Haus- und Wildtiere

15. Juli 2014 13:47; Akt: 15.07.2014 13:47 Print

Bellos Niedlichkeit hat biologische Ursache

Im Vergleich zu wilden Artgenossen sind gezähmte Tiere ruhiger und haben ein anderes Fell. Auch sonst gibt es Unterschiede. Den Grund dafür haben Forscher ausgemacht.

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Schlappohren und ein entspanntes Wesen das unterscheidet Haus- von Wildtieren. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Das Rätsel hat schon Charles Darwin umgetrieben, den Begründer der Evolutionstheorie: Warum weisen Haustiere vom Schaf über das Kaninchen und den Hund bis zu den Fischen die gleichen, typischen Haustiermerkmale auf? Und warum unterscheiden sie sich von Wildtieren? Ein internationales Forscherteam liefert nun eine mögliche Erklärung.

Viele Haustiere haben zum Beispiel Schlappohren, eine rundliche «Kindchenschema»-Kopfform, gefleckte Körperfarben, kleinere Zähne und ein kleineres Hirn. Sie sind nicht durch gezielte Zuchtauswahl entstanden, wie Adam Wilkins von der Humboldt-Universität in Berlin und zwei Kollegen aus Österreich und den USA im Fachjournal «Genetics» schreiben.

Entwicklungsdefekte machen den Unterschied

Die Forscher führen nun dieses «Domestikationssyndrom» auf einen einzigen, gemeinsamen Nenner zurück: einen kleinen Zellhaufen, der während der Embryonalentwicklung entsteht. Aus der sogenannten Neuralleiste entstehen Teile des Schädels, der Knorpel der Ohren, die Zähne, die Pigmentzellen der Haut und die Nebenniere.

Leichte Defekte derselben können dazu führen, dass die Nebennieren weniger Stresshormone und Adrenalin ausstossen – die Tiere sind dann zahmer und weniger aggressiv. Die Züchter könnten also bei der Auswahl von besonders sanften Tieren solche ausgewählt haben, die leichte Neuralleisten-Defekte aufwiesen, schreiben die Forscher.

Diese brachten kleinere Fehlbildungen am Schädel, den Ohren, den Pigmentzellen und auch am Gehirn mit sich. Ob dieser Grund tatsächlich die gemeinsamen Merkmale bei so unterschiedlichen Tieren wie Ziegen, Ratten oder Katzen erkläre, könnten Vergleiche des Erbguts verschiedener Haustiere mit ihren wilden Verwandten erhellen, schreiben die Forscher. Zumindest das Erbgut des Hundes, des Hausschweines und der Ratte sind bereits entschlüsselt.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.S. am 15.07.2014 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Süsse Gesichter

    Wie auch immer, ich erfreue mich jeden Tag ab den süssen Gesichtern dieser Tiere, die soviel Lebensfreude besitzen und mit sehr sehr wenig zufrieden sind. Wenn ich nur einen Hund sehe oder streichle, senkt sich mein Stresslevel auf 0!

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  • Susanne am 15.07.2014 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundeleben!

    Ich habe den Artikel meinem Labrador/Appenzeller vorgelesen! Ihm ist das egal, er ist glücklich mit seinem Platz solange es genug Spaziergänge, Futter und Streicheleinheiten gibt.

  • Réne am 16.07.2014 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    Hunde sind etwas so wundervolles auf dieser Welt.Kein Mensch Freud sich so wie mein Hund wenn ich abends nach Hause komme und das Tag für Tag als ob er mich Monate nicht mehr gesehen hatt und er weich mir nie von der Seite .Er ist so wundervoll!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Frage am 16.07.2014 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zusammengefasst

    Die Tiere sind niedlicher weil sie dümmer sind.

  • Réne am 16.07.2014 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    super

    Hunde sind etwas so wundervolles auf dieser Welt.Kein Mensch Freud sich so wie mein Hund wenn ich abends nach Hause komme und das Tag für Tag als ob er mich Monate nicht mehr gesehen hatt und er weich mir nie von der Seite .Er ist so wundervoll!!

  • patrick h. am 16.07.2014 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    nervende hunde

    Niedlich ist wohl das Wort welches mir am wenigsten zu einem Hund einfällt. Da kommen eher Wörter wie nervig, hässlich, stinkend, beissend und überflüssig in den Sinn. Die Anzahl der Hundebisse dieser "domestizierten" Tiere hat sich hier in den letzten 4 Jahren vervierfacht. Jedes Jahr werden über 10'000 neue Hunde importiert. Verbietet diese Tiere endlich! Und ich wäre froh wenn 20min auch mal hundekritische Artikel veröffentlichen würden. Ich weiss das ihr diesen Vierbeinern völlig verfallen seid aber es gibt auch Menschen die sie nicht mögen.

    • Claudio Widmer am 16.07.2014 12:19 Report Diesen Beitrag melden

      Nervende Hundehasser

      Ich kann Menschen nicht leiden, die etwas gegen Hunde haben. Aber ich toleriere diese Menschen und fordere auch keine keine Anfeindungen gegen sie. Einen "hundekritischen" Artikel zu fordern, nur weil man keine Hunde mag, ist, gelinde gesagt, daneben.

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  • Susanne am 15.07.2014 21:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hundeleben!

    Ich habe den Artikel meinem Labrador/Appenzeller vorgelesen! Ihm ist das egal, er ist glücklich mit seinem Platz solange es genug Spaziergänge, Futter und Streicheleinheiten gibt.

  • M.S. am 15.07.2014 16:20 Report Diesen Beitrag melden

    Süsse Gesichter

    Wie auch immer, ich erfreue mich jeden Tag ab den süssen Gesichtern dieser Tiere, die soviel Lebensfreude besitzen und mit sehr sehr wenig zufrieden sind. Wenn ich nur einen Hund sehe oder streichle, senkt sich mein Stresslevel auf 0!

    • Ria L. am 15.07.2014 20:31 Report Diesen Beitrag melden

      ...sind zum Knutschen ;)

      Geht mir genauso... Soll ja auch bewiesen sein, dass nicht nur Hund, sondern auch Mensch bei Streicheleinheiten seelisch "profitieren"! Mich beruhigt es auf jeden fall... Leider geht es aber nicht allen Hunden oder Tieren gut...

    • Rita am 16.07.2014 10:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Süss

      Ich habe selber so einen süssen hund und erfreue mich jeden tag ihn zu haben er bereicherd das leben ungeneim :)))

    • patrick h. am 16.07.2014 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      verboten

      Den Hund zu küssen ist eine strafbare sexuelle Handlung.

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