Area 51 und ...

20. Juli 2019 17:55; Akt: 22.07.2019 08:43 Print

20 Orte, die du nicht betreten darfst

1,4 Mio Menschen wollen die hermetisch abgeriegelte Area 51 stürmen. Neben dieser gibt es noch andere Orte, an denen man nicht erwünscht ist.

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Dieist das bekannteste militärische Sperrgebiet der Welt. Obwohl – oder gerade weil – niemand weiss, was dort eigentlich wirklich passiert. Offiziell testet die US Air Force dort neue Experimentalflugzeuge. Weil das Betreten Normalsterblichen untersagt ist und öfter mal Lichter am Himmel auftauchen, ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien um die Area 51. Sogar von Aliens ist die Rede. Um sie zu sehen, haben Hunderttausende angekündigt, Die Area 51, die offiziell Homey Airport oder Groom Lake genannt wird, ist jedoch nicht das einzige Gelände auf der Welt, dass man als Normalsterblicher niemals zu Gesicht bekommen wird. Auch die Insel darf von Unbefugten nicht betreten werden, geschweige denn darf man Ferien darauf machen. Denn Riems beherbergt die schlimmsten Seuchen der Welt. Auf der Insel befindet sich, ... ... gesichert durch Zäune und Stacheldraht, die älteste virologische Forschungsstätte der Welt, die 1910 vom Bakteriologen Friedrich Loeffler eröffnet wurde. Seit 2017 ist das Hochsicherheitslabor eine von nur drei Forschungsstellen weltweit, die mit den schlimmsten Erregern experimentieren darf. Das ist ein wahres Inselparadies, das man besser nicht besuchen sollte. Denn zwischen 1946 und 1958 führten die USA dort und im benachbarten Enewetak-Atoll 64 Atombombentests durch. Dabei wurden die Inseln durch das freigesetzte Cäsium-137 verseucht. Obwohl die Tests rund 60 Jahre zurückliegen, liegt die Gammastrahlung im Zentrum der Hauptinsel des Bikini-Atolls deutlich über den Grenzwerten, wie Forscher der Columbia University in New York 2016 berichteten. Deshalb raten Experten von einem Besuch ab. (Im Bild: Explosion der Atombombe Baker, die 27 Meter unter der Wasseroberfläche gezündet wurde) Ein ähnliches Schicksal ereilte auch das im Südpazifik. Dort zündete Frankreich zwischen 1966 und 1996 rund 210 Atombomben, ... ... davon 41 in der Atmosphäre und die restlichen unterirdisch. Im Jahr 2000 zogen die Franzosen von dem Atoll ab. Bis heute ist Mururoa ein Sperrgebiet. In rund 140 Bohrschächten lagern dort grosse Mengen radioaktiven Abfalls. (Im Bild: Eine französische Atombombe detoniert 1971 über dem Atoll) Auch ist für Normalsterbliche tabu. Bei dem Royal-Air-Force-Stützpunkt in North Yorkshire, Grossbritannien, soll es sich um den grössten Spionagestützpunkt der Welt handeln. Laut dem Enthüllungsjournalisten Duncan Campbell ist er ... ... Teil des Echelon-Netzwerkes, des Spionage-Netzwerks der USA, des Vereinigten Königreichs, Kanadas, Australiens und Neuseelands. Zutritt haben sollen ausschliesslich Mitarbeiter sowie Angehörige des US-Geheimdiensts NSA. Die japanische Insel darf zwar grundsätzlich betreten werden, aber wer will das schon? Ihr Problem, das wohl die meisten Menschen von einem Besuch abhält: Miyakejima ist vulkanischen Ursprungs und der gleichnamige Vulkan bricht immer mal wieder aus. Im Jahr 2000 mussten sogar alle Insel-Bewohner evakuiert werden, da der Vulkan Unmengen an Schwefeldioxid ausstiess, das beim Menschen zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Benommenheit führen kann. In höheren Konzentrationen