Mediziner warnen

10. Dezember 2019 21:33; Akt: 10.12.2019 21:33 Print

Weihnachtsdeko kann lebensbedrohlich sein

Blut im Speichel ihrer kleinen Tochter liess eine Australierin das Spital aufsuchen. Es folgte eine Odyssee und die Erkenntnis: Weihnachten kann lebensgefährlich sein.

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Dass Babys speicheln, ist ganz normal. Dass dabei Blut zum Vorschein kommt, hingegen nicht. Doch genau das bemerkte eine Australierin bei ihrer nur neun Monate alten Tochter. Sie brachte sie ins Gold Coast University Hospital in Southport. Bis die Ursache gefunden war, sollte es jedoch dauern. Erst eine Ultraschall- und eine Computertomographie-Untersuchung brachten die Mediziner auf die richtige Spur. Im Hals des Mädchens entdeckten die Mediziner grosse Mengen Eiter, der von einem Abszess im hinteren Rachenraum ausging, der dem Säugling das Atmen erschwerte. Weiter entdeckten die Ärzte ein «sternförmiges Objekt» in seiner Kehle. Das neun Monate alte Mädchen wurde sofort operiert, um den Fremdkörper zu entfernen – ein Konfetti-Stern aus glänzender Metallfolie, wie er in der Vorweihnachtszeit häufig anzutreffen ist. Bereits fünf Tage später konnte das Mädchen entlassen werden. Die Mediziner warnen nun: ... ... «Obwohl die Sterne flexibel sind, können sie wegen ihrer Spitzen leicht im Rachen oder in der Speiseröhre stecken bleiben», erklärt einer der Ärzte, Paul Heyworth. Besonders heikel sei, dass die glänzende Oberfläche das Interesse von kleinen Kindern wecken könne. Die Mediziner regen an, über allfällige Warnhinweise auf derartigen Produkten nachzudenken. Der kleine Alby hatte weniger Glück: Er starb im Jahr 2018, nachdem er einen Fremdkörper verschluckt hatte. Mit diesem Instagram-Post machte Anna Davis den Tod ihres Sohnes bekannt. ... erstickte an einem Gummiball, den er verschluckt hatte. Zu ihrem Abschiedspost schreibt die Mutter: «Für immer drei, für immer frei.» Alby hatte noch zwei Geschwister: Sage Mila Wren und Acre Roo. Albys Eltern stellen Kinderspielzeug her. Mutter Anna wollte via Medien auf die Gefahr von Gummispielzeug aufmerksam machen. Die Hochschwangere erntete scharfe Kritik, zu der sie in australischen Medien und auf Instagram Stellung nahm. Anna und Si Davis bedankten sich aber auch. Für die Anteilnahme aus der ganzen Welt.

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Weihnachten rückt immer näher – mit allem, was dazugehört: Lichterketten, Girlanden, Baumschmuck und Co. Doch was des einen Freud ist, ist des anderen Leid. So können die funkelnden Deko-Artikel auch mal gefährlich werden, wie der Fall eines neun Monate alten Mädchens aus Australien zeigt, das mit blutigem Speichel und heftigen Atemproblemen ins Gold Coast University Hospital in Southport eingeliefert wurde.

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Haben Sie auch schon einmal einen Fremdkörper verschluckt?

Wie die behandelnden Ärzte um Paul Heyworth im «Medical Journal of Australia» berichten, konnten sie zunächst keine Ursache ausmachen. Auch der Mutter des Kindes war kein Vorfall bewusst, der die Symptome erklären könnte, heisst es darin. Entsprechend seien sie davon ausgegangen, dass der Säugling sich an seinem eigenen Speichel verschluckt habe.

Immer mehr Symptome, aber keine Erklärung

Doch bereits zwei Tage später war die kleine Patientin zurück im Spital, weil ihr das Atmen immer schwerer fiel und sie kaum noch etwas essen wollte. Zudem habe sie Fieber gehabt und ständig Husten müssen.

Die Mediziner untersuchten sie erneut. Dabei stellten sie nicht nur eine aussergewöhnliche Atemfrequenz von 68 Atemzügen pro Minute, sondern auch eine gerötete Kehle sowie Atemaussetzer fest. Sie diagnostizierten eine Entzündung der kleinsten Bronchien, eine sogenannte Bronchilitis. Richtig lagen sie damit aber nicht.

