Persönlichkeit

17. Juli 2014 10:43; Akt: 17.07.2014 13:52 Print

Bestimmen die Gene, welche Freunde man hat?

Gemäss einer Studie sollen Freunde ein ähnlicheres Erbgut aufweisen als Fremde. Sind Ihre Gene dafür verantwortlich, wer Sie sind und was Sie mögen? Diskutieren Sie mit!

Quelle: youtube/
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Jim Springer und Jim Lewis sind eineiige Zwillinge, die kurz nach der Geburt getrennt und 60 Kilometer voneinander entfernt aufgezogen wurden. Der US-amerikanische Psychologe Thomas Bouchard wurde auf die Brüder aufmerksam und untersuchte in einer aufwendigen Studie ihre Gewohnheiten, Einstellungen und Lebensumstände.

Umfrage
Was glauben Sie, sind die Gene dafür verantwortlich, wie sich unsere Persönlichkeit entwickelt?
21 %
12 %
67 %
Insgesamt 1996 Teilnehmer

Miller-Lite und Salem-Zigaretten

Das Ergebnis war verblüffend: Die Männer waren nicht nur beide zweimal verheiratet, die Angebeteten hiessen überdies bei beiden Linda und Betty. Die Ess-, Trink- und Rauchgewohnheiten der Brüder zeigten starke Übereinstimmungen, beide wählten den Beruf des Polizisten und gaben als Hobby Tischlern an.

Bouchard untersuchte darüber hinaus drei weitere Zwillingspaare, die ebenfalls getrennt aufwuchsen. Auch bei diesen Geschwisterpaaren zeigten sich auffällige Ähnlichkeiten in den Lebensumständen. Zufall?

Freunde sind die Familie, die man sich aussucht

Eine weitere Studie aus den USA zeigt, dass Freunde ein ähnlicheres Erbgut aufweisen als Fremde. Die Forscher Nicholas Christakis von der Universität Kalifornien in San Diego und James Fowler von der Yale-Universität untersuchten das Erbgut und die Lebensumstände aller nicht-verwandten Bewohner einer Kleinstadt namens Framingham.

Das Ergebnis: Freunde sind sich offenbar genetisch ähnlich. «So ähnlich, als würden sie sich einen Ururururgrosselternteil teilen», erklärt Fowler. Glaubt man der Studie, suchen wir uns demnach automatisch Menschen aus, die einige DNA-Sequenzen mit uns gemeinsam haben.

Was denken Sie?

Vor Bouchards Untersuchung ging man davon aus, dass der Mensch als «unbeschriebenes Blatt» zur Welt kommt, Verhaltensweisen erlernt und anerzogen werden und dass die Umwelt einer Person den grössten Einfluss auf die Entwicklung seiner Persönlichkeit hat.

Was glauben Sie? Ist es möglich, dass die Gene bestimmen, wie sich unsere Persönlichkeit entwickelt, welche Partner und Freunde wir bevorzugen und welcher Freizeitbeschäftigung wir nachgehen? Oder sind doch hauptsächlich Eltern, Schule und Lebensumstände für die Ausbildung unseres Ichs verantwortlich?

Teilen Sie Ihre Meinung in der Kommentarfunktion und diskutieren Sie mit!

(kam)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • F. Heiser am 17.07.2014 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Gene sind zum gähnen

    Darum habe ich auch keine Freunde

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  • Peter M am 17.07.2014 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt sicher

    Dann habe ich einmalige Gene. Ich habe 0 Freunde..,

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  • Duzzi am 17.07.2014 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenverantwortung

    Am meisten verantwortlich für die Ausbildung des "Ichs" ist das Individuum selbst. Gene, Erziehung, Umwelteinflüsse können den Menschen verleiten, es ihm leicht oder schwer machen. Jeder trifft jedoch selbst die Entscheidungen mit seinem Verstand. Bestenfalls!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Chris am 21.07.2014 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Kann schon was dran sein

    Wenn ich mir meinen 8jährigen Sohn so anschaue stimmt das schon. Seine besten Freunde sind allesamt aktive, quicklebendige, bewegungsfreundige und ziemlich laute "Anführertypen" Mein Sohn ist genauso.

  • NoBody am 18.07.2014 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    freier wille

    Ich glaube in der neuen Welt, in der man immer mehr global als lokal anfängt zu denken ist das schon nicht der fall. Klar gibt es immer schwächere charaktere, welche sich von der Masse links und rechts bedrängen lassen, damit sie sogar die Freunde zuweisen lassen. Jedoch waren schon immer die geistig dominanten Persönlichkeiten gesellschaftlich massgebend. Personen mit einem starken willen und guten ideen sind stehts der mörtel der gesellschaft, weil das alle gerne sehen wollen... Die Zuschauer sind eben meist nur Mitläufer, weil sie zu faul sind ihre Meinung anderen mitzuteilen. Deshalb ist die jugend auch die grosse Hoffnung für unsere zugeschnürte bankergesellschaft in der schweiz... Manch mal frage ich mich weshalb sich gewisse leute sogar einen unanständigen freundeskreis leisten können

  • Islam4ever am 18.07.2014 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gene = Bestimmung Gottes

    Man sucht sich doch Freunde aus, welche die gleichen oder ähnliche Interessen haben. Somit kann es schon sein, dass sich die Gene gleichen. Aber kein Mensch kommt "unbeschrieben" auf die Welt. Gott hat unser gesamtes Schicksal in die Gene geschrieben.

  • Johnny Hügel am 18.07.2014 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    Einfach gestrickt?!

    Gewisse Kommentare kommen mir vor, wie wenn man die Partnerin nach exakt vorgegebenen Kriterien aussuchen würde, um ja nichts dem Zufall zu überlassen. Bevor das Bewusstsein in's Spiel eingreifen kann, hat das Unterbewusstsein längst zugeschlagen und entschieden. Mit der Auswahl seiner Freunde dürfte es nach dem genau gleichen Prinzip ablaufen. Allerdings macht es den Anschein, dass viele User/innen noch nie was von Unterbewusstsein gehört haben.

  • PaulAlberto am 18.07.2014 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Amüsant

    Nun sind wohl die selbsternannten Hobby Psychologen von 20 Min wieder gefordert.