schädigt das Gas stark die Bronchien und Lungen. Erst 2005 durften die Einwohner zurückkehren, doch die Behörden wiesen sie an, ständig eine Atemschutzmaske bei sich zu haben. Sollte es erneut brenzlig werden, werden die Einwohner mit Warnlampen und Lautsprechern auf die Gefahr hingewiesen. Mehrere hundert Kilometer entfernt, nicht weit vor der schottischen Küste, liegt . Trotz der Idylle ist die Insel seit Mitte des 20. Jahrhunderts unbewohnt. Auch Touristen verirren sich ganz sicher nicht hierhin. Grund: Während des Zweiten Weltkrieges wurden hier Versuche mit Milzbranderregern gemacht. Dummerweise stellte man erst danach fest, dass das Anthrax in den Boden eingedrungen war und ihn dauerhaft verseuchte. Deshalb wurde Gruinard Island zur Sperrzone. 1986 begann man, ... ... den Boden durch Ausschüttung von Formaldehyd zu dekontaminieren. Zwar kamen Forscher danach zu dem Schluss, dass der Milzbranderreger vollständig verschwunden war, aber die Zweifel in der Bevölkerung blieben. Obwohl die Insel 1990 für erneut bewohnbar erklärt wurde, ist bislang niemand dorthin zurückgekehrt. Auch auf den, die rund 43 Kilometer vor der Küste von San Francisco liegen, lauert eine unsichtbare Gefahr: Denn ganz in ihrer Nähe entsorgten die Amerikaner zwischen 1946 und 1970 radioaktive Abfälle. Fast 50'000 Container und Stahlfässer mit kontaminierten Abfällen liegen auf dem Meeresgrund, und niemand kann sagen, wie gross die Gefahr für Meer und Menschen wirklich ist. Und so sind die Inseln bis auf eine Küstenwache und eine Forschungsstation unbewohnt. Auch dieses Gebäude auf Spitzbergen werden Normalsterbliche wohl kaum betreten. 2008 eröffnet, lagern im gut 250 Millionen Samen von 850'000 Saatgut-Sorten aus der ganzen Welt. Jeder einzelne ist tiefgefroren und wasserdicht eingeschweisst. So soll das Saatgut sogar Atomkriege und Überschwemmungen überstehen. Ein weiterer Hochsicherheitsbunker befindet sich im US-Bundesstaat Pennsylvania. In dem sogenannten, einem alten Bergwerk, lagern die Daten einiger der grössten Unternehmen der Welt. Mieter sind zum Beispiel die Bildagentur Corbis, das Musiklabel BMG, das hier sein Musikarchiv inklusive Mastertapes eingerichtet hat, und Microsoft-Gründer Bill Gates. Zu Hochzeiten galt der Badeort als die Côte d'Azur Zyperns: Stars wie Elizabeth Taylor, Brigitte Bardot (Bild) und Sophia Loren machten hier Ferien. Doch 1974 besetzte das türkische Militär im Zug der Invasion des Nordteils der Insel die Stadt und erklärte die Anlage zum Sperrgebiet. Betreten darf man es bis heute nur mit Sondergenehmigung. Auch die Karibikinsel ist nicht so traumhaft, wie sie im ersten Moment wirkt. Denn zwei Drittel der Insel sind heute Sperrgebiet. Notwendig machte dies der Ausbruch des Vulkans Soufrière Hills im Jahr 1995, bei dem ein grosser Teil der Insel – darunter auch die Hauptstadt Plymouth – verwüstet wurde. (Im Bild: Plymouth im Jahr 1998) Zwar wurde das Sperrgebiet im Jahr 2005 teilweise aufgehoben, aber nachdem zwei Jahre später der Soufrière wieder zum Leben erwacht war, musste der Südteil der Insel erneut gesperrt werden. ist ein Stützpunkt der US-Army im US-Bundesstaat Kentucky. Hier sollen nicht nur die Goldreserven der USA, sondern auch wichtige Dokumente wie die Original-Unabhängigkeitserklärung lagern. Doch es gibt Zweifel. Manch einer behauptet, das Fort sei leer. Überprüfen lässt sich das aber nicht: Der Zutritt ist für Unbefugte verboten. Ebenfalls