«Das letzte Alarmsignal»

07. Dezember 2019 20:40; Akt: 07.12.2019 21:31 Print

Den Ozeanen geht der Sauerstoff aus

Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände. Das geht aus einem neuen Bericht der Weltnaturschutzunion (IUCN) hervor.

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Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat am Samstag in Madrid an der Weltklimakonferenz ihren neusten Bericht vorgestellt. Das Fazit der Experten: Der Sauerstoffverlust der Meere wird zu einer wachsenden Bedrohung für Fischbestände.

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Betroffen seien etwa 700 Meeresregionen in aller Welt. «Das ist möglicherweise das letzte Alarmsignal, dass wir von dem unkontrollierten Experiment bekommen, dass die Menschheit in den Ozeanen der Welt ausgelöst hat», sagte Dan Laffoley, einer der Herausgeber des Berichts.

Klimaerwärmung und Wasserverschmutzung

Der sinkende Sauerstoffgehalt in den Ozeanen hat dem Bericht zufolge in der Hauptsache zwei Gründe. Zum einen die Klimaerwärmung. Heizt sich das Meerwasser auf, enthalte es tendenziell weniger Sauerstoff. Zum anderen führe eine Verschmutzung der Gewässer mit Nährstoffen etwa aus Fischzuchten oder Düngemitteln aus der Landwirtschaft insbesondere in Küstenregionen zu einem starken Algenwachstum. Bei ihrem Abbau verbrauchen sie Sauerstoff. In sauerstoffarmen Gewässern überlebten Mikroben, Quallen und Tintenfische besser als Fische.

Gefahr der Überfischung

Vom Sauerstoffrückgang betroffen sind auch die Ostsee und das Schwarze Meer. «Dies sind die grössten geschlossenen Meeresökosysteme mit niedrigem Sauerstoffgehalt», heisst es in dem Bericht. Während es im Schwarzen Meer teils natürliche Gründe gebe, seien in der Ostsee vor allem die Düngemittel und der Klimawandel Schuld.

In wärmeren Gewässern vermischten sich sauerstoffreiche und -arme Schichten weniger gut, heisst es in dem Bericht. Thunfische und Haie brauchten wegen ihrer Grösse und ihres Energiebedarfs viel Sauerstoff. Sie würden in relativ sauerstoffreiche Schichten an höheren Lagen gezwungen und setzten sich dann der Gefahr aus, gefischt zu werden. Überfischung sei die Folge, so die IUCN.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • felice am 07.12.2019 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    jetzt kommts !

    Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!

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  • doris am 07.12.2019 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    der mensch hat in weniger als 100 jahren alles zerstört was in den lezten jahrmillion aufgebaut wurde

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  • Roland S. am 07.12.2019 20:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Desaster

    So wie der Mensch mit Tier und Umwelt umgeht Verwundert sowas doch nicht mehr. Die Explodierte Bevölkerungszahl wird schlussendlich für alle dramatische Folgen haben.Arme Tiere ,Umwelt und Mensch

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gino am 06.01.2020 22:22 Report Diesen Beitrag melden

    völlig

    unhaltbare Behauptung, die 700 Regionen können höchstens winzige Ausnahmen sein, mit Sicherheit aber nicht der Atlantik und Pacifik.

  • Herbert am 11.12.2019 08:10 Report Diesen Beitrag melden

    verursacherprinzip

    Nach dem Verursacherprinzip könnte man Düngemittelhersteller mit einerr Umwelt Steuer belasten und mit dem Geld nach Lösungen suchen die Meere zu belüften ? (wird bis jetzt nur in kleinen Seen angewandt

    • Tellobaldi am 11.12.2019 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      Agenda21,PAK

      Düngemittelgersteller gibt preis an bauern weiter.Bauer gibt preis an zwischenhändler weiter.Zwischenhändler gibt preis an....?Genau,am schluss zahlt der büezer.Genauso die treibstoffklimasteuern und alle anderen klimafascho businesssteuern.Nimmt man mieten u. Krankenkassenentwicklung dazu,ist das grüne ziel bald erreicht,denn nur 1 armer bürger ist 1 nachhaltiger büezer ,wenn er sich fleisch,urlaub,mobilität,eigenheim nicht mehr leisten kann und sein leben als arbeitssklave bei wasser und sojasprossen verbringt.

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  • ThMiMe am 10.12.2019 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Sauerstoff

    Was den alles? Die Erde ist grüner als vor 20 jahren, die luft hat sich bedeutend verbessert, in unseren Flüssen zb im Rhein, kann man wieder Fische fangen und könnte auch essen, die Wälder sind mit Moose u. Farnen bewachsen und vieles mehr, was bitte haben die menschen in 100 jahren alles zerstört? Bückt euch alle auf dieser welt, einmal am Tag nd hebt den Dreck auf, den ihr alle achtlos hinschmeißt und das ein jahr lang dann ist unsere Erde noch saubrer. Kümmert euch um die 10 Flüsse in Asien, Afrika und süd Amerika,die die Meere mit Plastik verschmutzen und fischt den müll wieder heraus!

  • Ralf am 10.12.2019 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hubi

    Ich finde das geil,endlich keine Viecher mehr im Meer

  • Maria Weber am 10.12.2019 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Fassungslos

    Und trotzdem gibt es immernoch Leute die behaupten, dass es den Klimawandel und seine folgende Schäden nicht gebe...das macht mich fassungslos

    • Tello am 10.12.2019 17:34 Report Diesen Beitrag melden

      Trojaner

      Soso ..klimawandel ist also schädlich.Dann hat die erde ja von anfang an einen totalschaden .Vulkanausbrüche sind auch schädlich,wir sollten länder die vulkane ausbrechen lassen mit embargos sanktionieren und ihren völkern eine steuer auferlegen.Auch länder die erdbeben ,kontinentaldrift und zu viele sonnenuntergänge haben muss mann die parkplätze streichen.Bin fassunglos

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