«Gesundheitsschädlich»

06. Oktober 2019 12:48; Akt: 06.10.2019 12:48 Print

Ärztin warnt vor Kim Kardashians Waist-Trainer

Kim Kardashians Skims-Waist-Trainer sind von XXS bis XXXXL ausverkauft. Einer Ärztin macht die Nachfrage überhaupt keine Freude.

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Ihre Silhouette (die Kontur des Körpers) verdankt Kim Kardashian formender Unterwäsche. Mit Skims hat sie sogar ihre eigene Shapewear im Angebot. Für 68 Dollar gibts einen bereits ausverkauften Taillentrainer, der eine schlankere Taille machen soll. Doch es gibt Kritik: Laut US-Ärztin Dena Barsoum suggerieren sie eine schnelle und einfache Lösung, bringen aber nichts. Im Gegenteil: Sie schaden sogar. Unter anderem würden die inneren Organe eingequetscht. (Im Bild: US-Komikerin Tina Fey zeigt David Letterman ihre Shapewear, 2015) Auch andere Kleidungsstücke erfreuen Mediziner nur bedingt: Skinny Jeans sind laut britischen Chiropraktikern mit Vorsicht zu geniessen. Ihnen zufolge verursachen die knallengen Hosen über kurz oder lang Rückenschmerzen. Dies, weil sie die Bewegungsfreiheit einschränken. Gleiches gelte übrigens für grosse Fell-Kapuzen ... ... und schwere Statement-Ketten. Zwar gibt es auch Gegenstimmen zu dieser Studie, aber unumstritten ist, dass die falsche Kleidung gesundheitliche Folgen haben kann. Von welchen Kleidungsstücken man sonst noch besser Abstand hält, erfährst du in den nächsten Bildern. Zugegeben: machen eine tolle Figur. Doch wer sich regelrecht hineinquetschen muss, schadet seiner Gesundheit gleich mehrfach. Denn spannt die enge Jeans nicht nur am Bein, sondern auch im Schritt, steigt das Risiko für eine Blasenentzündung deutlich an. Und das ist noch nicht alles: Auch zu Quetschungen kann es kommen. Auch eine Hose mit sogenanntem . Was das konkret heisst? Sie können die Atmung verändern. Normalerweise atmet man in den Bauch und füllt so die Lungen. Doch wenn der Bauch immer eingeengt wird, atmet man irgendwann nur noch über die Brust ein. Das führt zu Verspannung: Schulter- und Nackenbeschwerden, Depressionen, Kopf- und Bauchschmerzen sowie Angstzustände können die Folge sein. Bei High Heels liegen die schädlichen Effekte von Kleidung auf der Hand. Doch bei anderen Stücken ist das nicht so einfach zu erkennen. Keine Frage: Auf ist eine Frau viel eleganter unterwegs als auf flachen Sohlen, denn beim Laufen auf der vorderen Fusspartie wird der ganze Körper etwas mehr nach vorn gebeugt. Um das auszubalancieren, drücken Frauen den Rücken mehr durch. Das sorgt für einen aufrechteren Gang, was von Betrachtern in der Regel als sexy wahrgenommen wird. Doch durch den veränderten Gang werden die Fussballen stark belastet. Das leistet Zehenfehlstellungen im Allgemeinen und einem späteren Hallux im Besonderen Vorschub. Ausserdem verkürzt das Gehen auf hohen Absätzen mit der Zeit die Wadenmuskulatur. Auch der Rücken hat wenig Freude an hohen Schuhen: Einerseits setzt langes Tragen von High Heels der Wirbelsäule zu, andererseits kann es zu Verspannungen und Verschiebungen der Hüfte sowie zu Arthritis kommen. Nur weil Sie von hohen Absätzen absehen sollten, heisst das nicht, dass das Gegenteil besser ist: Auch sollten nicht über längere Zeit getragen werden. Die britische nationale Gesundheitsbehörde kann ein Lied davon singen: Sie gibt jährlich 40 Millionen Pfund für die Heilung von Flip-Flop-Schäden aus. Der Grund: Weil