Labradoodle-Erfinder

04. Oktober 2019 09:19; Akt: 04.10.2019 10:16 Print

«Ich habe Frankensteins Monster freigelassen»

Der Labradoodle wurde einst als Blindenhund für Menschen mit Hundehaarallergie gezüchtet. Sein Erfinder bereut sein Werk heute.

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Gestatten, Sultan, der weltweit erste Labradoodle. Er erblickte im Jahr 1989 das Licht der Welt. Verantwortlich für seine Geburt war Wally Conran. Um einen Blindenhund zu schaffen, der auch für Menschen mit Hundehaarallergie geeignet ist, hatte der Australier ... ... Labrador Retriever und Pudel gekreuzt. Sein Plan ging auf: Der Labradoodle war von seinem Temperament her als Führhund geeignet und haarte nicht. Dass Conron diesen Weg noch einmal beschreiten würde, darf ausgeschlossen werden. Er hat laut eigenen Aussagen eine unheilvolle Entwicklung losgetreten. Schliesslich würden seither viele Hybridhunde nur für das schnelle Geld gezüchtet – ohne dass dabei auf die Gesundheit der Tiere geachtet werde. Denn anders als von Conron beabsichtigt, sei der Labradoodle vom Arbeits- zum Trendtier avanciert. Ein Schicksal, das die Rasse mit vielen anderen teilt, wie die folgenden Bilder zeigen. Windhundrassen wie der Afghane waren Anfang des 20. Jahrhunderts gross in Mode und waren zunächst treue Begleiter gutsituierter Schichten. Es begann mit dem russischen Adel vor der Revolution 1917, der häufig einen Barsoi sein Eigen nennen konnte. Über England kam die Windhund-Mode nach Deutschland und in die Schweiz. In den 1970ern erfreuten sich Afghanen erneut grosser Beliebtheit. Danach sah man sie immer weniger. (Im Bild: Alexandra von Dänemark mit ihrem Windhund, ca. 1895) Mehr oder weniger zeitgleich begeisterten sich die Menschen Anfang des 20. Jahrhundert auch für eine deutlich kleinere Hunderasse: den Dackel. Laut Historikern geht diese Liebe zu den Dachshunden, wie die Jagdhunde auch genannt werden, auf den ehemaligen deutschen Kaiser Wilhelm II. und seinen besten Freund und Lieblingsdackel Erdmann (1890-1901) zurück. Ebenfalls Mitglied im Dackel-Fanclub waren der spanische Kunstmaler Pablo Picasso (1881-1973), der seinen Hund Lump sogar in einem seiner Kunstwerke verewigte, und ... ... Pop-Art-Künstler Andy Warhol. Sein Archie schaffte es in den 1980er-Jahren sogar in die von Warhol moderierte MTV-Talkshow «Andy Warhol's Fifteen Minutes». (Im Bild: Andy Warhol mit Archie, 1973) Ausserdem verewigte Warhol seinen Liebling in einem Bild. Und das in dem gleichen Stil, in dem er auch Marilyn Monroe, Elvis und Liz Taylor inszeniert hatte. Dass der Dackel viele Jahre der Hund der Stunde war, zeigt sich auch in der Wahl des Maskottchens der Olympischen Spiele 1972 in München: Waldi war unverkennbar ein Dackel. Nachdem die erste Welle der Dackelliebe abgeflaut war, begeisterten sich die Menschen verstärkt für Deutsche Schäferhunde. Ausgelöst wurde der Trend durch Rin Tin Tin, der in den 1920er-Jahren der Star von insgesamt 26 Filmen war. Der tierische Protagonist war so bekannt, dass ihm Rantanplan, der einfältige Wachhund aus den «Lucky Luke»-Abenteuern, seinen Namen verdankt. (Im Bild: Rin Tin Tin in einem Werbe-Clip) Gut 70 Jahre später erlebten