Fehler im System

19. Mai 2012 09:37; Akt: 21.05.2012 18:13 Print

«Dragon»-Start in letzter Sekunde abgebrochen

Kein Glück für den US-Raumfahrtkonzern SpaceX: Der Start des ersten privaten Raumschiffs mit Ziel ISS wurde vom Computer in extremis abgebrochen. Der nächstmögliche Starttermin ist am Dienstag.

Der abgebrochene Start der Falcon-9-Rakete. (Video: YouTube/RosbifFrog)

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Wegen eines defekten Triebwerksventils ist der Start des ersten privaten Versorgungsschiffs zur Internationalen Raumstation ISS fehlgeschlagen. Drei Sekunden vor dem geplanten Abheben am Samstag zündeten zwar die Triebwerke der Falcon 9-Trägerrakete, die Computer an Bord schalteten sich aber automatisch ab. Die Rakete der US-Firma Space Exploration Technologies (SpaceX) blieb inmitten einer Abgaswolke auf der Abschussrampe stehen.

SpaceX-Präsident Gwynne Shotwell machte für das Problem einen leicht erhöhten Druck in der Brennkammer eines Triebwerks verantwortlich. Ingenieure entdeckten später ein defektes Triebwerksventil, das sie am Abend austauschten.

Sogar der erfahrene NASA-Kommentator für Raketenstarts, George Diller, wurde von der Panne überrascht. «Drei, zwei, eins, null, Start», verkündete er, bevor er merkte, dass die Rakete nicht abgehoben hatte. «Wir haben einen Abbruch. Der Start ist nicht erfolgt», sagte Diller daraufhin. Das nächste Startfenster für die «Dragon»-Kapsel ergibt sich am frühestens am Dienstag.

Keine Probleme beim Countdown

Der geplante Start des Versorgungsschiffs war der erste Versuch einer privaten Firma, Fracht und letztlich auch Astronauten zur Raumstation zu bringen. Das Projekt wird von der US-Raumfahrtbehörde NASA technisch und finanziell unterstützt.

Rund 1.000 Gäste von SpaceX und NASA wollten den Beginn dieser neuen Ära am frühen Samstagmorgen am Weltraumbahnhof Cape Canaveral mit verfolgen. Die Enttäuschung unter ihnen war gross, vor allem, weil das Wetter für den Start perfekt war und es auch zuvor kein Problem beim Countdown gegeben hatte.

(jcg)