Roboterfahrzeug

04. Januar 2019 10:59; Akt: 04.01.2019 10:59 Print

Der Jadehase hinterlässt seine Spur auf dem Mond

Nach der erfolgreichen Landung auf der Rückseite des Mondes ist der Rover Jadehase 2 von der Landesonde Chang'e 4 auf die Oberfläche gefahren.

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Am Donnerstagabend um 22.22 Uhr (Ortszeit) war es so weit: Das Roboterfahrzeug Jadehase 2 berührte erstmals die Mondoberfläche, wie die chinesische Weltraumbehörde CNSA am Freitag auf ihrer Webseite mitteilte. Auf einer zur Erde gesendeten Aufnahme ist das Fahrzeug mit ausgeklappten Solarzellen zu sehen. Zuvor war es von einer Rampe gefahren und hatte mit seinen Reifen die ersten Spuren im lockeren Mondboden hinterlassen.

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China hatte Stunden zuvor mit der Landung von Chang'e 4 Raumfahrt-Geschichte geschrieben. Es war das erste Mal, dass eine Sonde auf der von der Erde abgewandten Seite des Mondes aufsetzte. Die unbemannte Sonde landete am Aitken-Krater in der Nähe vom Südpol des Mondes. Im chinesischen Staatsfernsehen war von einer historischen Landung und einem grossen technologischen Durchbruch die Rede.

Eigener Satellit

Chinesische Experten hatten die «Change 4»-Mission vor der Landung als sehr anspruchsvoll bezeichnet. Als Hürde galt die reibungslose Kommunikation mit der Erde, weil auf der Rückseite des Mondes keine direkte Funkverbindung aufgebaut werden kann. Deshalb brachten die Chinesen bereits im Mai den Übertragungssatelliten Queqiao (Brücke der Elstern) in Position, um Signale aus dem Funkschatten zu senden.

Geplant sind nun unter anderem Experimente mit niedrigen Radiofrequenzen. Ohne die Erdatmosphäre und andere Störungen können Astronomen in der Stille des Alls besser Signale auffangen und hoffen auf neue Erkenntnisse über die Entstehung der Sterne.

Jadehase und Mondfee

Zudem hat Chang'e 4 Saatgut geladen, mit dem geprüft werden soll, ob Gemüseanbau in einer geschlossenen Umgebung bei der niedrigen Schwerkraft der Mondoberfläche möglich ist.

Chinas Raumfahrzeuge sind nach einer alten Legende benannt, wonach der Jadehase (Yutu) der Mondfee Chang'e auf dem Erdtrabanten Gesellschaft leistet.



(jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lucca am 05.01.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Deine Spuren im Sand...

    Gibt es auf der Rückseite vom Mond Schwerkraft?

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  • Realistiker am 04.01.2019 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Jadehase hoppelt auf Mondgöttin

    Ist halt schwierig, zu beurteilen, was wahr ist und was nicht - das ganze Astro- und Spacezeugs besteht doch zu 99 Prozent aus Computeranimationen. Trotzdem, zuzutrauen ist es den Chinesen schon - auch wenn es einige Selbstzufriedene hier in Europa und in den USA nicht glauben wollen - aber der grosse Drache ist erwacht und wird sich seinen Platz auf der Weltbühne suchen, auch militärisch (Taiwan ist schon im Fadenkreuz)...

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  • Hylios am 04.01.2019 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und was....

    was ist mit den Aliens.....wie bei Apollo 18.....mmmmmhhhhh

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lucca am 05.01.2019 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    Deine Spuren im Sand...

    Gibt es auf der Rückseite vom Mond Schwerkraft?

    • Dani B. am 05.01.2019 17:25 Report Diesen Beitrag melden

      ja, gibt es

      sie beträgt 1.62 m/s²

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  • Zössu am 05.01.2019 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Klever

    Eigentlich klever von den chinesen auf der erdabgewanten seite zu landen. Da kann man nicht mit dem teleskop schauen ob es stimmt!

    • Captainlonestar am 05.01.2019 05:47 Report Diesen Beitrag melden

      Zuhören

      Sie können dem Datenverkehr zuhören und den Sateliten triangulieren. Die anderen Staaten hätten schon lange etwas gesagt wenn die Chinesen nicht tatsächlich da wären.

    • EVGO am 05.01.2019 06:32 Report Diesen Beitrag melden

      Optik

      Da hat es wieder einer nicht verstanden. Die könnte man auch auf der erdzugewanten Seite des Mondes mit keinem Teleskop von der Erde aus sehen. Es gibt kein Teleskop mit einer dermaßen großen Linse!

    • Max am 05.01.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte um hinweiss

      Rufen sie mich an, wen sie ein teleskop gefunden haben, welches auf 384'400 Kilometer eine 1x1 meter grosser rover sehen kann.

    • René am 05.01.2019 20:03 Report Diesen Beitrag melden

      Verschwörungstheorien............

      Aber man kann mittels Triangulation der Funksignale den genauen Standort ermittelt. Die Triangulation wurde übrigens schon von den Russen, bei den Apollo Missionen der NASA, durchgeführt.

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  • Max Steiff am 04.01.2019 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Kuschelmond

    Ich habe gestern Nacht mit dem Fernglas geschaut. Da oben ist weder ein Hase noch sonst ein Plüschtier zu sehen. Aber wenn sie sich munter vermehren, dann kann man sicher bald weicher landen.

  • Hylios am 04.01.2019 22:32 Report Diesen Beitrag melden

    Und was....

    was ist mit den Aliens.....wie bei Apollo 18.....mmmmmhhhhh

  • Galileo Gaukeley am 04.01.2019 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Mondchinese vs Chinesenmond

    Ich hatte schon immer den Eindruck gehabt, der Mann im Mond sehe aus wie ein Chinese.