Medizinische Sensation

09. Oktober 2019 17:07; Akt: 09.10.2019 17:07 Print

Frau (36) mit zwei Vaginen wird Mutter

Eine 36-Jährige hat in England ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Die Geburt ist ist höchst aussergewöhnlich, denn die Frau hat zwei Vaginen und zwei Gebärmütter.

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Entgegen der Prognose ihrer Ärzte ging der grösste Wunsch von Eleanor Rowe aus dem englischen Ranskill in Nottinghamshire nun doch in Erfüllung.

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Die 36-Jährige ist zum ersten Mal Mutter geworden und brachte eine gesunde Tochter zur Welt. Doch die Geburt ist eine wahre medizinische Sensation.

Denn die Engländerin wurde mit der seltenen Uterus-Fehlbildung Uterus didelphys geboren. Das bedeutet, dass Rowe zwei Vaginen und zwei Gebärmütter hat.

Eizellen eingefroren

Dass sie einen Uterus didelphys hat, erfuhr sie erst mit 30 Jahren. Da sie damals single war, wollte sie sich Eizellen einfrieren lassen. Die Ärzte führten einen 3-D-Scan ihrer Gebärmutter durch und stiessen dabei auf die Fehlbildung.

In einer korrigierenden Operation entfernten Ärzte jene Wand, die ihre Vaginen trennten, die beiden Gebärmütter beliessen sie im Körper der Britin.

Trotz der erfolgreichen OP warnten sie die Mediziner, dass eine 90-prozentige Wahrscheinlichkeit bestehe, bei einer künftigen Schwangerschaft eine Fehlgeburt zu erleiden.

Vor drei Jahren lernte die Engländerin dann ihren jetzigen Mann kennen. Und nachdem sich die beiden zwei Jahre später vor dem Traualtar das Jawort gegeben hatten, wurde Eleanor schwanger.

Happy End

Tatsächlich verlor sie das Kind im ersten Trimester. Der Fötus hatte sich an der dünnen Wand, der beide Gebärmütter voneinander trennt, festgesetzt. Doch nur wenig später wurde sie erneut schwanger. Und diesmal ging alles gut. Seit Juli 2019 ist sie glückliches Mami einer Tochter.

«Der Zeitpunkt war etwas komisch. Ich betrauerte gerade den Verlust meines ersten Babys – wir haben uns von einem Baby verabschiedet und ein anderes kam zu uns», sagte Eleanor Rowe zum «Daily Mirror».

Mit ihrer Geschichte möchte die 36-Jährige anderen Frauen und werdenden Müttern Hoffnung machen. Man solle immer an ein Happy End glauben.

(wil/jcg)