Apollo 11

19. Dezember 2018 21:55; Akt: 19.12.2018 21:55 Print

Die Schweizer «Flagge» war zuerst auf dem Mond

Das Bild von der US-Flagge auf dem Mond ist weltbekannt. Aber genau genommen hatten in puncto Windsegel die Schweizer die Nase vorn.

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Apollo 11 war die Raumfahrtmission, während der erstmals Menschen auf den Mond gelangten. Wegen Fotos wie diesem, ... ... diesem oder ... ... auch diesem wird die Pioniertat vor allem und in der Regel ausnahmslos den Amerikanern zugeordnet. Dabei waren unter anderem auch Schweizer beteiligt. Konkret war das Sonnenwindsegel der Universität Bern das einzige Nicht-US-Experiment, das bei der Mondlandung dabei war. Da der Aufenthalt auf dem Mond nur kurz war, musste die «Flagge» rasch nach der Landung aufgestellt werden. Schliesslich sollte sie möglichst viele All-Teilchen einfangen. Deshalb kam es dazu, dass das Sonnenwindsegel der Berner noch vor der US-Flagge ausgerollt wurde. Tatsächlich war es die erste Aufgabe von Astronaut Buzz Aldrin, der 20 Minuten nach Neil Armstrong die Mondoberfläche betrat, das Sonnenwindsegel zu entrollen. Dieses Porträt von Neil Armstrong, dem Kommandanten der Apollo-11-Mission, entstand kurz nach dem Start am 16. Juli 1969, als das Raumschiff in der Erdumlaufbahn Schwung für die Reise zum Mond holte. Die Erde von der Apollo-11-Kapsel aus fotografiert. Ein Blick in den Rückspiegel auf dem Weg zum Mond. Die zusammengesetzte Aufnahme zeigt Buzz Aldrin am dritten Tag der Reise zum Mond in der unaufgeräumten Mondlandefähre. Die Mondlandefähre Eagle und die Erde vom Kommandomodul aus gesehen. Die Mondoberfläche bei der Ankunft von Apollo 11 am 20. Juli 1969. Was wie ein kleiner Pickel auf der Mondoberfläche aussieht, ist die Erde, die sich hinter dem Mond versteckt. Die Landefähre beim Abstieg zur Mond vom Kommandomodul aus gesehen. Das erste Foto, das Neil Armstrong auf der Mondoberfläche machte. Die Mondlandefähre in ihrer ganzen Pracht, während Buzz Aldrin aussteigt. Sekunden, bevor der wohl berühmteste Schnappschuss der Mondlandung entstand: Buzz Aldrin hebt seinen Stiefel, um den Abdruck zu fotografieren. Die Rückseite der Eagle und die Erde. Aldrins Schatten-Selfie auf dem Mond. Eines der wenigen Fotos, das Neil Armstrong auf dem Mond zeigt. Neil Armstrong in der Mondlandefähre nach seinem Ausseneinsatz. Oben: Die unberührte Mondoberfläche vor dem Ausseneinsatz (extra-vehicular activity, kurz EVA) und nachher (unten). Man beachte die vielen Fussabdrücke. Die Heimreise hat begonnen: Der obere Teil der Mondlandefähre kommt zum Kommandomodul zurück. Das wars: Die Raumkapsel ist am 24. Juli 1969 sicher im Pazifik gelandet.

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Eigentlich stand eine Schweizer «Flagge» vor der amerikanischen auf dem Mond. Weil die Zeit drängte, entrollte Buzz Aldrin zuerst das Sonnenwindsegel der Universität Bern.

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Es war eine simple Idee und trug zudem nur wenig Gewicht zur Apollo-11-Mission bei: Das Sonnenwindsegel der Universität Bern durfte 1969 als einziges Nicht-US-Experiment bei der Mondlandung dabei sein. Es war praktisch eine normale Haushaltsfolie, die mit unterschiedlichen Verfahren beschichtet und bearbeitet wurde, bevor sie zum Mond flog.

Schweizer Segel war erste Priorität

Mithilfe des Segels sollten erstmals die von der Sonne kontinuierlich ins Weltall strömenden Teilchen ausserhalb des schützenden Magnetfelds der Erde eingefangen und später im Labor untersucht werden. Daraus liessen sich Rückschlüsse auf die Zusammensetzung der Sonne ziehen.

Tatsächlich war es die erste Aufgabe von Astronaut Buzz Aldrin, der 20 Minuten nach Neil Armstrong die Mondoberfläche betrat, das Sonnenwindsegel zu entrollen, weil die Aufenthaltsdauer auf dem Mond bei dieser Mission noch sehr knapp bemessen war und die Folie während der rund zweieinhalb Stunden möglichst viel Sonnenwind einfangen sollte.

