Zungen

23. November 2018 21:00; Akt: 23.11.2018 21:00 Print

Darum schleckt sich deine Katze so gerne selbst

Katzenzungen sind eine ziemlich clevere Konstruktion der Natur. Deshalb wurde nach ihrem Vorbild nun eine Katzenbürste entwickelt.

Forscher haben die Katzenwäsche unter die Lupe genommen. (Video: National Academy of Sciences/Tamedia)
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Ein Viertel ihrer Wachzeit verbringen Katzen damit, ihr Fell zu pflegen – mit der Zunge. Warum die das perfekte Werkzeug für das Unterfangen ist, haben US-Forscher nun mithilfe von Computertomografen und High-Speed-Kameras herausgefunden.

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Wie das Team um Alexis Noel vom Georgia Institute of Technology in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» berichtet, sind Katzenzungen nicht nur – wie aus früheren Studien bekannt –mit beweglichen Häkchen ausgestattet, sondern auch mit Papillen, die an der Spitze hohl sind.

Zunge als Transporter

Diese Hohlräume, das zeigten die High-Speed-Aufnahmen, sind für den Speicheltransport zuständig. Konkret nehmen die Katzen mit ihrer Hilfe die Spucke aus dem Mund auf und geben sie beim Felllecken wieder frei.

Doch warum? Auch diese Frage konnten die Forscher mit ihrer Studie klären. So zeigte sich, dass die Papillen sich während des Leckens so weit aufstellen können, dass sie tief ins Fell vordringen und sogar die darunterliegende Haut erreichen können.

Lebenswichtige Funktion

Diese neu entdeckte Funktion der Zunge sei für die Tiere wichtig, so Noel und seine Kollegen. Schliesslich sorge sie für Kühlung. Anders als Menschen können Katzen nämlich kaum schwitzen. Daher müssen sie ihrem Körper auf anderem Wege Abkühlung verschaffen, wenn es zu warm wird – beispielsweise durch das Ablecken von Haut und Fell.

Die Erkenntnisse können laut den Forschern helfen, nach dem Vorbild der Katzenzunge neuartige Materialien zu schaffen. In einem ersten Schritt hat das Team um Noel eine neue Katzenbürste entwickelt (siehe Video). In Zukunft könnte sie auch dazu dienen, medizinische Lotions direkt auf die Haut der Tiere zu bringen.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Diana am 23.11.2018 23:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Katze ist das Leben halb so schön

    Bin ein absoluter Katzenfan , hatte die letzten 35 Jahre 5 Katzen die zwischen 9 und 17 Jahre alt wurden .Jede einzelne war ein liebenswertes verschmusstes abhängliches treues nur Freude bringendes Familienmitglied.Habe sei 1 Jahr keine mehr , weil mir das Abschiednehmen immer schwerer fällt ,wenn man sie von einer schweren Krankheit oder Altersschwäche erlösen muss.Aber ich muss mir eingestehen ,das ohne einer Katze das Leben keinen Spass macht .Tierliebhaber werden das verstehen,egal welches Tier sie ins Herz geschlossen haben.Und jene die das nicht verstehen haben sowieso kein Herz und verpassen im Leben die wirklich ware Liebe.

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  • Marieanne am 23.11.2018 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lauser

    Ich hätte in meinem hohen Alter viele Katzen,und bei jeder die gestorben ist weinte ich sehr,es gibt ein kleines Meer davon jetzt habe ich nur noch einer der ist 6 Jahre alt ,leider kein Schmuser aber ich liebe ihn trotzdem ,aber frech beisst gerne,darf ihn nicht zu lange streicheln,manchmal schleckte er meine Hand und das geniesse ich sehr,

  • Mr. Jister am 24.11.2018 00:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nasse Pfoten

    Ich habe meine Katzen bereits als Babys an Wasser gewöhnt. An heissen Sommertagen fülle ich die Badewanne knöcheltief mit leicht kühlem Wasser. Für die Katzen jedesmal ein riesen Spass, die wälzen sich regelrecht im Wasser :-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • J-Car am 24.11.2018 22:02 Report Diesen Beitrag melden

    Glanz und Elend

    Ein Tier, besonders grad eine Katze macht aus einem Zuhause ein gemütliches Daheim. Aber es gibt halt auch eine andere Seite: Musste letzte Woche zuschauen wie Nachbars Katze von einem Wagen überfahren wurde. Auch wenn`s nicht unsere war: der kleine Wirbelwind kam oft zu Besuch und fehlt mir so sehr!

  • Donna M. am 24.11.2018 15:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mystische Samtpfoten

    Was mir an Katzen gefällt, ist dieses Mystische das sie umgibt. Dazu ihre Eigenwilligkeit zu machen was sie wollen. Mein Büsi verpasst mir manchmal ein Hände-Peeling. Da muss ich sie manchmal bremsen. Wenn es mir aber mal nicht so gut geht, spürt die das und beruhigt mich mit ihrem schnurren. Eine Wohltat. Leider schnurren Katzen auch, wenn es ihnen selbst nicht gut geht. Um sich damit selber zu beruhigen.

  • van de weed am 24.11.2018 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Katzen....

    ich habe auch 4 Stück von diesen Stubentigern zu Hause...ich möchte nicht mehr leben ohne sie.. Klar sich machen was sie wollen, aber das macht der Mensch heute ja auch zunehmend

  • Anil am 24.11.2018 09:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Sowas ist seit Jahrzehnten bekannt genau wie die Bürste....

  • frau am 24.11.2018 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Katzen

    Meine Tochter hat zwei Katzen. Eine Katze liebt Wasser. Die Tochter kann nicht mal ruhig duschen, weil die wasserliebende Katze immer mit in die Dusche will.