Raumfahrt

17. Februar 2011 08:53; Akt: 17.02.2011 09:34 Print

«Kepler» im zweiten Anlauf zur ISS gestartet

Im zweiten Anlauf ist ein unbemannter Raumtransporter zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Im Gepäck sind Lebensmittel und Kleider für die Crew der Raumstation.

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Ariane-Start am späten Dienstagabend in Kourou in Französisch-Guyana. (Bild: Keystone/EPA/ESA)

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Der Frachter «Johannes Kepler» hob am späten Mittwochabend an Bord einer Ariane-5-Rakete vom europäischen Raumfahrtzentrum Kourou in Südamerika ab. Damit der Transporter die Internationale Raumstation ISS erreiche, habe die Trägerrakete zu genau diesem Zeitpunkt starten müssen, sagte der Chef von Arianespace Jean-Yves Le Gall.

Kurz nach Mitternacht setzte die Ariane-Rakete das unbemannte Versorgungsschiff in einer Höhe von 260 Kilometern im All ab. Es war der 200. Flug einer Ariane-Rakete. Am Dienstagabend war der Start des Raumtransporters wegen fehlerhafter Sensoranzeigen vier Minuten vor Ablauf des Countdowns abgebrochen worden. 2008 war erstmals ein Transporter zur ISS geflogen.

Mit einem Gewicht von mehr als 20 Tonnen ist der Raumtransporter, der nach dem deutschen Astronom aus dem 16. Jahrhundert benannt ist, mit Abstand die grösste Last, die die Ariane bisher transportieren musste.

Der Weltraumfrachter hat mehr als sieben Tonnen Ladung an Bord, darunter Lebensmittel und Treibstoff, Kleidung und Ersatzteile. Zudem ist er mit seinen Raketendüsen für die Korrektur der ISS-Flughöhe zuständig. Am 24. Februar soll das Raumschiff automatisch an die Station andocken und dann bis Anfang Juni im All bleiben, bevor es mit Abfall an Bord abgekoppelt wird und in der Atmosphäre verglüht.

ISS mit neuen Sensormodulen

An der Raumstation ISS verlief derweil auch der zweite Ausseneinsatz in diesem Jahr war erfolgreich: Zwei Kosmonauten brachten dabei Forschungssensoren an der Aussenwand an. Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka installierten während ihres knapp fünfstündigen Einsatzes im freien Weltraum unter anderem Sensoren zur Registrierung von Erdbeben und Blitzeinschlägen an das russische Modul «Swesda».

(sda)