So wurde diese Schweizer «Flagge» noch vor der amerikanischen entrollt (siehe Bildstrecke). Und sie war auch bei den weiteren Mondlandungen dabei: Bei allen Apollo-Missionen ausser der abgebrochenen Apollo-13- und der Apollo-17-Mission war ein Berner Sonnenwindsegel dabei.

(fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knolle am 20.12.2018 03:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geschichtsstunde

    Ich kann fast nicht glauben, dass eine solche Umfrage formuliert wird. Kurz und gut, das beste Argument: Die Raumfahrt wurde durch die Spannungen im Kalten Krieg vorangetrieben; eine politische Differenz zwischen Ost und West, der Sowjetunion und der USA. Während es Erstgenannten geglückt ist, den ersten Satellit (Sputnik I), das erste Lebewesen (Hündin Laika) und den ersten Menschen (Gargarin) in die Erdumlaufbahn zu senden, hätte man in Moskau bestimmt gerne verkündet, dass 1969 keine Funksignale vom Mond aus hatten geortet werden können. Es sei denn man glaubt an eine Gesamtverschwörung.

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  • Franz am 20.12.2018 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    True or false?

    Googelt mal : wiki/Lunar_Reconnaissance_Orbiter Dieser Orniter hat 2009 bilder der Apollo Mondmissionen von den Landeplätzen gemacht, wo man deutlich das unterteil der Landefähren, und auch Spuren des Mondmobils sehen kann. Aber ich denke, dass die Verschwürungstheoretiker auch dazu eine Ausrede finden werden.

  • Päde am 20.12.2018 06:00 Report Diesen Beitrag melden

    Es muss mal gesagt sein.

    Ist doch egal wer oder was zuerst da oben war. Ich m.36 möchte einfach noch erleben wie die erste Kolonie auf dem Mond gegründet wird und der erste Mensch seinen Fuss auf den Mars setzt. Das sind die wichtigsten Ziele der Menschheit. Nicht dieser unsägliche Kleinkram, der hier auf der Erde seit ein paar Jahren statt findet. Die Menschheit sollte sich weiterentwickeln. Im Moment hab ich aber das Gefühl, dass es genau in die umgekehrte Richtung geht. Aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben ;).

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 20.12.2018 20:50 Report Diesen Beitrag melden

    Bildungslücke hoch 10

    Da wird immer gemotzt das es bei der Bildung fehlt, allerdings merkt man die Problematik der fehlenden Bildung erst so richtig wenn man sich die ganzen Verschwörungstheorien hier liest....

  • Borivoje Gordic am 20.12.2018 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lüge

    Das ist nicht war! Bis jetzt war niemand auf dem Mond.

  • JasonTheMason33 am 20.12.2018 15:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    apollo hoax

    schatten verursacht durch eine lichtquelle in 149mio km entfehrnung überschneiden sich nicht. nicht auf der erde nicht auf dem mond und auch sonst nirgendwo. der einzige versuch den astronauten anzug im vakuum zu testen wurde abgebrochen da der speichel der test person zu kochen begann. die ruckelnden bewegungen des lunar modules beim andocken an den orbiter waren vieleicht ok für 1969 resp 1972.. aber sie haben den zeit test nicht besta den. genau sowenig wei alle anderen special effects aus der zeit. es war von beginnweg klar das nichts schiefgehen wird da amerika schulfrei hatte an dem tag.

    • Kinta Kunte am 20.12.2018 20:14 Report Diesen Beitrag melden

      Youtube ist keine Hochschule

      Wer sein wissen auf Youtube Videos basieren lässt welche nur auf Likes aus sind kann davon ausgehen mit angeblichen Beweisen für die wildesten Verschwörungstheorien bombadiert zu werden.

    • Alu Industrie am 22.12.2018 12:51 Report Diesen Beitrag melden

      Folie-Ant

      Die Aluminium-Industrie danke Ihnen für die Förderung zum Kauf ihrer Produkte und wünscht Ihnen frohe Weihnachten ohne Belästigungen durch Reptiloiden und mögen sie verschont werden durch rektale Untersuchungen durch Ausserirdische Ihre Aluminium-Industrie Aluminium. Weils schützt

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  • H.G.Wells am 20.12.2018 14:33 Report Diesen Beitrag melden

    Alu Köpfe und Sciencetologen

    Sogar die Red Hot Chilli Peppers sagen es. Space might be the final frontier but its made in a hollywood basement... Gläubige der Nasa..

  • Stephen K. am 20.12.2018 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    2. Chance für die Schweizer Flagge

    Schon erstaunlich, dass man in ein paar Jahrzehnten vergessen hat, wie man auf den Mond gekommen ist. Na ja, jetzt will man ja endlich wieder einen Versuch starten um das zu schaffen. Na, Gott sei Dank ist die Technik bei Internet und Fernsehen nicht vergessen gegangen, sonst hätte wir immer noch Stummfilme und Smatphones gäbe es auch nicht.