Astronomie

14. Juli 2019 10:51; Akt: 22.07.2019 07:43 Print

Das war die letzte partielle Mondfinsternis bis 2022

In der Nacht auf Mittwoch hat der Mond den Kernschatten der Erde durchlaufen. Um 23.30 Uhr wurde die maximale Bedeckung von zwei Dritteln erreicht.

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Ein Flugzeug fliegt um 22.31 Uhr am Mond vorbei, der zu diesem Zeitpunkt bereits teilweise in den Erdschatten eingetreten ist (Standort: Frankfurt am Main). (16. Juli 2019) Die partielle Mondfinsternis - hier zu sehen im deutschen Magdeburg. (16. Juli 2019) Auch in Österreich machten sich Hobbyastronomen bereit. (16. Juli 2019) Blick auf den Mond während der partiellen Mondfinsternis in Basel kurz vor Mitternacht. (16. Juli 2019) Eine vergangene, partielle Mondfinsternis über den Berner Alpen. (7. August 2017) Da der Mond nicht vollständig in den Kernschatten der Erde (Umbra) eintreten wird, kommt es nur zu einer partiellen Mondfinsternis. Wie schön eine Mondfinsternis sein kann, zeigen die folgenden Bilder vom 27. Juli 2018. Aber aufgepasst: Damals war die Finsternis total. Am 16./17. Juli 2019 wird sie nur partiell sein. Dieses Bild wurde in Wengen aufgenommen, wie ein Leser-Reporter schreibt. Unter dem Mond ist das Jungfraujoch zu erkennen. Blutmond in Lucens VD. Die Mondfinsternis beim Säntis festgehalten hat das Teleskop in der Sternwarte Toggenburg in St.Peterzell, wie ein Leser-Reporter schreibt. Die Mondfinsternis liess sich auch aus dem Flugzeug bestens betrachten. Eine Leser-Reporterin aus Muttenz BL schreibt: «Was ich gesehen habe: ein Kind (Mars), das einem grossen, roten Ballon (Mond) hält...» Der Blutmond ganz gross Der Blutmond von der griechischen Insel Naxos aus gesehen: ein schönes Bild mit dem passenden Rahmen. Die Sicht auf dem Mond aus einer Terrasse. So nah und so rot! Blutmond zwischen den Türmen des Grossmünsters in Zürich. Auch in Wangen bei Olten waren der Blutmond und darunter der Mars zu sehen. Mondfinsternis mit dem Mars aus Arbon. Eine sehr ähnliche Aufnahme von einem anderen Leser-Reporter aus der Romandie. Romantischer geht es kaum: der Mond am Himmel über Burgdorf. Auch im Bruderholz Quartier in Basel ist der rote Mond gut zu sehen. Dutzende Menschen versammelten sich auf dem Sechseläutenplatz in Zürich, um die Mondfinsternis zu beobachten. Der rote Mond am Horizont in Langnau. Eine wundervolle Nahaufnahme, finden wir. Am Quai in Luzern wurden drei Linsenteleskope aufgestellt. Der rote Mond über dem wolkenlosen Gränichen AG. Auch in Spreitenbach herrscht Freude am roten Mond. Der Mond am noch nicht ganz dunklen Himmel über Winterthur. So schön war die Stimmung in Davos Platz. Himmelsgucker können zudem unterhalb des verfinsterten Monds den Roten Planeten Mars erkennen (auf diesem Bild etwas rechts unten). Der Mars befindet sich zurzeit in Erdnähe und leuchtet deshalb besonders hell. Auch hier ist der Mars - ein kleiner, leuchtender Punkt rechts unterhalb des Mondes - sehr schön zu erkennen. Der rote Mond über Italien. Wunderschön! Leser-Reporterin Isabel beobachtet die Finsternis am Strand von Sa Coma auf Mallorca. Sehen Sie den Mond? Da unten ist er, ganz klein. «Wir sind bereit», schreibt ein Leser-Reporter. Das ist die Redaktion von 20 Minuten auch! Ein 20-Minuten-Leser geniesst das Spektakel in der sommerlichen Dämmerung auf der Insel Rhodos. Menschen in Berlin geniessen das besondere Himmelsspektakel am Abend des 27. Juli 2018. Die gesamte Finsternis, von Eintritt bis Austritt aus dem Halbschatten, dauert über sechs Stunden. Auch in Tel Aviv gab es an dem milden Sommerabend eine gute Sicht auf den Blutmond. Zudem war der Mars der Erde so nah wie nur selten. Der Himmel über der Stadt Kairo in Ägypten: Der Mond blieb sichtbar und wurde in kupferrotes Licht getaucht.

