Warnung vom WWF

18. Mai 2012 12:18; Akt: 18.05.2012 18:37 Print

Der Schweiz sterben die Pflanzen weg

Die Schweiz hat allen Grund, den ersten internationalen Tag der Pflanze ernst zu nehmen. Denn bei uns sind europaweit die meisten Gewächse vom Aussterben bedroht.

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Am 18. Mai 2012 wird erstmals der internationale Tag der Pflanzen begangen. Dazu weist der WWF darauf hin, dass in der Schweiz so viele Pflanzen bedroht sind wie in keinem anderen europäischen Land.

Hauptgrund für das Pflanzensterben ist im Mittelland die intensive Bodennutzung. Gerade die Landwirtschaft erkauft sich ihre Rekordproduktion mit überhöhtem Einsatz an Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Darunter leidet die Natur: Zahlreiche Auen, Moore und ganze 95% der Trockenwiesen sind in der Schweiz verschwunden und damit der Lebensraum vieler Pflanzenarten. «Pflanzen auf nährstoffarmen Böden finden kaum noch naturbelassene Flächen, um sich auszubreiten», sagt Thomas Wirth, Biodiversitätsspezialist beim WWF Schweiz.

In den Bergen sind zwar weniger Arten bedroht als im Mittelland, dafür sind die Auswirkungen umso einschneidender: Viele der betroffenen Pflanzen gedeihen ausschliesslich im Alpenraum. Sterben sie dort aus, sind sie weltweit für immer verschwunden. 150 Pflanzen auf der Liste dieser sogenannten Verantwortungsarten benötigen zu ihrem Schutz deshalb dringend Massnahmen. «Die bisherigen Anstrengungen waren bei weitem nicht ausreichend, sonst wäre diese Zahl heute nicht so hoch», meint Wirth.

Eine Verbesserung der Situation ist aber möglich. Im Rahmen der «Agrarpolitik 2014 – 2017» werden Landwirte stärker für die umweltgerechte Nutzung extensiver Bergwiesen und –weiden entschädigt. Gleichzeitig werden Fehlanreize für die Überdüngung der Landschaft abgeschafft. Der WWF unterstützt diese wichtigen Reformvorhaben.

(lue)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ursus am 18.05.2012 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    keine Hilfe

    ich habe den WWF bereits schon über Umweltverschmutzung aufmerksam gemacht. Faun und Flora werden massiv gestört. Als Antwort hat man mir erklärt, dass sie gegen die Firma bzw. überhaupt dagegen nichts unternehmen könne. Von wegen....

  • Ernst Frischknecht am 18.05.2012 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Die Blumen verschwinden weil...

    Die Blumen verschwinden weil die Bauer zu viel Gülle austragen und zu früh mähen, denn junge Blumen wenn es überhaupt noch hat, können nicht Versamen. Meine Wiese die das erste Mal im Juni / Juli gemäht und nicht gedüngt wird ist Randvoll von von verschidensten Wiesenblumen wie es sie in meiner Kindheit vor 55/6o Jahre gegeben hat.

    einklappen einklappen
  • Patrick am 18.05.2012 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    Konsumenten sind schuld

    Die eigentlichen Schuldigen sind die Konsumenten von Milch und Fleisch weil die Kühe , Schafe, Hühner, Schweine viel Futter brauchen und für dieses ganze Futter die Diversifikation der Natur verloren geht. Man muss sich nur umschauen wenn man draussen unterwegs ist. Überall die sogenannten Fettwiesen die ausschliesslich für Kühe da sind. Das ist übrigens auch ein Grund für das Bienensterben, die finden einfach nicht mehr genug abwechslungsreiche Wiesen, ein Teufelskreislauf.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter Ransom am 21.05.2012 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seltsam

    Seit wir immer mehr Flächen haben müssen auf denen wir weder spritzen noch düngen dürfen, sterben die Pflanzen. Zudem wurden viele Mittel verboten und die extenso Getreideproduktion hat sehr zugenommen. An Bächen und Wegrändern müssen immer grössere Abstände eingehalten werden, es gibt auch viel mehr Bio als vor 20 Jahren und noch so vieles mehr. Die Landwirtschaft wurde weniger Intensiv(ausser Gemüse, Salat usw). Vielleicht sollte man mal nach anderen Gründen suchen. So geht nämlich irgendwas nicht auf.

  • Michel am 20.05.2012 22:50 Report Diesen Beitrag melden

    Verfassung gerecht werden

    Der Bund muss in diesem Bereich schnellsten handeln. Viele Böden sind quasi totgedüngt oder gespritzt, dabei stellt die Verfassung in Auftrag das zukünftige Generationen auch noch von Mutter Erde leben können. Dieser Verfassungsartikel wird bis heute nicht umgesetzt. Dabei gäbe es viele ansätze zur Verbesserung. Zum einen mein 10 Jahres plan zur Nutzung des jeweiligen Landes. 7 Jahre Kultivierung danach 3 Jahre pause damit sich der Boden erholen kann. Im 2 Jahr der pause darf einmal geschnitten werden um Heu zu machen im 3 Jahr darf leichte Viehwirtschaft betrieben werden.

  • TL am 20.05.2012 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja Toll

    Ist doch Toll so ein Tag wir hatten ja in den 80er Jahren das Wald sterben. Und wenn ich so rum schau sorry ist er ja noch immer da. Allso es lebe das retro... Auch wenn das jetzt eine ganz neue Idee ist...

  • SS am 20.05.2012 21:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umweltfreundlich

    WWF sollte per E-Mail,Fernseher und Radio mehr Werbung machen nicht mit Magazinen und Zeitungen,dass ist nicht umweltfreundlich.

  • Peter Meier am 20.05.2012 21:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Es stimmt mich Nachdenklich, wenn ich hier sehe wie viele d..... Personen noch immer nicht begreifen, dass wir die Natur brauchen und dem WWF solche Absichten unterstellen. Wann schützen endlich alle Menschen die Natur und unsere Tier?!?!