Australien

24. Januar 2020 15:14; Akt: 24.01.2020 15:14 Print

Auf Feuer und Flut folgt die Giftspinnen-Invasion

Australien kommt nicht zur Ruhe: Nach extremer Hitze und Starkregen kriecht nun eine der giftigsten Spinnen der Welt aus ihren Löchern.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Als wären die wochenlangen Buschbrände in Australien und die darauf folgenden Überflutungen nicht schlimm genug gewesen: Nun werden die Menschen im Südosten des Kontinents von einer weiteren Plage heimgesucht – den hochgiftigen Sydney-Trichternetzspinnen (Atrax robustus).

Umfrage
Haben Sie Angst vor Spinnen?

Die Achtbeiner kommen im Bundesstaat New South Wales und insbesondere rund um dessen Hauptstadt natürlich vor. Doch Experten wie Daniel Rumsey vom Australian Reptile Park warnen, dass die Tiere in diesem Jahr in deutlich grösserer Zahl vorkommen dürften.

Zerstörte Netze, neue Unterschlüpfe

Als Grund nennt der Mann, der in Australien auch unter dem Namen Zookeeper Dan bekannt ist, die vergangenen Extremwetterlagen: Sintflutartiger Regen gefolgt von heissen Tagen sei ideal für die Spinnen, die sich infolgedessen besonders stark vermehren dürften.

Weiteres Problem: Der Regen hat Rumsey zufolge die Netze der Spinnen zerstört. Damit könnten die nun heimatlosen Achtbeiner in Häuser gelangen, wo sie nach dunklen, kühlen Orten suchten.

«Sie flüchten in Garagen und Waschküchen. Hier verstecken sie sich am liebsten in Schuhen oder unter Wäschehaufen», so Rumseys Kollegin Stacey Denovan vor einigen Jahren.

Einsammeln statt Töten

Beide Experten mahnen daher zur Vorsicht – auch und besonders in den eigenen vier Wänden, schliesslich zählt die Sydney-Trichternetzspinne zu den zehn giftigsten Spinnen der Welt. Der Biss des zwei bis vier Zentimeter grossen Tieres kann bei Kindern innerhalb von Minuten zum Tod führen, bei Erwachsenen wirkt der Biss nach gut einer Stunde tödlich.

Dennoch sollte sie nicht getötet, sondern gefangen und seinem Arbeitgeber gebracht werden, sagt Zookeeper Dan. Das sei ganz einfach (siehe Video oben) und helfe, genügend Antiserum herzustellen. Denn um nur schon einige wenige Tropfen Gegengift herzustellen, würden hunderte Spinnen benötigt.

Der Aufwand lohnt sich offensichtlich: Seit das Spinnenlabor des Australian Reptile Park in den 1980er-Jahren mit dem «Spinnen-Melken» angefangen hat, seien keine Menschen mehr am Biss der Killer-Spinne gestorben.

«Zum Fliehen ist es zu spät»

(fee)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spider am 24.01.2020 15:25 Report Diesen Beitrag melden

    Killerspinnen?

    Warum immer diese reisserische Wort benutzen? Diese Tiere sind keine Killer. Erst könnte man Mensch in Killermensch umtaufen, trifft eher zu.

    einklappen einklappen
  • Realistin am 24.01.2020 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Natur ist eine Macht d. Unberechenbar i.

    So ist die Mutternatur Sie gibt und nimmt und Sie kann sich auch uns nehmen, wann Sie es will. Den die Natur kann auch sehr gut ohne uns Leben, wir hingegen ohne Sie nicht.

    einklappen einklappen
  • Gabi am 24.01.2020 15:47 Report Diesen Beitrag melden

    Die Natur rächt sich!

    Es gibt keine Tiergattung auf unserem Planeten, die das Gleichgewicht der Natur so zerstört wie der Mensch! Die Natur wird sich eines Tages rächen! Wir stehen kurz davor!! Stichwort; Seuchen, Epidemien!!!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sponsii am 31.01.2020 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    killer?

    der einzige killer auf diesem planet ist der mensch..

  • ella am 29.01.2020 00:30 Report Diesen Beitrag melden

    lesen...

    Der Biss des zwei bis vier Zentimeter grossen Tieres kann bei Kindern innerhalb von Minuten zum Tod führen, bei Erwachsenen wirkt der Biss nach gut einer Stunde tödlich.

    • Sponsii am 31.01.2020 11:31 Report Diesen Beitrag melden

      aha

      und jetzt?

    einklappen einklappen
  • Zoologe am 25.01.2020 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    tolle Schlagzeile

    "Invasion" ? die tiere leben schon tausende Jahre dort. Invasion kommt von aussen. Invasiv ist in Australien der weisse Mensch. Erst als Sträfling, stets als Eroberer und Zerstörer.

  • Killerpflanze am 25.01.2020 11:10 Report Diesen Beitrag melden

    Blöder Namen

    Es gibt auch keine Killerhaie..... Das einzige wesen, dass diesen Namen wirklich verdient hat, ist der Mensch.

    • Domino am 25.01.2020 13:50 Report Diesen Beitrag melden

      mag sein

      Diese Spinne ist mir trotzdem sehr unsympathisch. Da bin ich direkt froh, wenn ich in meiner Wohnung nur eine Winkelspinne erblicke.

    • Flo am 25.01.2020 14:15 Report Diesen Beitrag melden

      Null plakativ

      Wow ist das tiefgründig. Du bist sicher einer der ganz grossen Denker. Und wahr ist es auch noch. Denn wenn wir eines wissen, dann, dass es unter Tieren keine Gewalt gibt. Nur der Mensch ist böse und du hast es herausgefunden. Respekt!

    einklappen einklappen
  • Schlitzöhrli... am 24.01.2020 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Achtung Giftig!

    Jetzt warte ich ja auf den Kommentar von der Eidgenössin. Ooooh die arme Spinne hätte ich gerne aufgenommen, weil der Mensch ist ja Schuld das sie giftig ist. Dieses gefassel geht mir auf den Nerv!

    • Kaa73 am 24.01.2020 23:08 Report Diesen Beitrag melden

      Mag kein "haten"

      Muss das sein....?

    • Schlitzöhrli... am 24.01.2020 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kaa73

      Ja, muss sein! Weil genau sie Menschen verurteilt die weniger Sympathie für solche Tiere hat. Jeder hat nun mal andere Ansichten und Vorlieben für Tiere und genau dieses sollte sie respektieren.

    einklappen einklappen