Ursachensuche

07. Februar 2019 14:04; Akt: 07.02.2019 14:04 Print

20'000 tote Alkenvögel bereiten Experten Sorge

Im Januar havarierte das Containerschiff MSC Zoe vor der niederländischen Küste. Das könnte für den Tod Tausender Vögel verantwortlich sein.

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Gestatten, eine Gruppe von Trottellummen. Die zur Familie der Alkenvögel gehörenden Tiere sind in der Regel dort anzutreffen, wo kalte und warme Meeresströmungen zusammentreffen. Doch nun sind rund 20'000 Exemplare tot aufgefunden worden. (Symbolbild) Die Tierkadaver finden sich von den nördlichen Watteninseln bis zu Zeelands Stränden im Südwesten. Die Gründe für das Massensterben sind unklar. Allerdings wird darüber spekuliert, ob es einen Zusammenhang zwischen den Vögeln und der Havarie des Containerschiffs MSC Zoe in der Nordsee geben könnte. Die MSC Zoe hat durch die Havarie am 2. Januar 2019 bei einem Sturm nach neusten Angaben des Ministeriums für Verkehr und Wasserwirtschaft der Niederlande nicht wie bis anhin gedacht 270, sondern mindestens 345 Container verloren. Die Reederei Mediterranean Shipping Company (MSC) mit Sitz in Genf hat dem Ministerium die neuen Zahlen mitgeteilt. Eine endgültige Liste der verlorenen Güter wird für Mitte Februar erwartet, heisst es. Die Reederei begründet die Unklarheit damit, dass die MSC Zoe erst am vergangenen Wochenende entladen werden konnte. Dem Unternehmen war die Diskrepanz somit erst im Zielhafen Danzig aufgefallen. Es werden noch 54 Container vermisst, darunter auch zwei, die Gefahrgut enthalten. Der Inhalt einiger Container wurde an den Strand der niederländischen Küste gespült. Bereits kurz nach der Havarie waren 20 der verlorenen Container in niederländischen Gewässern geortet worden, sechs weitere in deutschen Gewässern. In den Containern befanden sich etwa Fernseher oder Spielzeug. Auch grosse Mengen Styropor waren in den Behältern.

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In der niederländischen Nordsee hat es ein rätselhaftes Massensterben von Alkenvögeln gegeben. Wie Forscher am Mittwoch mitteilten, wurden 20'000 tote Trottellummen angeschwemmt – von den nördlichen Watteninseln bis zu Zeelands Stränden im Südwesten. Alle Vögel wiesen demnach Zeichen schwerer Entkräftung auf.

Der Meeresbiologe Mardik Leopold von der Universität Wageningen sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Lage sei «alarmierend». Die Gründe für das Massensterben seien unklar. Möglicherweise führte das stürmische Winterwetter dazu, dass die Tiere keine Kraft hatten, Heringe oder Sprotten zu sich zu nehmen. Die Frage sei allerdings, warum es das Massensterben nur in den Niederlanden gegeben habe.

Spekulationen und Pläne

In niederländischen Medien wurde darüber spekuliert, ob es einen Zusammenhang zwischen den toten Vögeln und der Havarie des Containerschiffs MSC Zoe in der Nordsee geben könnte. Dabei waren Anfang Januar während eines Sturms im Seegebiet vor der deutsch-niederländischen Grenze zahlreiche Container über Bord gegangen, darunter zwei mit Gefahrgut.

Die Schweizer Reederei MSC sprach am Mittwoch nach niederländischen Angaben von mindestens 341 Containern. Vorher war von rund 270 Containern die Rede gewesen. Dadurch gelangten Schuhe, Autoteile, Plastikspielzeug und Kunststoffe ins Meer.

Erste Untersuchungen ergaben, dass sich in den Mägen der Vögel keine Plastikteile befanden, wie Leopold erklärte. Kommende Woche wollen die Wissenschaftler an den toten Vögeln Autopsien im grossen Massstab vornehmen.

«Schweizer Reederei soll Verantwortung tragen»

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jurist am 07.02.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht 5G?

    Vielleicht hat das ja auch was mit dem 5G netz zu tun, dass angeblich in den Niederlanden getestet wird.

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  • thinking am 07.02.2019 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    aufwachen!

    Grund sind Tests des 5G Netzes!

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  • Restawi am 07.02.2019 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plastik

    Mägen auf Plastik kontrollieren, ist ebenfalls ein sehr grosses Problem in den Meeren, das niemand löst!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Amadeus99 am 09.02.2019 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Respekt vor Natur!

    Die Natur wird zurückholen, was ihr gehört und sie wird keine Rücksicht nehmen auf die Menschen, diese haben keinen Respekt vor der Natur! Wie vor sehr langer Zeit gesagt, werden Stürme, Waldbrände, Überschwemmungen, Erdbeben, Vulkanausbrüche zunehmen und es wird 100'000sende Tote geben! Es wird Tornados in Europa geben, die Winter werden in den nördlichen Teilen sehr kalt werden, dass wegen des Klimawandels und der Verschiebung des Nordpols und die Sommer heiss! Trinkwasser wird es weniger geben, es werden deshalb Kriege geführt und die Flüchtlingszahl wird deshalb zunehmen!

    • Huldrich Zwingli ? am 10.02.2019 10:47 Report Diesen Beitrag melden

      BlaBla

      Es reicht nicht mit Hunderttausenden Opfern. Um zu einer vernünftigen Balance zu kommen, braucht es hunderte von Millionen toter Menschen. Erst dann wird es besser.

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  • standard Ursache am 09.02.2019 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    keine Frage

    jemand wird sicher den Klimawandel als Ursache bemühen.

  • Otti Kuhn am 07.02.2019 17:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ueli's Finanzdeartement wird Federn lassen

    Jhoffen wir, dass dieMSC zu Kasse gebeten wird. Ansonsten der Bund mit Steuergedern einspringt.

  • egne am 07.02.2019 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    könnte..

    Sagt schon alles. Hätte ich 6 richtige im Lotto, wäre ich Millionär. Sicher, dass nicht der vom Menschen verursachte Klimawandel Ursächlich ist?

  • Pia Zil lig am 07.02.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hier

    hier sollten die Schüler hinsehen, nicht wegen ein paar Flügen zuviel

    • Mina am 07.02.2019 18:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pia Zil lig

      Meinen Sie die Schüler schauen/thematisieren nur 'die Flüge'. Die Medien bauschen dieses Thema auf und der Normalo glaubt nur noch dies. Alles andere 'das Gesamte' wird doch gar nicht publiziert. Aber man könnte sich gescheit machen - wenn man will - aber man will ja gar nicht. Wissen Sie, wenn ich mich nicht einschränken will und überlegt die Ressourcen benutze, dann sind mir auch diese Vögel egal.

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