Positives Denken

13. März 2017 15:27; Akt: 13.03.2017 15:28 Print

Das auch noch! Jammern ruiniert Ihre Gesundheit

Stau, Arbeit, schlechtes Wetter: Es gibt vieles, worüber man sich beklagen kann. Doch bringen tut das nichts. Im Gegenteil.

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Es gibt Menschen, die haben an allem etwas auszusetzen. Doch das sollten sie besser lassen: Nicht nur zieht das ständige Nörgeln einen selbst runter, es kann auch krank machen. Regelmässiges Jammern bringt das Gehirn dazu, eine negative Grundeinstellung anzunehmen. Denn in ihm kommunizieren rund 100 Milliarden Nervenzellen über 100 Billionen Synapsen miteinander. Wenn die Gedanken immer wieder die gleiche Richtung einschlagen ... ... festigt sich diese Verbindung und desto häufiger nehmen Gedanken wieder diesen Weg. Das heisst: Wer viel nörgelt, wird es laut Jeffrey Lohr von der University of Arkansas mit grosser Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft tun – und zwar auch dann, wenn es eigentlich keinen Anlass gibt. Wer sich in einer solchen Negativspirale befindet, kann irgendwann auch nachts nicht mehr abschalten. Statt mit schönen Träumen verbringt man die Nacht grübelnd und schlaflos. Das macht auf Dauer krank. So leidet beispielsweise das Immunsystem unter der fehlenden Regenerationszeit. Laut Jeffrey Lohr hindert eine negative Lebenseinstellung aber nicht nur am Schlafen: Denn wann immer das Gehirn negative Emotionen verarbeitet, gibt es Alarmsignale an den Körper weiter und erzeugt Stress. Das kann zu Burnout ... ... Bluthochdruck, Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems ... ... Übergewicht und ... ... Diabetes führen. Zudem wird das Immunsystem dadurch weiter geschwächt. Auch das Gehirn wird auf Dauer in Mitleidenschaft gezogen, wie Forscher der Stanford University gezeigt haben. Ihrer Studie zufolge bringt ständiges Jammern den Hippocampus zum Schrumpfen, der für das Erinnern zuständig ist. Doch man schadet nicht nur sich selbst, wie Stanford-Neurologe Robert Sapolsky berichtet. Das kann einerseits einsam machen, andererseits aber auch ... ... noch mehr negative Gedanken aufkommen lassen. Denn wenn ein Mensch sieht, wie jemand anderes eine Emotion erlebt, baut unser Gehirn dieses Gefühl nach, um nachzuempfinden, wie es der anderen Person geht. So zieht man sich gegenseitig runter.

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Wer will, findet immer etwas zu meckern. Doch gut ist das nicht, wie unter anderem Jeffrey Lohr, Psychologe an der University of Arkansas, herausgefunden hat (siehe Bildstrecke). Er warnt explizit davor, zu oft zu jammern. Denn anders als oft angenommen, ist es gar nicht gut, wenn man seinem Frust ständig freien Lauf lässt.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rico am 13.03.2017 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstbetrug

    Nur positives Denken ohne die Realität zu sehen kann auch zum Selbstbetrug führen

  • Schlussfolgerer am 13.03.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    ganz einfach

    ein schwacher Geist führt unweigerlich zu einem schwachen Körper.

  • Andi am 13.03.2017 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Optimisten

    Steckt auch Mist. Gutes Essen, viel Bewegung und ab und zu entspannen an der Sonne damit Mg zu Ca umgewandelt wird und man ist gesund. Dann kann man auch jammern so viel man will.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sarkas Mus am 14.03.2017 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Oh ja, Meister

    Immer positiv denken. Unsere Chefabzocker spenden Geld für die Luxusuhren-Industrie, die Flüchtlingswelle verhilft armen Sozis zur Arbeit, die horrenden Krankenkassen erhalten die schützenswerten CEO-Arbeitsplätze in der Schweiz. Also juble und schieb gefälligst kostenlos ein paar stunden Mehr im Monat. Als Bonus wird dafür das eh langweilige Rentenalter nach oben geschoben.

  • Walt am 14.03.2017 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Selbst Beobachtung

    Das merkt man von selbst, wenn man seine eigenen Gedanken einmal beobachtet. So viele kleine negative Gedanken, die einem sonst gar nicht wirklich auffallen. Das fängt z.B. bereits beim Wetter an. Dazu merkt man auch, dass Negativität ansteckend ist. Aus eigentlich kleinen Situationen, entstehen grosse Probleme, gem. Kopf. Daher sollten wir etwas wachsamer werden im Bezug auf das, was wir selber denken.

  • Virna Nicotra am 14.03.2017 12:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realität

    Positives denken ist eine Realität... Ein positiv denkender ist nicht Realitätsfremd!!!!

  • Sissi am 14.03.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wenns nur so wäre

    Na,da müssten die Männer insgesamt alle sterbenskrank sein.

  • Art. am 14.03.2017 10:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheit schätzen

    ...Wie gehts? -Könnte besser sein. Oft höre ich diese Antwort. Dabei könnte es auch jederzeit (noch) schlimmer werden. Einerseits drängt und fördert eine gewisse Unzufriedenheit den Fortschritt, andererseits ist es echt unnütz in der Gegenwart sich ständig zu beklagen. Mittelmass scheint auch hier richtig zu sein.