Entzaubert

02. Juli 2014 12:20; Akt: 02.07.2014 12:20 Print

Der Yeti, eine haarsträubende Legende

Ob Yeti oder Bigfoot — immer wieder glauben Menschen, Affenmenschen gesehen zu haben. Doch Haarproben zeigen: Die zotteligen Wesen sind alles andere als mysteriös.

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Im Himalaya ist der Yeti tief verwurzelt in der Kultur der dort lebenden Völker. Für Bhutanesen wie den Schriftsteller Tsering Tashi ist die Kreatur sieben Fuss gross, stinkt und ist sehr gefährlich. «Wer einen weiblichen Yeti sieht, sollte bergab rennen», rät er in «Mythen und Erinnerungen». Denn die hängenden Brüste hinderten das Weibchen daran, schnell hinab zu laufen. Wer jedoch einen männlichen Yeti sehe, solle bergauf rennen, da das lange Haar die Verfolgung verlangsame.

Doch: Der sagenumwobene Yeti ist höchstwahrscheinlich ein Bär. Das zeigen genetische Untersuchungen von Haarproben. Auch andere, vermeintlich «anomale Primaten» wie Bigfoot und Almasty seien der Wissenschaft bekannte Säugetiere. Dies berichtet ein internationales Forscherteam um Bryan Sykes von der Universität Oxford in den «Proceedings of the Royal Society B».

Alte Bekannte und offene Fragen

Für die Studie hatten die Wissenschaftler das Erbgut von 30 Haarproben analysiert. Die Proben kamen aus Museen oder von Privatleuten und sollten vom Yeti, von Bigfoot, Almasty und einem in Sumatra gesichteten, kleinen Primaten namens Orang Pendek stammen. Die Forscher konnten alle rätselhaften Wesen entmystifizieren: Sie entpuppten sich als Eis-, Braun- oder Schwarzbären, Pferd, Kuh, Waschbär, Wolf, Hirsch und in einem Fall sogar als Mensch.

Ein Rätsel aber bleibt: Einige Erbgut-Sequenzen von zwei Haarproben aus Indien und Bhutan zeigten eine Übereinstimmung mit dem Erbgut eines Eisbären aus dem Pleistozän, der vor etwa 40'000 Jahren lebte. Ähnlichkeit mit dem Erbgut heute lebender Eisbären fanden die Forscher hingegen nicht.

Kein gewöhnlicher Bär

Die eine, goldbraun schimmernde Haarprobe stammte von einem Tier, das ein Jäger vor etwa 40 Jahren in Indien erschossen hatte. Dem Jäger zufolge soll sich das Tier ganz anders als ein gewöhnlicher Bär verhalten haben. Die zweite rötlich-braune Probe stammte aus einem Bambus-Wald in Bhutan und soll von einem Migyhur stammen, dem Yeti-Äquivalent in Bhutan.

Das betreffende DNA-Segment sei nur sehr kurz, wenngleich es in einer sehr stark konservierten Region des Erbguts liege. Das Ergebnis sollte deshalb als vorläufig betrachtet werden, schreiben die Wissenschaftler. Womöglich handle es sich um eine bisher unbekannte Bärenart oder um Nachkommen eines Hybrids aus Braun- und Eisbär, der bereits kurz nach der Aufspaltung der Arten aus ihrem gemeinsamen Vorgänger entstanden ist.

Mit Ausnahme dieser zwei Proben hätten alle Haare einem bekannten Säugetier zugeordnet werden können, schreiben die Forscher. Es sei wichtig im Kopf zu behalten, dass die Abwesenheit eines Beweises nicht der Beweis der Abwesenheit sei und die Existenz anomaler Primaten mit dieser Studie nicht völlig ausgeschlossen werden könne.

Bigfoot-Schwindel

Dennoch könnten Kryptozoologen, die an Bigfoot und Co. glauben, nun nicht mehr behaupten, dass sie von der Wissenschaft nicht ernst genommen würden. Es sei nun an ihnen, überzeugende Beweise für die Existenz der Wesen zu liefern.

In den USA flog 2002 nach dem Tod des Amerikaners Ray L. Wallace ein grosser Bigfoot-Schwindel auf. Sein Vater habe Monsterspuren mit einer 40 Zentimeter langen Holzschablone gelegt, gestand dessen Sohn Michael Wallace. Er habe auch unscharfe Fotos und Tonaufnahmen mit angeblichen Geräuschen der Kreatur angefertigt. Wallace habe Helfer gehabt, die für die Fotos einen Zottelpelz angezogen hätten.

(fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mogli am 02.07.2014 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mit dem Toaster aufgenommen..

    "Uuu! Schaut mal da ist der Yeti! Bringt mir sofort die Kamera mit der schlechtesten qualität!"

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  • toni am 02.07.2014 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    yeti lebt

    yeti lebt ich seh ihn jeden morgen neben mir aufwachen!!!

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  • Morgenthaler am 02.07.2014 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich werds

    gleich meinem persönlichen Yeti erzählen. Er wartet unten in der Garage auf mich:-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jammer am 03.07.2014 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    ja, Gott gibts auch, wie den Yeti

    und ich habe auch gehört, das es heutzutage wirklich immer noch Menschen gibt, die an irgendwelche Götter glauben :)

  • topsy am 03.07.2014 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh je, das kennen wir ja

    unsere ein paar hundert jahre alte wissenschaft will es einmal mehr besser wissen, als mehrere tausend jahre alte kulturen. das kennen wir längst und sehen, wohin diese haltung unseren planeten gebracht hat. zudem wechseln diese alten kulturen nicht alle paar jahre ihre meinung.

  • thomas hofer am 03.07.2014 01:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    yeti

    Wenn heute etwas nicht mehr existiert, heißt es nicht, es hat nie existiert. Wir wissen es hat vor Millionen von Jahren andere Lebewesen gegeben: heute ausgestorben. Doch Fossilien zeigen uns das was früher noch lebte. Es wurden noch keine Überreste eines Yeti gefunden, heisst jedoch nicht das es nicht da ist. Es dauert lange bis etwas im Eis gefunden wird z.B. ein verschollenes Flugzeug auch in der heutigen Zeit. Wissenschaftlich ist es nicht ganz auszuschließen

  • Christ am 02.07.2014 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amerikanischer Traum

    Geld machen und es funktioniert sogar mit Blödsinn

  • toni am 02.07.2014 18:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    yeti lebt

    yeti lebt ich seh ihn jeden morgen neben mir aufwachen!!!

    • Antek am 02.07.2014 21:05 Report Diesen Beitrag melden

      Das ist Deine Frau!

      Sag Ihr doch, sie soll sich mal die Beine rasieren!

    • M.S. am 02.07.2014 21:22 Report Diesen Beitrag melden

      Yeti Yolo

      Ich habe morgens auch einen Yeti neben mir :o)

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