Zum Thema
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Astronomiebegeisterte durften sich auf eine erneute Mondfinsternis freuen. Sie begann am Dienstag in den Abendstunden: Gegen 22 Uhr trat der Mond in den Kernschatten der Erde (Beginn der partiellen Finsternis) und erreichte gegen 23.30 Uhr die maximale Bedeckung von zwei Dritteln.

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Während fast drei Stunden befanden sich Teile des Mondes im Erdkernschatten. Gegen 1 Uhr nachts am Mittwoch verliess der Erdtrabant den Kernschatten wieder (Ende der partiellen Finsternis).

Wer das Ereignis verpasst hat, muss sich für die nächste Mondfinsternis etwas gedulden: Es wird die letzte von Mitteleuropa aus gut sichtbare Mondfinsternis bis zum 16. Mai 2022 sein.

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Finsternis nur bei Vollmond

Finsternisse sind das Ergebnis des himmlischen Wechselspiels von Sonne, Mond und Erde. Bei einer Mondfinsternis steht die Erde auf einer geraden Linie zwischen Sonne und Mond – der Vollmond taucht in den Schatten ein, den die von der Sonne angestrahlte Erde ins Weltall wirft.

Dass eine Mondfinsternis nicht jedes Mal bei Vollmond auftritt, ist auf die leichte Neigung der Mondbahn gegen die Ekliptik – die Ebene der Erdbahn – zurückzuführen. Wegen dieser Neigung von rund fünf Grad wandert der Mond auf seiner Bahn um die Erde meist ober- oder unterhalb des Erdschattens vorbei.

Nur wenn der Vollmond exakt in einem der beiden Schnittpunkte von Mondbahn- und Erdbahnebene steht, wird er vom Erdschatten erfasst. Diese Schnittpunkte heissen auch Drachenpunkte – in Anlehnung an die chinesische Mythologie: Beim Anblick einer Finsternis glaubten die Menschen im alten China, dass ein Himmelsdrache das Gestirn verschlingt.

Partielle Mondfinsternis 2019

(jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MadChengi am 14.07.2019 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Mystische Momente

    Ich geniesse solche Momente jeweils zum träumen, in den Himmel schauen in die Unendlichkeit des Alls. Da wird einem bewusst, wie klein wir und unser wundervoller blauer Planet doch sind. Science Fiction, die alten Götter , Geschichten aus grauer Vorzeit, Raum & Zeit verschmelzen in der Schwärze des Nachthimmels!

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  • Ed am 14.07.2019 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da ist was dran..

    In der nacht wird es rund um den Mond herum finster..

  • Sigi Lulu am 14.07.2019 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    über den Wolken..

    Freue mich darauf, um ein paar Bilder zu schiessen und mir wieder bewusst zu werden, wie klein und unbedeutenden unser Dasein ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Agasul26 am 07.08.2019 11:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meer

    Vom Meer aus war es umwerfend

  • Peter Vogler am 17.07.2019 08:43 Report Diesen Beitrag melden

    Mond erst etwa 22:30 gesehen

    Um 22:01 war bei mir einfach kein Mond zu sehen.Etwa gegen 22:25 sah man dann etwas Helligkeit am natürlichen Horizont.Ab etwa 22:30 h sah man dann den Mond über einem Hügel aufsteigen.23:00 h war der Mond gut sichtbar,der Himmel war allerdings nicht ganz klar.Um 22:01 h war ich allerdings entäuscht weil ich weit und brei keinen Mond sah.Ich fand dann aber Angaben über Richtung in Grad und Vertikalwinkel,habe das mit Kompass mit Prisma und Sitometer angepeilt,um 22:01 nix gesehen.

  • Honolulu5 am 17.07.2019 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich fühle eine Leere

    Was sollen wir bis 2022 nun mit der vorhandenen Zeit anfangen?

  • äsä am 17.07.2019 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und Tschüss

    Bis 2022. Oder ist es Egal?

  • dondon am 17.07.2019 06:24 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    Nach dem Millenium und vielen weiteren extrem wichtigen Dingen habe ich nun auch das wieder verschlafen. Tragisch aber das Leben geht weiter.