Züchter von Deutschen Schäferhunden erneut eine steigende Nachfrage. Schuld daran war die österreichische Krimi-Serie «Kommissar Rex», die von 1994 bis 2008 mit unterschiedlichen Besetzungen ausgestrahlt wurde. (Im Bild: Rex mit Kommissar Lorenzo Fabbri, gespielt von Kaspar Capparoni) Langhaarcollies kamen in den 1940er-Jahren im grossen Stil auf. Ihr Vorbild: ... ... der Filmhund Lassie, der ab 1943 in den Medien weltweit präsent war. Damals kam der erste Lassie-Film «Lassie Come Home» in die Kinos. Wie gross Lassies Einfluss war, sieht man übrigens ... ... in Los Angeles. Denn neben Rin Tin Tin und Strongheart ist Lassie der einzige Hund, dem ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet wurde. Zum nächsten tierischen Trendsetter avancierte in den 1950er-Jahren der Beagle, ein britischer Jagdhund, der speziell für die selbstständige Treibjagd auf Feldhasen und Wildkaninchen gezüchtet wurde. Das war aber nicht der Grund, warum sich die Rasse plötzlich so grosser Beliebtheit erfreute. Vielmehr löste Cartoonist Charles M. Schulz die Beagle-Faszination aus. Der von ihm kreierte Snoopy war der heimliche Star der Comicserie «Peanuts», die von 1950 bis 2000 erschien. Auf den Beagle folgte Mitte der 1950er-Jahre der Cocker Spaniel, ebenfalls ein Jagdhund. Vertreter der Rasse werden als temperamentvoll, fröhlich, anhänglich, sensibel und zuweilen auch etwas eigensinnig beschrieben. Den Boom ausgelöst hat der Disney-Film «Susi & Strolch», der 1955 uraufgeführt wurde. Darin verliebt sich die wohlgeratene Cocker-Spaniel-Dame Susi in den nicht standesgemässen Mischlingshund Strolch. Auf die eher unkompliziert frisierten Cocker Spaniel folgten in den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren die damals noch deutlich aufwändiger als heute frisierten Pudel. Sie galten als die Rasse der Nachkriegs-High-Society. Grosser Fan war beispielsweise die Opersängerin Maria Callas. So oft es ihr möglich war, nahm sie ihre Pudel Pixie und Djeddas überall mit hin. Etwa zur gleichen Zeit stieg auch die Nachfrage nach Bassett Hounds, kurz Bassetts. Zwar soll er schon in Shakespeares «Sommernachtstraum» (1605) beschrieben worden sein, aber erst in den 1970er-Jahren avancierte er zum Modehund, mit allen negativen Nebenerscheinungen. So litten viele der eigentlichen Jagdhunde unter dem immer längeren gezüchteten Rücken und der übertriebenen Faltenbildung um die Augen. Ausserdem waren viele Exemplare viel zu behäbig, um für die Jagd eingesetzt zu werden. Dass Bassetts so beliebt wurden, hat zwei Gründe: So wurde einerseits 1958 die Schuhmarke Hush Puppies lanciert, die ihre Produkte mit Bassett Hounds anpries, ... ... andererseits erhielt die Hunderasse ab 1968 durch die Serie «Columbo» grössere Aufmerksamkeit. In der Sendung begleitete der Bassett namens Hund sein Herrchen Inspektor Columbo immer mal wieder auf dessen Ermittlungen. (Im Bild: eine Columbo- und Hund-Statue in Budapest) Auf die Bassett Hounds folgten die Dalmatiner. Wie einige ihrer Vorgänger war auch die ursprünglich aus Kroatien stammende Hunderasse mit den schwarzen Tupfen gleich zweimal angesagt. Beide Male war ein Disney-Film dafür verantwortlich. 