Aorta-Prothese

17. September 2019 14:09; Akt: 17.09.2019 16:34 Print

Hier retten Zürcher Ärzte Fabian (9) das Leben

Wegen Rückenschmerzen wurde ein Bub mit einer seltenen Krankheit ins Kinderspital eingeliefert. Dank einer Not-OP am Universitätsspital hat er überlebt.

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Am Zürcher Unispital haben Ärzte bei einem 9-Jährigen eine Operation durchgeführt, die weltweit erst dreimal bei einem Kind angewendet wurde. Um Fabian* das Leben zu retten, musste ein grosser Teil seiner Hauptschlagader durch eine Prothese ersetzt werden.

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Der 9-Jährige, der kürzlich im Universitätsspital Zürich (USZ) operiert wurde, leidet an einer sehr seltenen Krankheit, wie es in einer Mitteilung des Spitals vom Dienstag heisst. Das Loeys-Dietz-Syndrom (LDS) ist eine angeborene Bindegewebserkrankung, deren Ursache in einer genetischen Mutation liegt.

Bub kam mit Rückenschmerzen in Klinik

Die Krankheit, von der in der Schweiz nur wenige betroffen sind, zeige sich vor allem in der Erweiterung der Hauptschlagader, wie das USZ schreibt. Betroffene leiden aber auch an Gefässveränderungen im gesamten Körper, Gesichtsauffälligkeiten und überbeweglichen Gelenken, die zu einer generellen Körperinstabilität führen können.

Die grösste Gefahr dieser Krankheit birgt aber die Erweiterung der Aorta, die im schlimmsten Fall zu platzen droht. Der Knabe kam wegen starker Rückenschmerzen ins Kinderspital Zürich. Dort stellten die Ärzte fest, dass sich die Wandschicht seiner Hauptschlagader aufgespalten hatte – eine akut lebensbedrohliche Situation.

Lebensrettender Eingriff

Unbehandelt hätte dieser Zustand innert weniger Tage zum Tod führen können, schreibt das USZ. Gefässspezialisten am Universitätsspital entschieden schliesslich, den einzig möglichen Eingriff vorzunehmen, um das Kind zu retten. Es sei weltweit das erste Mal, dass diese Operation notfallmässig bei einem Kind durchgeführt worden sei.

In einer ersten Operation wurde dem Knaben der Aortenbogen oberhalb des Herzens durch eine Prothese ersetzt. Für diesen Eingriff erhielten die Spezialisten Unterstützung vom Kinderherzchirurgen René Prêtre. Drei Tage später wurde fast der gesamte Teil der senkrecht verlaufenden Hauptschlagader in Brustkorb und Bauch ersetzt.

Weltweit nur drei Fälle bekannt

Insgesamt wurden dem Bub 40 Zentimeter der Hauptschlagader durch eine Gefässprothese ersetzt. Wenn der verbliebene, nicht ersetzte Teil der Aorta ausreiche, um das zu erwartende Grössenwachstum auszugleichen, sei keine weitere Anpassungsoperation mehr nötig, schreibt das USZ. Der Bub überstand die Operation gut und konnte nach 26 Tagen nach Hause.

Weltweit sind gemäss Universitätsspital Zürich nur drei Fälle von LDS-Patienten bekannt, bei denen schon im Kindesalter der Ersatz der Hauptschlagader aufgrund einer Aortendissektion nötig war.

* Name vom Unispital geändert.

(vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werner Bisang am 17.09.2019 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Einfach mal ein riesen Dankeschön an die Chirurgen. Was ihr jeden Tag leistet verdient höchsten Respekt (dem Pflegepersonal im Spital natürlich ebenso).

  • Grübel am 17.09.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow

    Unglaublich, die Fähigkeiten dieser Ärzte ! Meine Hochachtung !

  • Emilio Dorizzi am 17.09.2019 17:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Bravo wir haben Super Kinderärzte

Die neusten Leser-Kommentare

  • reto monte am 18.09.2019 15:57 Report Diesen Beitrag melden

    genetische Mutation?

    Das Wort genetische Mutation beunruhigt mich ein wenig.....

  • Dankbare am 17.09.2019 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Sehr gut gemacht!

  • Sulj am 17.09.2019 19:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sensationell was die Ärzte alles für's Leben tun..

    Grossartig was unsere Ärzte in der heutigen Zeit alles bewerkstelligen können, einfach sensationell, herzliche Gratulation den Ärzten und allen Mitbeteiligten und dem Fabian wünsche ich gute Genesung und alles Gute sowie ein langes Leben..

  • 101st am 17.09.2019 19:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich ziehe den Hut

    Schon krass was die Medizin heutzutage kann. Echte Profis. Meine Hochachtung.

  • r zeller sigriswil am 17.09.2019 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    op. zürich

    Bravo dem Ärzte Team und danke. Gute erholung dem patient.