«Sternförmiges Objekt»

Als sich der Zustand der kleinen Australierin immer weiter verschlechterte und sich zu den bisherigen Problemen noch Lethargie und Durchblutungsstörungen gesellten, ordneten die Ärzte schliesslich einen Ultraschall und eine Computertomographie an. Diese brachten schliesslich die Ursache ans Licht.

Im Hals des Mädchens entdeckten die Mediziner grosse Mengen Eiter, der von einem Abszess im hinteren Rachenraum ausging, der dem Säugling das Atmen erschwerte. Weiter entdeckten die Ärzte ein «sternförmiges Objekt» in seiner Kehle.

Das neun Monate alte Mädchen wurde sofort operiert, um den Fremdkörper zu entfernen – ein Konfetti-Stern aus glänzender Metallfolie (siehe Bildstrecke oben).

Glänzendes Material macht Kinder neugierig

Wie er dorthin gekommen ist, konnten weder die Ärzte noch die Familienangehörigen erklären. Sie gehen jedoch davon aus, dass ihn die Kleine entweder aus Neugier in den Mund gesteckt oder inhaliert und dann runtergeschluckt hatte.

Das Mädchen hat den Eingriff gut überstanden. Nachdem der metallene Stern aus seiner Kehle entfernt worden war, bekam es noch während fünf Tagen Antibiotika intravenös verabreicht.

Die australischen Mediziner warnen nun vor den Gefahren der vermeintlich harmlosen Weihnachtsdekoration: «Obwohl das Material der Sterne flexibel ist, können sie wegen ihrer scharfen Spitzen leicht in Rachen oder Speiseröhre stecken bleiben», so Heyworth zu Sciencealert.com.

Besonders heikel sei, dass die glänzende Oberfläche das Interesse von kleinen Kindern wecken könne. Die Mediziner regen an, über allfällige Warnhinweise auf derartigen Produkten nachzudenken.

Auch eine dreijährige Jordanierin bekam keinen Bissen mehr runter, weil etwas in ihrem Hals steckte. (Video: Annals of Medicine and Surgery/Wibbitz/fee)

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • pengeel am 10.12.2019 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach bitte....

    Meiner Meinung nach steht der Falsche Titel zu diesem Artikel. Es müsste stehen, dass es Lebensbedrohlich sein kann, wenn die Eltern nicht auf Ihr Kind achten. Es muss doch jedem Bewusst sein, dass ein Kleinkind "alles" in den Mund nehmen wird. Alles ist lebensbedrohlich was einfach herumliegt..

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  • Mami69 am 11.12.2019 00:26 Report Diesen Beitrag melden

    wie bitte?

    Weihnachten lebensbedrohlich? jeder weiss dass sie so kleine Kinder alles in den Mund stecken was ihnen in die Finger kommt. Da hat wohl Mama und Papa nicht aufgepasst. Mit Weihnachten hat das wohl sehr wenig zu tun!

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  • Typhoeus am 10.12.2019 21:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Früher war es Bleilametta, an

    den Weinachtsbäumen. Kleinkinder starben daran und schwere Vergiftungen waren an der Tagesordnung.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Felix am 11.12.2019 20:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fremdkörper

    Ich schlucke zig Mücken wenn ich mit dem Velo unterwegs bin.

  • Küde am 11.12.2019 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht für Kinder unter 10 geeignet

    Was lerne man daraus? Ein Ding geht leichter rein, als wieder raus!

  • Lora am 11.12.2019 10:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verantwortung

    Ein Tannenbaum muss auch nicht bereits am 1 Dezember stehen. Und vorallem lässt man Kleinkinder auch nicht unbeaufsichtigt beim Tannenbaum !!!!

    • Glucke am 11.12.2019 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lora

      Einen Moment wegschauen und schon ist es passiert.

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  • Daisydream am 11.12.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach so

    Ja, genau, jetzt schaffen wir Weihnachten deswegen ab! Ich hoffe doch, die Eltern werden in Zukunft besser darauf achten, was ihr Kind in die Finger kriegt. Bei Spielzeug wird die Eignung mit einer Altersangabe aufgedruckt. Vielleicht sollte man das auch bei Weihnachtsschmuck in Auge fassen, damit nur ja keiner mehr selber denken muss.

  • tja am 11.12.2019 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    is so

    nicht nur deko. weihnachten im kreise von lügenden, manipulierenden, narzisstischen, hochtoxischen, selbstherrlichen, heuchlerischen personen inkl. deren flying monkeys kann ebenso lebensgefährlich sein...glücklich, wer frei von solchen gestalten ist!