Physik

08. November 2010 08:43; Akt: 02.12.2011 16:43 Print

CERN tritt in eine neue Phase

Der Teilchenbeschleuniger LHC am CERN in Genf tritt in eine neue Experimentierphase. In den nächsten Wochen werden nicht mehr Protonen, sondern positiv geladene Bleipartikel aufeinander prallen.

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Die Forscher hätten alle gesetzten Ziele für das erste Jahr der Protonenphysik im LHC erreicht. In den letzten Tagen habe die Maschine gar eine Kollisionsrate erreicht, die doppelt so hoch liege wie der angepeilte Höchstwert.

Die Experimente würden schon jetzt einen aufregenden flüchtigen Blick auf die neuen Grenzen der Physik erlauben, wird Sergio Bertolucci, Direktor für Forschung und Datenverarbeitung, zitiert. 2011 wollen die Forscher so viele Daten aus Protonenkollisionen sammeln, dass sie in ganz neue Sphären der Physik vorstossen.

In den nächsten Wochen werden im LHC nun so genannte Bleiionen zur Kollision gebracht - also Bleiatome, denen die Elektronen entfernt wurden. Dabei sollen laut den Forschern winzige Mengen jener Materie entstehen, aus der in den ersten Momenten nach dem Urknall die Materie entstand, wie wir sie heute kennen.

Am 6. Dezember soll der LHC für Unterhaltsarbeiten abgeschaltet werden. Im Februar 2011 wollen die CERN-Forscher die ringförmige Anlage unter Genf, die einen Umfang von rund 27 Kilometern hat, wieder in Betrieb nehmen. Dann werden wieder Protonen, positiv geladene Elementarteilchen der Materie, aufeinandergeschossen.

(sda)