Kosmische Dämmerung

01. März 2018 00:45; Akt: 02.03.2018 08:50 Print

Astronomen messen Licht der allerersten Sterne

Beobachtungen deuten darauf hin, dass Sterne schon 180 Millionen Jahre nach dem Urknall auftauchten. Sie könnten Antworten auf die Dunkle Materie liefern.

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Astronomen konnten die Signale der ersten Sterne beobachten. Sie tauchten kurz nach der Geburt des Universums vor 13,6 Milliarden Jahren auf. Dies geht aus einer Studie hervor, die am Mittwoch in wissenschaftlichen Kreisen für Aufregung gesorgt hat.

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Ein kleines Radioteleskop in Australien, dessen Antenne die Breite eines Kühlschranks hat, ist der Star dieser Entdeckung. Wissenschaftler, die unter der Leitung des Astronomen Judd Bowman von der Universität von Arizona zwölf Jahre geforscht hatten, verkündeten den Durchbruch am Mittwoch im Wissenschaftsmagazin «Nature». Die Entdeckung müsse noch durch weitere Untersuchungen und stärkere Instrumente bestätigt werden.

Wichtigste Entdeckung seit 2015

Die Astrophysiker waren von der Intensität der beobachteten Signale überrascht, da sie darauf hinweist, dass das Universum schneller abgekühlt ist als bisher angenommen. Dies könnte dazu führen, dass das kosmologische Modell überarbeitet werden muss. Auch könnten die Signale Informationen beinhalten, um die mysteriöse Dunkle Materie zu verstehen. Diese soll mehr als ein Viertel des Universums ausmachen.

«Dies ist die wichtigste astronomische Entdeckung seit der Entdeckung von Gravitationswellen im Jahr 2015», sagt Karl Glazebrook von der australischen Technischen Universität Swinburne.

3 Grad über absolutem Nullpunkt

Andere Astrophysiker sind vorsichtiger. «Wenn sich die Beobachtung bestätigt, ist dies eine grosse Entdeckung, denn sie wird Modelle zur Geburt des Universums verändern», sagt Benoit Semelin vom Pariser Observatorium.

Der Studie zufolge war das Gas im jungen Universum viel kälter als erwartet. 3 Grad Kelvin (–270 Grad Celsius) soll die Temperatur laut den Forschern gewesen sein.

Flügel eines Kolibris

«Es war eine grosse technische Herausforderung, dieses Signal zu erkennen», sagt Peter Kurczynski von der National Science Foundation (NSF), welche die Studie finanzierte. «Es zeigt, dass die ersten Sterne bereits rund 180 Millionen Jahre nach dem Urknall geboren waren.» Insbesondere die Milchstrasse, unsere Galaxie, emittiert Radiowellen. «Diese können 10'000-mal stärker sein als das Signal der ersten Sterne.» Kurczynski vergleicht dies mit einem Hurrikan: «Es ist, als ob man versuchen würde, das Geräusch der Flügel eines Kolibris in einem Hurrikan zu hören.»

Dunkle Materie kann kein Licht absorbieren, reflektieren oder emittieren. Sie ist einfach nur schwer. Das heisst, Astronomen können sie nur durch den Einfluss ihrer Gravitation nachweisen, den sie auf die sichtbare Materie zu haben scheint.

(oli/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trollgeflüster am 01.03.2018 06:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer tippt das Zeug?

    Ich kann diesen Bericht nur mit Schmerzen zu Ende lesen!! Er klingt, als hätte ihn ein 10 Jähriger geschrieben... Von Fehlern gespickt... 180 Jahre oder 180 Millionen Jahre? Dies nur 1 kleines Beispiel... Dabei wäre es eine sehr spannende Thematik, aber bei solchen Schreibfehlern vergeht es einem... Schade!!!

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  • Anna Panna am 01.03.2018 01:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Millionen...

    "Neue Beobachtungen deuten darauf hin, dass Sterne schon 180 Jahre nach dem Urknall auftauchten." Da fehlt das kleine Wörtchen "Millionen"

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  • SonjaA am 01.03.2018 01:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    interessant, bitte eine Frage!:?

    Interessant, hätte eine Frage, die mir noch niemand beantworten konnte, so dass ich es einigermassen verstanden habe: Was war vor den ersten Sternen? Gibt es die Unendlichkeit tatsächlich? :?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dark Archon am 02.03.2018 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Theorie

    Was die immer irgendwo sehen...theoretische Physik lässt sooo viel Spielraum für Interpretationen...

  • GG am 01.03.2018 19:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein Unsinn

    Mit unserer Denkweise können wir weder den Anfang noch die Unendlichkeit des Universums erklären. Beides ist für uns unendlich rekursiv.

    • GG am 01.03.2018 20:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Irre mit dem Smartphone

      Sie meinen endlos im Kreis zu laufen? Nagut, wenn man sonst keine Ideen und Hobbys hat ist es immerhin besser als vor dem Fernseher zu sitzen.

    • J. Leman am 02.03.2018 01:06 Report Diesen Beitrag melden

      Anbeginn der Zeiten....

      @GG Scheint mir auch so. Übrigens, wie lang war ein ,,Jahr,, bevor Sonne und Erde existierten? Einfachso....? oder von Urknall zu Urknall?

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  • Tim m am 01.03.2018 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Urknall. Ihr habt auch ein urknall. Von nichts kommt nichts und darum gab es kein urknall.

    • Pete am 01.03.2018 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      @Tim m

      Die Logik musst du mir erklären. Was war denn stattdessen? Und woher kam das, wenn ja von nichts nichts kommt? Und woher weisst du überhaupt, dass von nichts nichts kommen kann, ohne je ein nichts beobachtet oder untersucht zu haben?

    • Vielleicht am 02.03.2018 11:14 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts

      Banker schaffen aus dem Nichts auch Geld, also kann man aus dem Nichts etwas machen, oder war Gott Banker?

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  • Neumann am 01.03.2018 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aliens

    Was da gehört wurde, sind nur piepsende Aliens, glaubt mir nur, ich höre sie ständig... piiiii

  • e2783 am 01.03.2018 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Simpsons Homers Universe Paradox

    Urknall Theorie_ Irgendwann muss es eine Reaktion auf Etwas gegeben haben. Doch wie wir aus Nichts etwas? Das alter der Universums von 14 Milliarden Jahre ist ja nur das was die Menschheit mit der bestehenden Technologie sehen kann. Doch vermutlich ist dies nur eine Ausschnitt aus etwas viel grösserem oder das was wir sehen ist ein Sandkorn des Ist. Das macht Wissenschaft so spannend. Irrtümer, Erkenntnis und Entdeckungen treiben die Evolution uns Menschen an die Erleuchtung des Geistes zu finden. Eine der schönste Darstellung des Universums The Simpsons Homers Universe Paradox

    • Fabio am 01.03.2018 20:15 Report Diesen Beitrag melden

      Expansionsgeschwindigkeit

      Nicht sehen, sondern berechnen kann. Die ersten Millionen Jahren kann man nich sehen. Aber man konnte die Expansionsgeschwindigkeit des Universums berrechnen und von diesem Moment musste man nur Rückwärts rechnen.

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