1961 sorgte die Comic-Verfilmung von «101 Dalmatiner» für den Boom, ... ... 1996 war es die gleichnamige Realverfilmung mit Glenn Close in der Rolle der Cruella De Vil. Allein die grosse Zahl der in den Filmen auftretenden Dalmatiner zeigt: An dieser Rasse kam weder in den 1960er- noch in den 1990er-Jahren jemand vorbei. Beim Irish Setter gilt: Nomen est Omen. Sein Name leitet sich vom englischen Verb «to set» ab, was so viel wie aufstellen bedeutet. Diese Bezeichnung spielt auf seinen Charakter an. Denn ist er parat zur Jagd, nimmt er entsprechend Haltung ein. Stark nachgefragt wurde er in den 1960er-Jahren ... ... nach der Veröffentlichung des Disney-Familienabenteuer-Films «Big Red» im Jahr 1962, in dem ein Irish Setter die rebellische Hauptrolle spielt. Gegen Ende des Jahrzehnts rückten Deutsche Doggen plötzlich in den Fokus von Hundeliebhabern. Verantwortlich dafür ... ... zeichnet sich die Zeichentrick-Serie «Scooby Doo» (1969 bis 1994), in der die gleichnamige Deutsche Dogge nicht nur sprechen kann, sondern gemeinsam mit den vier Detektiven Fred, Daphne, Velma und Shaggy auch rätselhafte Abenteuer erlebt. Ebenfalls aus Deutschland stammt der Dobermann. Durch die Kreuzung zum Teil gänzlich unterschiedlicher Rassen entstand ein Gebrauchs-, Arbeits- und Wachhund, der früh von der Polizei und später in den beiden Weltkriegen auch als Melde-, Minensuch- und Sanitätshund eingesetzt wurde. Dass sie in den 1970er- und 1980er-Jahren von dem ursprünglich praktisch eingesetzten Vierbeiner zum Haustier avancierten, ist einerseits auf den Film «Doberman Gang» aus dem Jahr 1972 zurückzuführen, ... ...und andererseits auf die beiden Dobermänner Zeus und Apollo aus der Kult-Fernsehserie «Magnum» (1980 bis 1988). Die beiden sorgten in mancher Folge für Lacher und sollen massgeblich zum Erfolg der Sendung beigetragen haben. In den 1970er-Jahren waren plötzlich Haare angesagt, schliesslich war es nun der Bobtail, der die Menschen verzückte. Verantwortlich für die verstärkte Nachfrage der britische Rasse – auf der Insel ist er als Old English Sheepdog bekannt – ist der Film «Serpico» aus dem Jahr 1973 mit Al Pacino in der Hauptrolle. In den 1980ern war der Bobtail dann das tierische Werbegesicht für viele Produkte und wurde so einem Millionenpublikum bekannt. Unter anderem machte er für den Farb-Hersteller «Dulux» Reklame. Abgelöst wurde die Bobtail-Liebe von der zu Bernhardinern. Dies nicht nur, weil sie über deutlich kürzeres Fell verfügen, sondern ... ... vor allem dank dem ersten Teil des Familienfilms «Ein Hund namens Beethoven», der 1992 auf die Kinoleinwände kam. Darin war zu sehen, wofür der St. Bernhardshund bekannt ist: seine Grösse, seine Sensibiliät und seine Zuverlässigkeit. Kein Wunder, wollten plötzlich alle so einen haben. Gestatten, der Modehund der 1990er-Jahre: der West Highland White Terrier. Er war nicht nur wegen seines anpassungsfähigen und verspielten Wesens beliebt. Vielmehr liessen die Werbespots eines Hundefutter-Herstellers die Nachfrage nach den liebevoll Westies genannten Tieren nach oben schnellen. Werbestars waren die Westies aber bereits vor der Futterreklame. Dafür sorgte das Whisky-Label «Black & White», welches seine Flaschen mit je