MBA als Sportmanager

27. März 2011 23:05; Akt: 27.03.2011 21:06 Print

Vom Hockeystar zum Sportmanager

von Gabriel Aeschbacher - Was in der Schweiz noch nicht angeboten wird, ist bei unseren Nachbarn bereits Tatsache: Ein Studiengang in Sportmanagement.

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Vom Eishockey-Rink auf den Chefsessel: Wer früher als Profi seine Brötchen verdiente, bleibt dem Business heute nicht selten als Manager oder Sportchef erhalten. (Foto: Fotolia)

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Jean-Jacques Aeschlimann (44) ist in Eishockeykreisen ein bekanntes Gesicht.

Er prägte bis 2007 das Geschehen auf Schweizer Rinks, machte über 1000 Spiele in den obersten beiden Spielklassen, liess sich weit über 500 Skorerpunkte notieren und trug auch 119 Mal den Dress der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft. Heute steht der Seeländer nicht mehr an der Bande, sondern dirigiert als Sportmanager die Geschicke des HC Ambrì-Piotta. In dieser Funktion ist er für die gesamte Planung rund ums Team verantwortlich. Ein Job, der ihn auch im Sommer fordern wird, denn die eishockeylose Zeit sei ein Mythos. „Einige Fans mögen das nicht so sehen, aber Eishockey ist längst ein ganzjähriges Business geworden“. Sein Berufskollege Patrick Lengwiler (31), seit 2004 als Sportmanager beim EV Zug im Amt, pflichtet ihm bei, auch wenn der Sommer eher ruhiger sei. Aeschlimann kommt bei seiner täglichen Arbeit auch entgegen, dass er früher selber Spieler war und fühlt, wenn die Chemie im Team nicht mehr stimmen sollte. „Ich bin gerne in der Garderobe und suche das Gespräch mit den verschiedenen Akteuren, bin aber auch da, wenn ein junger Spieler einen Tipp von mir möchte“. Lengwiler schätzt nicht nur den Kontakt zu den Spielern, sondern auch die täglichen Herausforderungen des Profisports, der jeden Tag etwas Neues bringe. Einen wesentlichen Unterschied zur Privatwirtschaft sieht er in der Tatsache, dass jeder Entscheid auch medial hinterfragt werde. „Damit muss man umgehen können“. Aeschlimann fügt bei, dass man auch ein guter Kommunikator sein müsse. Und das Eishockey mit all seinen Facetten lieben, „denn oft ist man auch der Buhmann“. Als Dozent sähe sich der ehemalige Nationalspieler eher nicht, „interessant aber könnte das Thema Sport und Medien sein“. Als Referent würde Patrik Lengwiler gerne darüber sprechen, wie heikel die Gratwanderung zwischen Club und Unternehmen sei, denn beides müsse unter einen Hut gebracht werden.

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