Zu wenig Nachwuchs

22. Mai 2011 20:45; Akt: 22.05.2011 20:54 Print

Technikberufe sollen wieder trendy werden

von Markus Arnold - In der Schweiz mangelt es an Ingenieuren und Technikfachkräften. Es liegt an der Wirtschaft, hier Gegensteuer zu geben.

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Wirtschaft will Junge für Technikberufe begeistern.

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In Zeiten der Mobilität und des Booms von alternativen Energien sind sie gefragt wie nie: Fachleute in den Bereichen Technik, Bau und Informatik. Doch eine Umfrage im März 2009 ergab, dass in der Schweiz 16 000 Fachkräfte gesucht wurden. Bei den entsprechenden Studiengängen fiel zudem eine teilweise krasse Untervertretung des weiblichen Geschlechts auf. Dieses Problem müsse angegangen werden, betonte der Bundesrat in seinem Bericht vom August 2010. Während der Handlungsspielraum beim Bund laut Bundesratsbericht stark eingeschränkt ist, bemüht sich die Schweizer Wirtschaft auf breiter Ebene, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Mit einer grossen Plakatkampagne wirbt beispielsweise die Vereinigung Beratender Ingenieurunternehmen (USIC) für Ingenieurberufe und weist damit auf den attraktiven Arbeitsmarkt für junge Berufsleute hin. Und ABB engagiert sich mit diversen Initiativen in der Technik-Nachwuchsförderung über alle Bildungsstufen hinweg: In den zwölf eigenen Kinderkrippen gibt es spielerische Techniklektionen, es werden Zukunftstage organisiert und jährlich rund 450 Lehrstellen vergeben, sagt Lukas Inderfurth, Mediensprecher von ABB Schweiz.

Auch Novartis achtet auf das Wohl der Mitarbeitenden. «Wir setzen alles daran, Topleute für uns zu begeistern», betont Satoshi Sugimoto von der Novartis-Medienstelle. Dank familienfreundlicher Rahmenbedingungen, attraktiver Vergütungspolitik, nachhaltigem Talent-Management und einer breit angelegten Nachwuchsförderung rangiere Novartis als Arbeitgeber unter den «best places to work». Neben zahlreichen Massnahmen zur Förderung von Fachkräften legt Novartis ebenso einen Schwepunkt darauf, den Frauenanteil zu steigern. «Zurzeit beträgt dieser 40 Prozent. Der Anteil der Frauen in Management-Positionen wurde von 2000 bis 2010 von 14 auf ansehliche 32 Prozent gesteigert», sagt Satoshi Sugimoto.

www.abb.ch, www.novartis.ch www.usic.ch