Genetik

09. Januar 2016 20:05; Akt: 09.01.2016 20:05 Print

Darum sehen so viele Büsi wie Hitler aus

Im Netz sind Bilder von Scheitel und Hitlerschnauz tragenden Katzen der Hit. Der politisch nicht ganz korrekte Look ist das Resultat eines Gendefekts.

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«Sieg Miau»: Katzen, die wie Hitler aussehen, werden im Internet nicht nur gefeiert, sondern haben mit auch eine eigene Plattform. Woher die politisch nicht ganz korrekte Scheckung kommt, war lange unklar. Doch nun zeigen Forscher: Es ist das Resultat eines Gendefekts. Dieser bewirkt, dass sich während der embryonalen Entwicklung weniger Farbzellen bilden als normal und es deswegen nicht genug von ihnen gibt, um das ganze Fell einzufärben. Damit verweisen die Wissenschaftler die bisherige Erklärung in ihre Schranken: Diese besagt, dass ein fehlerhaftes Gen dafür sorgt, dass sich die Farbpigmente langsamer bewegen und es nicht rechtzeitig an Ort und Stelle schaffen. Das Phänomen, in Dingen und Mustern Gesichter zu sehen, bezeichnen Forscher übrigens als Pareidolie. Grund dafür ist laut Wissenschaftlern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) die unterschiedliche Arbeitsweise des menschlichen Gehirns. Während ein Areal in der linken Hirnhälfte beurteilt, wie ähnlich ein Bild einem Gesicht ist, ... ... entscheidet die rechte, ob es sich bei dem Gesehenen tatsächlich um ein Gesicht handelt. Sieht man nun eine Kitler, geraten die beiden Hirnhälften in Konflikt und der Betrachter sieht eine Katze mit Hitler-Gesicht. Doch Büsis sind nicht die einzigen Tiere, die dem Diktator sehr ähneln. Auch Hunde und ... ... sogar manche Käfer tragen sein Antlitz am Körper. Aber die Häufung an Bildern zeigt: So gut wie alles kann an Adolf Hitler erinnern - sogar in den Exkrementen von Vögeln meint man sein Gesicht zu erkennen. Auch dieser Teekessel der Firma JC Penny hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Diktator, ... ... genauso wie diese verwitternde Satellitenschüssel ... ... oder die obere Steckdose in diesem Bild. Es scheint, als gäbe es keinen Bereich, der nicht Erinnerungen an Deutschlands dunkle Zeit weckt: Wer genau hinschaut, kann selbst in der Werbung die haarigen Markenzeichen Hitlers erkennen. Selbst in mancher Kleidung stösst man auf Hitler-Lookalikes. Und auch Icons sind nicht gegen einen Hitler-Vergleich gefeit, wie das Beispiel der App TextSecure (heute: Signal) zeigt. Immerhin: Es wurde im Februar 2015 gegen ein weniger verfängliches Zeichen ausgetauscht.

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Katzen, Pferde und selbst Schafe: Viele Tiere sind schwarz-weiss gescheckt. Wie die auf dem Körper verteilten Flecken zustande kommen, war bislang unklar. Besonders rätselhaft: Das Schicksal der Katzen, die aufgrund ihrer Scheckung wie Hitler aussehen, der sogenannten Kitlers.

Licht ins Dunkel bringen nun Forscher der Universitäten Edinburgh und Bath. Sie haben entdeckt, dass die Scheckung zufällig passiert. Und zwar aufgrund eines Gendefekts, der bewirkt, dass sich während der embryonalen Entwicklung weniger Farbzellen bilden als normal. Kurz: Es sind nicht genug Zellen vorhanden, um das ganze Fell des Tieres einzufärben, schreibt das Team um Genetiker Richard Mort im Fachjournal «Nature Communications».

Nicht langsamer, sondern weniger

Damit erweist sich die bisherige Erklärung als falsch, heisst es in einer Mitteilung. Denn bislang gingen Forscher davon aus, dass ein fehlerhaftes Gen dafür sorgt, dass sich die Farbpigmente langsamer bewegen und es nicht rechtzeitig an Ort und Stelle schaffen.

Die Forschung hat einen ernsten Hintergrund, denn gescheckte Tiere sind zwar in der Regel schön anzusehen, allerdings leiden sie häufig unter gesundheitlichen Problemen. Diese können von leichten Sehbehinderungen bis hin zu schwerwiegenden Missbildungen reichen. Auch sie entstehen – genau wie die Farbgebung – in der embryonalen Entwicklung und weil die entsprechenden Zellen nicht an Ort und Stelle gelangen. Die Forscher hoffen, auf diese Weise eine Lösung dafür zu finden.

Wer noch nicht genug von den Katzen hat, die wie Hitler aussehen, findet im Video, was er sucht. (Video: Youtube/fischerpilne)

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick Wyss am 09.01.2016 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katze

    Katzen si d süss, egal ob mit Hitler oder ohne, die Katze kann ja nichts dafür.

  • Ganjaflash am 09.01.2016 20:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzig

    Lustiger Bericht mit süssen Fotos :-)

  • Murphys Law am 10.01.2016 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Einige Bilder sind doch recht an den Haaren herbei gezogen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Murphys Law am 10.01.2016 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Einige Bilder sind doch recht an den Haaren herbei gezogen.

  • Dani am 10.01.2016 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Büsi

    So einem Büsi möchte ich nicht über den Weg laufen. Sonst erklärt es mir noch den totalen Krieg.

  • Tanja am 10.01.2016 00:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fünf Wildkatzen

    Hab auch ein Khittler Kätzchen, das ist ganz lieb, zahm, schmusig und gesund. Musste schmunzeln, nun ja, Lascaux Lumpaz ist nur eins von fünf. Die anderen sehen aus wie Jason Statham, Sly Rambo, Kater Karlo, Scrat von Ice Age und Puschel das Eichhorn...

  • Soffi am 09.01.2016 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die bildstrecke

    Die erste Katze sieht wirklich heftig aus. Aber eine Reinkarnationen kann es nicht sein: das Original stand doch auf Hunde, wenn ich mich nicht täusche

    • Tomtom am 10.01.2016 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Soffi

      Das war die Strafe :-)

    einklappen einklappen
  • Patrick Wyss am 09.01.2016 22:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Katze

    Katzen si d süss, egal ob mit Hitler oder ohne, die Katze kann ja nichts dafür.