Aufatmen

24. Februar 2014 19:57; Akt: 02.10.2018 08:38 Print

Das Wassermonster ist doch nicht ausgestorben

von Teresa de Miguel, AP - Schön ist er nicht, aber irgendwie süss: Der mexikanische Axolotl. Er galt schon als ausgestorben, nun haben Forscher zwei Exemplare gesichtet. Dennoch bleibt er gefährdet.

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Vorläufige Entwarnung für das «mexikanische Wassermonster»: Nachdem Wissenschaftler noch vor wenigen Wochen befürchtet hatten, dass der Axolotl in freier Wildbahn ausgerottet sei, gelang es ihnen nun, zwei der seltenen Amphibien zu sichten.

Die Forscher der Nationalen Autonomen Universität von Mexiko hatten im vergangenen Jahr vier Monate lang vergeblich den einzigen noch bekannten Lebensraum dieses Schwanzlurchs im Gebiet Xochimilco bei Mexiko-Stadt untersucht und dabei keine Exemplare gefunden. Die Gefahr sei gross, dass der Axolotl in freier Wildbahn ausgerottet werde, erklärte Biologe Armando Tovar Garza damals.

Diesen Monat wurde eine zweite Suchaktion gestartet, und nun konnte der Wissenschaftler vorläufige Entwarnung geben. «Wir konnten sie zwar nicht fangen, weil das Verhalten des Axolotls es sehr schwer macht», sagte Tovar Garca. «Aber wir haben zwei Sichtungen. Das ist wichtig, denn es zeigt, dass wir noch eine Chance haben.»

Rapider Rückgang

Der Name Axolotl stammt aus der Sprache der Azteken und bedeutet in etwa Wassermonster. Eine andere Bezeichnung ist «laufender Fisch». Die meist dunkelgrauen oder braun marmorierten Tiere werden in der Regel knapp 30 Zentimeter lang und sind gedrungen gebaut. Das Maul ist breit, die Schnauze abgerundet und die kleinen lidlosen Augen stehen weit auseinander. Kurz gesagt: Sie sind ausgesprochen hässlich.

Bei den mittelamerikanischen Ureinwohnern galt der Axolotl als heiliges Tier, wurde jedoch auch bei Festessen als Delikatesse aufgetischt. Auch in den vergangenen Jahren gelangten Axolotl vereinzelt auf Märkte, wo sie zum Verzehr angeboten wurden.

Für die Wissenschaft sind die Tiere besonders interessant, weil sie über die Fähigkeit verfügen, Gliedmassen und sogar Teile des Gehirns und des Herzens wiederherzustellen.

Im Jahr 1998 gab es laut wissenschaftlichen Studien noch 6000 Axolotl pro Quadratkilometer in der Region. 2003 waren es noch 1000, 2008 nur noch 100. Grund für den Rückgang ist die zunehmende Umweltverschmutzung sowie das immer weitere Vordringen der Menschen in den Lebensraum der Tiere.

Schutzräume sollen helfen

Einige Exemplare der Tiere werden zudem noch in Zoos und Aquarien gehalten. Experten sehen diese Haltung jedoch als nicht optimal an, auch weil es dabei zu Mutationen kommen kann. Ein Aussetzen von in der Gefangenschaft geschlüpften Axolotln kommt nicht infrage, weil sie eine Pilzinfektion verbreiten könnten, die für die wenigen noch freilebenden Tiere eine tödliche Gefahr wäre.

Von den sinkenden Zahlen alarmiert haben Umweltschützer in Xochimilco künstliche Schutzräume angelegt, wo die Tiere überleben und sich fortpflanzen können. Offenbar war es nicht völlig vergeblich. Die aktuelle Suchaktion läuft noch bis April. Nach den ersten Erfolgen hoffen die Wissenschaftler nun auf weitere Sichtungen.


Ein Axolotl in Aktion. (Video: Youtube/Jesse Bailey)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ameliore am 24.02.2014 22:40 Report Diesen Beitrag melden

    Axolotl - Fan

    ich halte seit Jahren Axolotls und finde diese Tiere absolut hübsch und interessant

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  • Poke-Fan am 25.02.2014 00:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Axolotl, ich wähle dich!

    Ein wildes Pokemon!

  • Sandy am 24.02.2014 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum hässlich ?

    Ich finde ihn absolut nicht hässlich . Er hat was süsses an sich

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ichhh am 26.02.2014 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    :)

    die hat's in der kanti alpenquai im aquarium ;) nur so nebenbei

  • Eisprinzessin am 25.02.2014 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Süss nicht hässlich

    Die süssen Tierchen kann man auch gern im Zoo Zürich bewundern. Hoffentlich bleiben sie in freier Wildbahn erhalten.

  • Julian am 25.02.2014 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erinnert an Steinzeit.

    Finde er erinnert stark an so einen Urfisch oder Uramphibien? Wenns sowas überhaupt gibt. Sehr schönes Lebewesen! Gefällt mir, werde mich mal erkundigen über dieses Tier :)

  • Axolotli am 25.02.2014 21:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schön

    Eine gute Nachricht:-) . Ich hoffe, das Tierli /das ich übrigens süß und hübsch finde:-) / wird noch lange existieren!

  • Orbesch am 25.02.2014 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hübsche Kerlchen

    Ich finde die absolut nicht hässlich sie sehen so aus als wären sie aus Fantasien Bitte meine lieben Mexikaner schützt sie es wäre wirklich sehr schade wen unsere Nachkommen sie nur noch in Büchern und Zoos sehen können.