einem schwarzen und weissen Westhighland-Terrier bewarb. Ganz ohne Konkurrenz ging es aber auch bei den Westies nicht: So erfreute sich ab Mitte der 1990er-Jahre auch der Jack Russell Terrier grosser Beliebtheit. Zwar liegt hier die Begründung nicht ganz so auf der Hand wie bei Filmen, in denen die jeweiligen Hunde eine Hauptrolle spielten, doch viele Jack-Russel-Fans nennen den Film «Die Maske» aus dem Jahr 1994 als Ursprung ihrer Hundeliebe. Dass die flinken Jagdhunde seither kontinuierlich präsent sind, liegt daran, dass auch Prominente zu ihren Fans zählen. So geht beispielsweise Donatella Versace nur selten ohne ihre Audrey aus dem Haus. Serien-Junkies könnten die Hunderasse auch aus der US-Sitcom «Frasier» kennen. In insgesamt 192 Episoden war nämlich Eddie mit von der Partie. Die Serie wurde in den USA von 1993 bis 2004 ausgestrahlt. Auch Golden Retriever kamen in den 1990ern in Mode und sind es seither. Dies mag zum Einen auf ihre positive Art zurückzuführen sein. Mit ihrer Zuverlässigkeit, Intelligenz und Freundlichkeit gelten sie als ideale Familienhunde. Zum anderen dürfte auch der 1997 erschienene Disney-Film «Air Bud – Champion auf vier Pfoten» eine Rolle gespielt haben. Darin verhilft Retriever Buddy seinem Kumpel Josh zu Freunden und tritt schliesslich mit ihm gemeinsam zu einem Schulbasektball-Spiel an. «Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos» – dieser Satz stammt vom deutschen Kult-Humoristen Loriot. Es ist aber nicht die dem Satz innewohnende Überzeugung, dass die ursprünglich aus China stammenden Tiere toll sind, dass plötzlich überall solche zu sehen waren. Vielmehr soll der Mops-Kult der 1990er- und 2000er-Jahre auf den Film «Men in Black» aus dem Jahr 1997 zurückgehen, in dem Mops Frank jede Menge Talente offenbart. Chihuahuas sind nicht klassisch hübsch. Dennoch legte die mexikanische Hunderasse, die zugleich als kleinste der Welt gilt, ab 2001 im internationalen Beliebtheitsranking ordentlich zu. Dafür verantwortlich war Hotelerbin Paris Hilton, die ab dem Jahr 2001 selten einen Auftritt ohne ihren kleinen Liebling Tinkerbell, kurz Tinky, absolvierte. Mal trug sie die Chihuahua in ihrem Dekolletee, mal in der Handtasche – hauptsache Tinkerbelle war dabei. So ging es 14 Jahre ... ... – bis der Hund 2015 verschied. «Mein Herz ist gebrochen. Ich bin so traurig und am Boden zerstört. Nach 14 wunderbaren gemeinsamen Jahren ist mein Baby Tinkerbell an Altersschwäche gestorben. Es fühlt sich an, als ob ich ein Familienmitglied verloren hätte», schrieb Hilton dazu auf Instagram. Mit dem Jahr 2002 begann das Jahrzehnt der Huskys. Zwar tauchten die ursprünglich aus Sibirien stammenden Schlittenhunde schon immer in Film und Fernsehen und damit auch auf den Strassen auf, doch erst ... ... als der Film «Snow Dogs. 8 Helden auf 4 Pfoten» erschien, erfuhren die Tiere einen Boom. Dieser flachte zwar schnell wieder ein wenig ab, doch ... ... bereits sechs Jahre später erfreuten sich Husky-Züchter erneut steigender Nachfrage. Es ist anzunehmen, dass das mit der Veröffentlichung des Films «Antarctica. Gefangen im Eis» (2008) mit Paul Walker in der Hauptrolle zusammenhängt. Sie sehen auf den ersten Blick nicht nur aus wie Golden Retriever, sondern sind auch tatsächlich mit ihnen verwandt. Das verrät schon sein voller Name, der lautet. Richtig beliebt wurden die Vierbeiner Ende der 2000er-Jahre. Verantwortlich dafür ist wieder ein Film: «Marley und ich» (2008) mit Jennifer Aniston, Owen Wilson und Marley, einem Labrador-Retriever-Welpen, in den Hauptrollen. 