Arbeitspsychologie

23. Dezember 2008 22:58; Akt: 23.12.2008 19:18 Print

Vorsätze fürs neue Jahr – wie man sie auch einhält

von Marlies Seifert - Vorsätze zu fassen ist leicht, sie einzuhalten dafür umso schwerer. Martin Kleinmann, Professor für Arbeitspsychologie an der Universität Zürich, weiss, wie dies gelingt.

Fehler gesehen?

Nichts mehr aufschieben
Auf welche Tätigkeiten kommt es wirklich an? Aufgaben mit einer ­hohen Priorität sollten Sie auf einer To-do-Liste markieren.

Nein sagen
Es ist zwar oft unan­genehm, Nein sagen zu müssen, aber es ist noch unangenehmer, erst zugesagt zu haben und dann das Erbetene nicht tun zu können. Im Zweifelsfall kann es helfen, um Bedenkzeit zu bitten.

Kampf der Routine
Prüfen Sie, ob Ihre ­Gewohnheiten sinnvoll sind. Dysfunktionale Routinen sollten durch zielführendes Handeln ersetzt werden.

Ordnung halten
Ein Schreibtisch muss nicht immer aufgeräumt sein – entscheidend ist, dass Sie auch in der Hektik Ihre Unterlagen wiederfinden.

Sich auf das Wesent­liche konzentrieren
Wenn es dazu dient, den Arbeitsalltag spannender zu machen und funktional zu hand­haben, ist Multitasking begrüssenwert. Wenn dabei Zielsetzungen vernachlässigt werden, ist es besser, eine Aufgabe nach der anderen zu bearbeiten.

Weniger Überstunden machen
Überstunden sind oft das Resultat von unklaren Prioritäten, mangelnder Planung und der Unfähigkeit, Nein zu sagen. Haben Sie diese Dinge im Griff, reduzieren sich die Überstunden von selbst.

Alte Netzwerke reaktivieren
Networking kostet Zeit, kann aber auch die ­Arbeit stark vereinfachen. Alte Netzwerke zu reaktivieren würde ich deshalb nur empfehlen, wenn dies mit den direkten eigenen Zielen vereinbar ist.