nur für Auserwählte zugänglich ist die prähistorische in Frankreich. Sie beinhaltet einige der ältesten Höhlenmalereien überhaupt. Sie sollen mindestens 17'000 Jahre alt sein. Acht Jahre nach ihrer Entdeckung wurde sie 1948 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Doch bereits 1963 wurde sie wieder gesperrt: Wärme, Feuchtigkeit und Atemluft der Besucher setzten den Gemälden schwer zu. Heute kann man nur noch eine originalgetreue Nachbildung besuchen. Obwohl im russischen mehr als 82'000 Menschen leben, war die «Stadt am See» lange nicht auf Landkarten zu finden. Grund: Sie wurde 1946 als Rüstungsstadt errichtet. Abgeschottet von der Aussenwelt, arbeiteten dort Forscher an der ersten sowjetischen Atombombe. Im Zentrum stand die Anlage Majak, in der waffenfähiges Plutonium hergestellt wurde. Alles unterlag dem Militärgeheimnis. Die Geheimhaltung funktionierte so gut, dass sogar ein Atomunfall 1957 – der sogenannte Kyschtym-Unfall – bis 1989 vor der ganzen Welt verheimlicht werden konnte, obwohl nach heutigem Kenntnisstand mehr atomare Strahlung freigesetzt wurde als beim GAU von Tschernobyl. Rund 800 Kilometer südlich der Malediven liegt (Gefahreninsel), deren Name Programm ist. Tatsächlich hat die Insel ihren Namen daher, dass man vor ihr nur schwer ankern kann. Dadurch war ein Besuch dieser Insel für das Schiff und die Crew immer mit einem Risiko verbunden. Die Insel, die geografisch zum Chagos-Archipel und politisch zum britischen Territorium im Indischen Ozean gehört, war nie durchgehend bewohnt. Etwa zwischen 1750 und 1950 wurden Bewohner anderer Inseln hierhergebracht, um Kokosnüsse zu sammeln. Die hat es hier nämlich zuhauf. («die Verbotene Insel») gehört zum Hawaii-Archipel und befindet sich seit 1864 in Privatbesitz. Nur wer Angehöriger der US-Streitkräfte, Politiker oder Freund eines Inselbewohners ist, darf die Insel betreten. Seit über einem Jahrhundert bestattet die Stadt New York tot geborene Babys und Verstorbene ohne Angehörige oder ohne Geld auf . Die Insel gehört zum Stadtteil Bronx. Bisher fanden hier über 850'000 Menschen ihre letzte Ruhe. Ihre Gräber kann man jedoch nicht besuchen – aus Sicherheitsgründen, denn die Totengräber werden von Untersuchungshäftlingen von Rikers Island gestellt. 1958 errichtete Israel mit Frankreichs Hilfe das Kernforschungszentrum in der gleichnamigen Wüste – angeblich, um Energie für die Begrünung der Sandwüste zu liefern. Viele Experten vermuten aber, dass dort Kernwaffen hergestellt werden. Der Verdacht wurde 1986 durch einen ehemaligen Techniker verstärkt. Auf den damals veröffentlichten Bildern waren Sprengköpfe zu sehen. Aus der Vogelperspektive betrachtet, sieht wie der perfekte Inseltraum aus. Doch ein Besuch der brasilianischen Insel kann tödlich enden. Diese Erfahrung machten mehrere Leuchtturmwärter, die lange Zeit die einzigen Bewohner waren. Heute wird der Turm automatisch gesteuert, und die Insel ist Sperrgebiet. Notwendig machten dies besondere Bewohner des Eilands: die Insel-Lanzenottern (Bothrops insularis), deren Biss für Menschen tödlich ist. Eine weitere für Menschen gefährliche Insel befindet sich im Indischen Ozean. Ihr Name:. Über die Bewohner weiss man nicht viel, ausser dass sie unter sich bleiben wollen. Denn jeder, der sich der Insel nähert, wird mit Pfeilen beschossen. Nach mehreren misslungenen Kontaktversuchen wurde sie deshalb zu militärischem Sperrgebiet erklärt.

