Sydney, Toronto oder Vancouver. Und selbst die Generation 50+ wird heute umworben, denn diesen Leuten geht es nicht immer nur darum, eine Sprache perfekt zu lernen. Eher liegt der Fokus darauf, sich auf eine unbekannte Kultur einzulassen sowie Land und Leute besser kennenzulernen.

Schliesslich kann auch zu Hause bleiben, wer Sprachen lernen möchte. Man berichtet, dass sich Fernstudien immer grösserer Beliebtheit erfreuen würden. Zwar braucht es hierzu ein gewisses Mass an Disziplin, gelernt aber kann auch hier sehr effizient. Dazu kommt, dass nicht jeder für ein, zwei oder gar drei Monate von der Arbeit wegbleiben kann. Ja, und dann ist da auch noch der finanzielle Aspekt. Nicolas zum Beispiel budgetiert für seinen Trip nach Oxford mit fixen Ausgaben von über 6000 Franken, wobei ihm die Eltern ein wenig unter die Arme greifen. Was ihm heuer entgegenkommt ist die Tatsache, dass England auf Grund des vorteilhaften Wechselkurses deutlich günstiger geworden ist. Kostete das Pfund in seiner Glanzzeit fast 2.50 Franken, ist es heute für unter 1.50 Franken zu haben. Ziemlich klug also, dem vereinigten Königreich einen Sprachbesuch abzustatten.

www.seminare.ch/sprachreisen-info.html
www.boalingua.ch
www.klett-akademie.ch
www.benedict.ch