2009 rückte mit dem Portugiesischen Wasserhund eine bis dato weitgehend unbekannte Rasse in den Fokus der Hundefans. Schuld daran war niemand geringeres als der damalige US-Präsident Barack Obama, der sich in diesem Jahr ein Exemplar namens Bo zulegte. Der Grund war ein medizinischer: Obama-Tochter Malia hat eine Tierhaarallergie. Mit Bo kam sie trotzdem zurecht, weil seine Rasse so gut wie nicht haart. Ebenfalls ein Modehund des Jahres 2009: die japanische Hunderasse Akita, ein japanischer Spitz. Grössere Bekanntheit erreichte der dazumal hierzulande wenig bekannte Hund durch den Film «Hachiko – eine wunderbare Freundschaft», in dem Richard Gere durch Zufall dem Akita-Welpen Hachiko begegnet. Etwa zur selben Zeit kamen Hybridhunde auf. Anders als beim Mischling, bei dem Kreuzungen zufällig entstehen, werden bei diesen zwei unterschiedliche Rassehunde gezielt verpaart. Das Ziel ist ein Hund, der die positiven Eigenschaften beider Eltern vereint. (Im Bild: ein Malteser-Pudel-Mix) Während Uma Thurman und Jake Gyllenhaal mit sogenannten Puggles (Mops und Beagle), ist Jessica Simpson häufig mit ihrem Maltipoo Daisy zu sehen. Weitere Hybridhunde sind Labradoodle (Kreuzung zwischen Labrador und Pudel) und der Schnoodle (Kreuzung zwischen Schnauzer und Pudel). Aktuell angesagt sind kräftige Hunde: In den letzten Jahren sieht man vermehrt Bulldoggen auf den Strassen, und zwar sowohl Englische ... ... als auch Französische. Wie viele Hunderassen haben auch sie das Problem, dass sie für ihre Beliebtheit einen hohen Preis zahlen: Das grösste und auffälligste Gesundheitsproblem stellt bei Bulldoggen die Kurzatmigkeit dar, die sogar zum Tod führen kann. Dass die beiden Rassen derart in den Fokus gerückt sind, hängt weniger mit einem Hollywood-Film zusammen, als mit Werbern, die in Spots und Anzeigen auf Hunde setzen. So war beispielsweise Bulldogge Otto der Star des Weiter zeigen sich in den Sozialen Medien viele Stars mit ihren Haustieren, was die Nachfrage nach den gezeigten Rassen weiter steigen lässt und zu Überzüchtungen führt. Bulldoggen-Fans sind offenkundig Schauspielerin Reese Witherspoon (mit ihrer französischen Bulldogge Frank Sinatra), ... ... Cara Delevigne (mit ihrer Englischen Bulldogge Rolly) und ... ... Ice-T-Gattin Coco (mit ihren Bullys Spartacus und Maximus). Die Hunde haben mit @spartandmax sogar ihren eigenen Instagram-Account und vertreiben ihre eigene Modekollektion. Aufstrebender Modehund ist übrigens der Minipudel. Wie bei den Chihuahuas und Bulldoggen sind es auch hier Prominente, die die Hunderasse publik und bekannt machen. So kurvt unter anderem Schauspieler Orlando Bloom mit seinem Fellfreund durch die Gegend und lässt sich mit ihm zusammen ablichten. Auf Instagram lässt er seine Follower mit den Hashtag #mansbestfriend auch gleich wissen, wie eng ihm der kleine Kerl ist.

