Comedy Wildlife Photographer 2019

12. September 2019 04:52; Akt: 12.09.2019 04:52 Print

Dieser Schuss ging wohl nach hinten los

Sie werden jedes Jahr sehnlichst erwartet: die lustigen Tierfotos, die für die Comedy Wildlife Photography Awards eingereicht wurden.

Bildstrecke im Grossformat »
Hoi zäme – und willkommen zu den lustigsten Tierfotos der Saison. Wir sind ziemlich sicher, dass das genau das ist, was diese beiden Seeotter aus Alaska hier ausdrücken wollen. Wie diese Aufnahme stammen auch alle weiteren von den diesjährigen Finalisten der Comedy Wildlife Photography Awards. Die Fotografen aus aller Welt haben dafür alles gegeben. Da brachten auch die Versuche nichts, sich aus dem Bild zu schleichen. Sorry, kleiner Japanmakak! Auch das mit dem Versteckspielen war nicht ganz so zielführend. Immerhin wissen wir sogar, wer sich da hinter dem Baum versteckt. Es ist ein ... Braunbär. Diese Gemeine Becherjungfer war da ganz anders drauf. Sie geniesst offensichtlich die ihr zuteil werdende Aufmerksamkeit. Und sehen wir das richtig: Winkt sie uns da auch zu? Das Interesse an seiner Person scheint auch dieser Schimpanse zu feiern. Er empfängt den Fotografen regelrecht mit offenen Armen. Ganz und gar unbeobachtet dürfte sich dieses Breitmaulnashorn im Nairobi-Nationalpark im Moment der Aufnahme gefühlt haben. Denn wer würde sich schon derart gehen lassen, wenn eine Kamera auf ihn gerichtet ist? Egal! Diese Schneeeule am Strand von Long Island findet es auf jeden Fall absolut zum Schiessen ... ... genau wie diese Kegelrobbe in den Salzwiesen von Donna Look in Grossbritannien. Gar nicht richtig hingucken kann dagegen dieser Königspinguin in Südgeorgien. Dabei hat er noch gar nicht alle Finalbeiträge gesehen. Sehenswert sind schliesslich auch diese beiden Rotfuchsweibchen, die sich offenkundig gehörig in den Haaren liegen. Um was es bei dem Streit wohl gegangen ist? Und was macht bitte dieses Eichhörnchen in Schweden? Fest steht nur: Es hat wohl die Schnauze voll. Zumindest für den Moment. Schimpansenbaby Gombe nimmts entspannt. Der gerade mal zehnmonatige Affe chillt schon wie ein Grosser. Und was machen diese beiden südgeorgischen Eselspinguine? Trainieren für den Eiskunstlauf-Paarlauf oder eine Choreografie für eine neue Tanzshow im TV? Apropos Vögel: Werden wir hier gerade Zeuge eines unanständigen Vorschlags von Tölpel zu Tölpel? Der Kollege rechts im Bild sieht ein bisschen konsterniert aus. Der Eisbär in der Arktis hält sich sicherheitshalber schon mal die Augen zu ... ... während hier der eine Vogel zum anderen sagt, er möge doch bitte nicht so dahin starren. Er scheint zu wissen, was sich gehört. Diesen Löwinnen ist dagegen ganz egal, was andere Tiere tun oder was um sie herum passiert: Sie geniessen das Leben, frei nach dem Motto «Man sollte immer so tanzen, als ob niemand zusieht.» Gut drauf scheint auch dieser Pavian zu sein. Ebenso wie dieses Löwenjunge, das es ganz offensichtlich auf die Kronjuwelen eines ausgewachsenen Männchens abgesehen hat. Allerdings hat er diese Augenzeugen zufolge knapp verfehlt. Im Tierreich gehts sonst aber auch mal liebevoller zu. Man sollte dabei nur nicht stören, wie von den Gesichtern dieser beiden Südlichen Schweinsaffen abzulesen ist. Wir gehen dann mal besser weiter. Auch diesem Eselspinguin auf den Falklandinseln kann es nicht schnell genug gehen. Er gerät sogar ins Stolpern. Oder ist es etwa die Welle, die ihn zu Fall bringt? Kein Zweifel dürfte dagegen darüber bestehen, wessen letztes Stündchen hier geschlagen hat. Der Ausgang eines Kampfs zwischen Tigerhai und Pferdemakrele liegt ja auf der Hand. Der Braunbär mag gar nicht hinsehen. Und auch das österreichische Murmeltier scheint nicht mitbekommen zu wollen, was da zwischen Tigerhai und Pferdemakrele passieren dürfte. Aber möglicherweise übertreibt es gar ein bisschen. Punkto Theatralik können auch diese beiden Otter aus Kalifornien mithalten. Was nach Seenotrettung aussieht, ist in Wirklichkeit ein fröhliches Spiel. Gesitteter geht es da in Argentinien zu: Hier stehen Geierfalke und Wasserschweine gemeinsam in Reih und Glied. In Südafrika ist dafür etwas durcheinander geraten. Oder glaubst du wirklich, dass sich dieser Löwe in der Safari-Lodge eingemietet hat? Falls diese beiden Grizzly-Babys versuchen zu spuken, müssen sie noch einmal über die Bücher. Denn um überzeugende Gespenster zu sein, brauchten sie zumindest noch weisse Laken. Tierische Bremsspur oder klassischer Kondensstreifen? Das ist offen. Nur so viel steht fest: Chemtrails sind es definitiv nicht – die gibt es nämlich gar nicht. Da kann das Quokka in Australien noch lange so aus der Wäsche schauen. Nüsse? Hier! Das Eichhörnchen auf dem Campus der University of Michigan weiss, worauf es im Leben wirklich ankommt. Ach, das wird schon keiner mitbekommen – das dürfte sich dieser Königspinguin wohl in diesem Moment denken. Nur nicht hetzen. Darüber sind sich diese Schnappschildkröte im US-Bundesstaat Massachusetts und die dortige Verkehrsbehörde offenbar sehr einig. «Was luegsch so blöd?» Macho-Allüren scheinen auch unter Antarktischen Seebären und Königspinguinen weitverbreitet zu sein. Oder ist es nur ein freundschaftlicher Chest Bump? Deutlich zurückhaltender ist dieser Japanmakake im Jigokudani-Affenpark. Er scheint einen sehr schlechten Tag zu haben. Vielleicht auch einen sehr, sehr schlechten. Besser drauf sind diese beiden: Die britischen Hasen feiern das Leben! Hand in Hand! Mit einem Tanz! Dieser Rothirsch gibt sich wirklich alle Mühe, nicht gesehen zu werden. Aber wie heisst es so schön: Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht. Versuchs doch noch einmal, Herr Hirsch. Da schauen auch wir etwas ratlos. Ja, lieber Seeotter. Das war es schon wieder. Wir sind genauso entsetzt darüber, wie du. Das kannst du uns ruhig glauben. Aber psst ... ... im nächsten Jahr gibt es Nachschub. Du darfst also ruhig auch so herzlichen lachen wie diese Zebras in Tansania.

Zum Thema
Fehler gesehen?
Umfrage
Fotografierst du auch?

Die Jury der Comedy Wildlife Photography Awards hat die 40 diesjährigen Finalisten erkoren. In der Bildstrecke sind sie alle zu sehen. Die Gewinner werden am 13. November bekannt gegeben. Dem Gewinner winkt eine einwöchige Safari in Kenia.

(fee)