die Schuhe weder Halt bieten noch Fussbett haben und die Sohle bei jeder Belastung zusätzlich einsinkt, werden bis hinauf zum Nacken Teile der Muskulatur beansprucht, die sonst nicht benötigt werden. Das macht den Träger instabil und beschert ihm Schmerzen. Getreu dem Motto «Aller guten Dinge sind drei» sollten auch nur hin und wieder die Füsse zieren. Sie lassen uns zwar grösser wirken und strecken optisch die Beine, aber der Preis, den man dafür zahlt, ist hoch. Denn auf den dicken Sohlen lässt sich der Fuss nicht richtig abrollen, die Venen-Pumpfunktion der Beinmuskeln wird gestört. Auch der Verschleiss der Gelenke wird dadurch begünstigt, wie eine Studie der Iowa State University zeigte. Auch Kleidungsstücke, die normalerweise drunter getragen werden, können dem Träger das Leben schwer machen. So auch . Die dünnen Stoffstreifen können leicht scheuern. Wo sie reiben, kann es schnell zu Entzündungen kommen. Ausserdem können Bakterien vom Po nach vorn wandern und Infektionen hervorrufen. Ebenfalls ein leichtes Spiel haben Pilzinfektionen. Für manch ein Outfit mögen das Tüpfelchen auf dem i sein. Allerdings können auch sie den Trägerinnen gefährlich werden. Denn um sie vom Rutschen abzuhalten, haben die meisten Modelle am oberen Rand ein Silikonband. Einige Frauen reagieren darauf mit Hautreizungen und -rötungen. Sitzt der Strumpf dazu noch zu eng, schnürt er ein. Augen auf beim BH-Kauf, raten Mediziner. Denn nur ein gut sitzender unterstützt die weibliche Brust, ein schlecht sitzender hingegen kann Schulter- und Arm-Beschwerden auslösen sowie zu Verspannungen im Schultergürtel sowie Hals- und Nackenbereich führen. Doch das ist noch nicht alles. Liegt der BH zu eng an, verschlechtert sich die Durchblutung der darunterliegenden Körperpartien. Die Konsequenz: Die Gefässe versorgen die Haut nicht mehr ausreichend mit Blut, sie wird trocken und faltig. sehen in der Regel gut aus, aber jeden Morgen sollte man aufs Neue überprüfen, ob man sie wirklich anziehen will. Für die Gesundheit der Nieren kann diese Mode ziemlich gefährlich werden. Denn die Nierengegend bleibt ungeschützt. Dadurch können schmerzhafte Nierenbeckenentzündungen entstehen. Zugegeben: sind praktisch, schliesslich kann man in ihnen jede Menge verstauen und ist so auf alle Eventualitäten vorbereitet. Das Problem: Die Taschen wiegen mitunter schwer, was kurzfristig zu einer einseitigen Belastung der Schulter führen kann. Langfristig sind Verspannungen, Fehlhaltungen und Rückenschmerzen die Folge. Viele Menschen sind entweder der Meinung, eine müsse vor allem gut aussehen oder besonders teuer sein. Beides ist falsch: Man sollte beim Kauf besser auf etwas anderes achten. Eine Sonnenbrille ist nur dann gut, wenn sie die Augen vor UV-Strahlen schützt. Eine Sonnenbrille, die nur verdunkelt, tut dies nicht - weil sich dadurch die Pupille erweitert und mehr Licht hereinlässt, kann sie sogar schädlich sein. Ein Mindestmass an Qualität wird durch das CE-Zeichen ausgedrückt. Auch sollte die Brille mit «100% UV» angeschrieben sein. Auch Kleidungsstücke für Männer können problematisch sein: So bereitet manchen Männern nicht nur das Binden von Krawatten Kopfzerbrechen. Laut einer vom «Le Matin» zitierten Studie kaufen 67 Prozent der Männer zu enge Hemden und binden ihre Krawatten zu eng. In der Folge kann es zu Problemen mit der Blutzirkulation, Kopf-, Schulter- und Rückenschmerzen kommen.