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Wally Conron hatte die besten Absichten, als er Ende der 1980er-Jahre den Labradoodle erfand: Der Hybridhund, für den der Australier Labrador Retriever und Grosspudel miteinander kreuzte, sollte jenen als Blindenhund dienen, die an einer Hundehaarallergie leiden.

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Als Haustier sei er nicht gedacht gewesen, so der heute 90-Jährige in einem Podcast des australischen Senders ABC. Doch tatsächlich wurde der Mix zum Trendtier (siehe Bildstrecke oben) – nicht zuletzt dank Prominenten wie Schauspielerin Jennifer Aniston oder Profi-Golfer Tiger Woods.

Rücksichtslos gezüchtet

Genau da liegt laut Conron das grosse Problem. «Ich habe die Büchse der Pandora geöffnet und Frankensteins Monster freigelassen.» Während er selbst immer darauf bedacht gewesen sei, gesunde Welpen zu züchten, setzten andere eher auf Masse statt Klasse. So ebnete seine Erfindung den Weg für «unethische, rücksichtslose Menschen», die züchten, ohne an die Gesundheit ihrer Nachkommen zu denken, zitiert Cnn.com den Australier.

Laut Conron ist die Mehrheit der Labradoodles «entweder verrückt oder hat ein Erbproblem». Mit gesunden Tieren hätten diese kaum mehr etwas zu tun. In dem Podcast verachtete er insbesondere den Rottweiler-Poodle-Hybrid, bekannt als Rottle oder Rottie-Poo. Deren Züchter würden Pudel mit allen möglichen anderen Rassen kreuzen, ohne sich über die gesundheitlichen Konsequenzen für die Tiere Gedanken zu machen.

Spezielle Fellfarben ebenfalls hochproblematisch

Doch nicht nur Hybridhunde laufen Gefahr, aufgrund ihrer Züchtung gesundheitliche Probleme zu bekommen, sondern auch Vierbeiner mit speziellen Fellfarben. So zahlen etwa Labradore in der derzeit angesagten Färbung Charcoal einen hohen Preis. Um den Ton zu erzielen, wird den Tieren ein spezielles Gen eingesetzt, das – sofern es mutiert – zu einer chronischen Hautentzündung führen kann, die mit Fellverlust, stark juckenden Ekzemen und offenen Wunden einhergeht:

Kaufe dir besser keinen Hund in dieser Farbe

Wie sich auch Rassehunde durch Züchtung verändert haben, zeigt dagegen die folgende Bildstrecke:

Der Mensch hat den Hund übel zugerichtet

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Unverständlich am 04.10.2019 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hoch auf die Strasse!

    Ich verstehe sowieso nicht, warum man einen Rassenhund will. Und dafür noch einen schönen Batzen liegen lässt. Meine Hunde waren immer gratis "Strassenmischungen" vom Bauernhof. Sie hatten nie gesundheitliche Probleme dafür jede Menge Spass.

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  • A.N. Tifa am 04.10.2019 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Dass die meisten Hundezüchter

    und viele Hundebesitzer mehr oder weniger freiwillig Tierquäler sind, ist jetzt nicht wirklich neu. Gilt allerdings auch bei Katzen und anderen 'Haustieren'.

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  • Indie1 am 04.10.2019 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finger weg

    Wann wird der Mensch endlich wieder demütiger und hat nicht ständig das Gefühl, er kann und weiss alles? Wir sollten der Natur viel mehr Respekt zollen und weniger reinpfuschen. Sie ist perfekt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel Gallmann am 06.10.2019 22:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnlos

    So einen sinnlosen Artikel habe ich lange nicht mehr gelesen, vielen Dank ...

  • Simi am 06.10.2019 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    Hund oder Hund?

    Wir halten seit 40 Jahren Hunde. Die aktuelle Strassen-Mischlinshündin aus einem serbischen Tierheim war bis jetzt das beste Tier welches wir je hatten.

  • Onkel Thom am 06.10.2019 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Egoisten

    Gequälte Hunde und das alles für die Tierliebhaber und Hundefreunde. So leid es mir tut, viele Hundehalter sind pure Egoisten.

    • Robin am 06.10.2019 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Ja, natürlich, alle sind so!!!!!!!! Sie werden es ja wissen!

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  • Fritz Von Franz am 05.10.2019 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Labradindong

    Ich würde mal gerne selber so was tun. Nur um zu sehen,was passiert.

    • Avenarius am 06.10.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Magiiiic

      Probieren Sie's in der Familie - vielleicht gibt's nen Ruck in der Evolution bei Ihnen :-)

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  • JohnDoe_ZH am 05.10.2019 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frsge

    Kann man diese Entwicklung auch auf die Menschen übertragen?

    • Sonodo am 10.10.2019 10:29 Report Diesen Beitrag melden

      So oder so

      Ist bereits im Gange...

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