Spital

23. März 2020 15:09; Akt: 23.03.2020 15:09 Print

130'000 Franken für ein neues Beatmungsgerät

Beatmungsgeräte sind zurzeit Mangelware: Ein Spital aus Kanada verspricht 130'000 Franken, wenn man eine clevere Idee für eine solche Maschine hat.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März 2020. (Video: Wibbitz)
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Moderne Beatmungsgeräte in Spitälern sind so teuer wie ein Auto. Eine durchschnittliche Maschine auf Krankenhausniveau kostet in normalen Zeiten rund 25'000 Dollar, erklärt Richard Branson, ein Atemwegtherapeut und ehemaliger Professor an der Universität von Cincinnati. «Maschinen mit den neusten Funktionen kosten schnell das Doppelte», sagt Branson gegenüber Forbes.com.

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Wegen der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach den Geräten so hoch wie selten. Mehrere Gerätehersteller haben angekündigt, ihre Produktion aus diesem Grund hochzufahren. Die Schweiz ist ebenfalls daran, die Anzahl der Maschinen aufzustocken. Es sind 900 zusätzliche Beatmungsgeräte bestellt worden.

Neues Modell

Was man sonst noch machen kann, um den drohenden Mangel an Medizintechnik einzudämmen, zeigt zurzeit ein Spital aus Kanada. Es hat einen Wettbewerb ausgeschrieben, um Ideen für ein leicht herstellbares, einfaches und kostengünstiges Beatmungsgerät zu finden. Dieses soll dann eingesetzt werden können, um überall Leben zu retten.

CNC-Fräsen, 3-D-Drucker, Smartphones, Mini-Computer: In unserer modernen Welt haben wir alles, was es braucht, um ein solches Gerät zu bauen, schreiben die Macher. Alles, was noch fehle, sei das Design, heisst es auf der Website.

Teams aus aller Welt dürfen an der Challenge teilnehmen. Jedes Team muss aber mindestens einen Arzt und einen Techniker mit entsprechender Sicherheitszertifizierung an Bord haben.

Geld für Gewinner

Den Gewinnern winkt eine Geldprämie von umgerechnet 130'000 Franken. Die Teams dürfen Patente für ihr Design anmelden. Dies allerdings nur unter der Bedingung, dass das Design während der Coronavirus-Pandemie von allen kostenlos genutzt werden darf.

Da die Zeit drängt, werden Einsendungen nur bis am 31. März angenommen. Eine Fachjury wird alle Einsendungen bewerten. Am 15. April werden die drei besten Vorschläge veröffentlicht, heisst es. Sie werden allen Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Das neue Coronavirus könnte laut Experten zwischen 60 bis zu 70 Prozent der Bevölkerung infizieren. Ein Teil davon – vermutlich um die fünf Prozent – ist auf Intensivpflege angewiesen.

(tob)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nino am 23.03.2020 15:18 Report Diesen Beitrag melden

    Braucht keinen Wettbewerb

    Die 25'000 kostet es ja nicht, weil es 25'000 wert hat. Sondern weil jemand bereit ist so viel zu bezahlen. Wetten die selben Geräte liessen sich auch für 2'500.- in Massen produzieren. Wieso sollte der Hersteller das tun, wenn jemand bereit ist das zehnfache zu bezahlen.

    einklappen einklappen
  • Jörg Frei am 23.03.2020 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    jaja angeblich beste gesundheitssystem der welt!! Zumindest dass teuerste ist es!!!

    einklappen einklappen
  • BRUMMPÄNGLI am 23.03.2020 15:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sehr gut

    Das ist eine super Idee.. Bravo

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz Rammstein am 31.03.2020 08:13 Report Diesen Beitrag melden

    Blasbalg

    Mein Beatmungsgerät ist ein Blasbalg fürs Chemineé mehr braucht es nicht kostet nur 13 CHF nicht 130 000.- .

  • danika am 27.03.2020 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eigener Markt

    Was ist nun plötzlich ein Thema dass schon immer so war in einer Branche wo der Preis zählt und nicht der Wert eines Produktes?. Für 130'000 könnte man z.b. 400 einfache Terminal-Business-PC in China bestellen inkl. Betriebssystem-Lizenz und für 1,3 Mio. an einem Spital verkaufen. Wer will da nun reklamieren dass ein Spital für 1,3 Mio. 400 Arbeitsplätze aufgerüstet hat, wenn man die Relationen dahinter nicht mehr erkennen kann?

  • K. Meier am 27.03.2020 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ham Radio

    In den USA haben das Funkamateure schon in die Hand genommen. Radio Amateurs Team Up to Help University Design Low-Cost Ventilator

  • Toby am 27.03.2020 06:40 Report Diesen Beitrag melden

    Manuell

    Mittlerweile gibt es doch zig tausende immune Menschen. Sollen die in die Spitäler und zu 6. enen Patienten per Ambubeutel manuell 24/7 beatmen. Ob am Ende des Beatmungsschlauchs ne Maschine oder ein Mensch sitzt.... Sauerstoffgehalt im Blut lässt sich ja überwachen... Ist er zu niedrig muss halt schneller gedrückt werden. Sauerstoff zuführen ginge sicher auch... Muss ja nicht schön aussehen, einfach funktionieren...

  • Fabio am 26.03.2020 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    Der echte Hammer folgt noch!

    "Medikamente", "Impfungen", "unabdingbare" med. Geräte usw., ajajajajaj! Das wird teuer, sehr teuer werden! Man wird uns all das Zeug zu Preisen a lá Apple, sprich kosten tuts zwar nur wenige Franken, verkaufen wird man es uns aber für min. das 10'000- fache! Wirkung? Naja, ungefähr so gut wie das Tamiflu oder die jährliche "Grippeimpfung";-)