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«Lasst uns die Aliens sehen» – diesem Aufruf folgten auf Facebook über eine Million Menschen: Sie bestätigten ihre Teilnahme an einem Sturm auf die Area 51. Sie wollen endlich wissen, was sich hinter Sicherheitszäunen, Mauern und Absperrungen verbirgt. Doch nicht nur in Nevada gibt es solche Top-Secret-Areale. Wo es sonst noch «Betreten verboten» heisst, erfährst du in der Bildstrecke.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Max Bünzli am 20.07.2019 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    der 21 Ort, die du nicht betreten darfst der Garten der Schwiegermutter.

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  • Walter Borpa am 20.07.2019 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Kein offenes Feuer!

    Das stille Örtchen bei mir zuhause darf auch nicht betreten werden, nachdem ich gestuhlt habe. Dort herrscht jeweils Explosionsgefahr.

  • 50+ am 20.07.2019 18:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Area50+ sagenumworben

    ohne meine Erlaubnis darf auch niemand mein Grundstück betreten. Wer die area50+ betritt, kann mit einem Lächeln und/oder einem faulen Spruch begrüsst werden ;) also immer schön vorsichtig

Die neusten Leser-Kommentare

  • Manfred am 21.07.2019 19:07 Report Diesen Beitrag melden

    Privatgrundstücke sind generell Tabu

    Das ist richtig, auch mien Privatgrundstück darf nicht betreten werden! Nur wer von mir willkommen ist,hat zutritt, die anderen werden wohl das Schicksal der Inseln mit den Lanzenottern oder den Giftpfeilen ereilen, vor allem müssen sich die Neubürger deren Ansicht was,Eigentum und Privatsphäre ist, eine andere ist,als den kultivierten Mitbürgern unter uns daran gewöhnen. My Home is my Castle. Also wegbleiben sonst rauchts gewaltig,meist regelt das mein Hund bevor ich aufstehen muss, an der Stelle einmal Danke an meinen treuen Freund!

  • asdfwww am 21.07.2019 18:54 Report Diesen Beitrag melden

    Vietnam & Agent Orange

    Da fällt mir momentan nur ein, dass Amerika etwa 10 Jahre lang giftigstes Dioxid über Vietnam versprüht hat. Theoretisch hätte man in diesen betroffenen Teilen auch nicht mehr leben dürfen. Mussten sie aber. Hatten ja auch keine Wahl. Das eingesetzte Gift war wohl das grösste Verbrechen am Krieg. Es wirkt nämlich immer noch... Vielleicht kann ja 20min einen Bericht darüberschreiben?

  • Blubb am 21.07.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    es gibt

    allein in der Schweiz mehr als 20 Orte welche man nicht betreren darf, was soll nun die Aufregung

  • Lackmus Test am 21.07.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ich will nicht nach Dimora Negev

    aber wenn die IAEA mal anfragen würde um einen Augenschein zu nehmen und diese Anfrage zurück gewiesen wird dann ist dort etwas nicht so wie es eigentlich sein sollte. Immerhin befindet sich diese Anlage ja auf dem Territorium der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

    • Blubb am 21.07.2019 16:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lackmus Test

      dass dort Israel seine Atomwaffen hat und es nur darum den Staat noch gibt, wissen zum Glück auch alle arabischen Staaten und das ist auch gut so.

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  • Boese Natalie am 21.07.2019 09:17 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind schon in Areal 51, namens Erde, dabei

    Formaldehyd, radioaktiver Abfall, virologische Forschungsstaette, Experimente mit schlimmsten Erregern und Atoll, das freigesetzte Cäsium-137, kontaminierte Abfällen. Es ist nicht so traumhaft, wie es im ersten Moment wirkt. Normalsterbliche sind alle zombiert. Die Maechige ruinieren langsam unseres Planet. Wer kontroliert, zulaesst ob diese Experimente, dazu zu viel Dreck von anderen Produktionen fuer unser Planet und Menschheit minimum schaedlich? Kinderkrebs ist verbreitet, millionenteuere Medikamente, etc. Weck uns jemand bitte auf aus dieser Albtraum