Zum Thema
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Kim Kardashian ist ein Fan von Corsagen, Korsetts und formender Unterwäsche. Sie trägt sie gern und oft extreme Modelle. Und sie steht nicht nur dazu, zurzeit verdient sich Kim auch mit ihrer eigenen Shapewear-Kollektion Skims eine goldene Nase.

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Um die 68 Dollar kostet ein bereits ausverkaufter Taillen-Trainer, der eine schlankere Taille macht. Kim empfiehlt ihn als Geschenk für Post-Baby-Freundinnen und natürlich für den eigenen Gebrauch.

«Eine Menge gesundheitsschädlicher Nebenwirkungen»

Wenig begeistert von Skims zeigt sich Dena Barsoum vom New Yorker Hospital for Special Surgery auf Pagesix.com. Sie warnt: «Sie suggerieren eine schnelle und einfache Lösung, aber Taillen-Trainer verbrennen kein Fett und helfen auch nicht, es zu verlieren, und sie haben eine Menge gesundheitsschädlicher Nebenwirkungen.»

«Es gibt einen Grund, warum unsere Körper die Form haben, die sie haben. Taillen-Trainer pressen alles in der Bauchhöhle zusammen. Nicht nur die Muskeln und die Haut, sondern auch die Eingeweide, den Bauch, die Leber, das Rückgrat, die Nieren – und sie alle brachen Platz, um zu funktionieren.»

Angeknackste Rippen, eingeklemmte Nerven

Beim Tragen, so die Ärztin, sind Verdauungsstörungen oder Sodbrennen noch die harmloseren Nebenwirkungen. Das Pseudo-Korsett könnte selbst Rippen anknacksen oder Nerven einzwicken.

Ausserdem dürfe man nicht vergessen, dass man trotz Taillentrainer sicher nicht ausschaue wie Kim Kardashian. Dafür fehle immer noch der persönliche Trainer, mit dem man Tag und Nacht arbeitet, das Schminkteam und die professionellen Fotografen, die dafür sorgten, dass sie Fotos perfekt seien.

Doch nicht nur Kims Skims stehen in der Kritik. Schon vor einigen Jahren attestierten Mediziner den Spanx-Höschen gesundheitliche Nebenwirkungen. Diese reichen von Verdauungsproblemen bis hin zu Atemproblemen, die über kurz oder lang sogar zu Bluthochdruck und in der Folge zu Herz-Kreislauf- sowie Augenproblemen und Niereninsuffizienz führen können.

Welche Kleidungsstücke sonst noch mit Vorsicht zu geniessen sind, erfährst du in der obigen Bildstrecke.


Ungeachtet der Medizinerratschläge schwört Kim Kardashian auf Shapewear. Früher will sie sogar drei Shapers übereinander getragen haben. (Video: Skims.com)

(Iam/heute.at)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kaa73 am 06.10.2019 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ....

    Finds obergrässlich. Fast schon so, als hätt sich die Gute auch Rippen raus operieren lassen. Mir auch ein Rätsel, weshalb überhaupt solch grosse Riesen-po's ,derart inn werden konnten...

  • kk8000 am 06.10.2019 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues!

    Ein Korsett ist nichts neues. Gab es schon im 15. Jahrhundert. Vor allem wird nicht trainiert, sondern geschnürt und eingeengt. Da wird die Muskulatur schwach und die Atmung flach. Hauptsache bei Kim K. klingelt die Kasse. So was unbequemes würde ich freiwillig nie tragen.

  • Anja am 06.10.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit

    gesunder Ernährung und Sport? Auch eine Variante den Körper zu formen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 06.10.2019 19:19 Report Diesen Beitrag melden

    Alt genug

    Die Frauen sind alt genug um selber zu wissen was Sie Anziehen sollen. Und wenn, es der Schönheit dient okay, aber hinterher zu jammern wegen der Gesundheit und auch kein Mann hat dann noch Interesse an Euch. Weniger ist manchmal besser

  • Neumann am 06.10.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Ich bewundere, nein vergöttere diese Kim. So eine tolle, hübsche und kluge Frau. Zudem geschäftstüchtig, tiefgründig, selbstlos und bescheiden. Eigentlich ihre ganze Familie. Solche Vorbilder sollten wir mehr haben hier in der Schweiz, wo jeder so egozentrisch und selbstverliebt ist und nur auf Geld und Aussehen schaut. Kim ist sowas von toll.

  • 50+ am 06.10.2019 18:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht mein Typ

    wie schön könnte diese Frau aussehen? Ohne all diese extremen Veränderungen, mehr auf Natürlichkeit? Ich denke, KK könnte mir dann sogar gefallen

  • Ewignörgelnder Erbsenzähler am 06.10.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Und zur Illustration

    von halterlosen Strümpfen (Bild 21/32) müssen Strumpfhosen gezeigt werden?

  • Tja am 06.10.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache gesund

    Zum Glück trage ich nichts von dem was oben aufgeführt ist. Kleidung muss primär bequem sein. Manche finden das vielleicht unästhetisch aber dafür bin ich gesund.