600 Lichtjahre entfernt

06. Dezember 2011 22:52; Akt: 06.12.2011 22:52 Print

Die lange Reise zum «Zwilling der Erde»

Kaum gibt die NASA die Entdeckung eines der Erde ähnlichen Planeten bekannt, werden mögliche Buben- und Mädchenträume wach. Wäre es möglich, auf Kepler-22B zu reisen?

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Der neu entdeckte Planet Kepler-22b weist so viele Gemeinsamkeiten mit unserem Heimatplaneten auf, dass er von den Wissenschaftlern als «Zwilling der Erde» bezeichnet wird. Dies berichtet Sky News im Video unten.

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Der Experte im Studio, Paul Harrison, bringt den Zuschauern den noch fremden Planeten ein bisschen näher. Auf die Bemerkung der Moderatorin, dass Kepler-22b wohl ein bisschen weit weg sei, wenn man einen Umzug dorthin in Betracht ziehe, meint Harrison, dass der Planet in 600 Jahren zu erreichen wäre - aber nur, wenn man so schnell wie das Licht reisen könnte.

Da wir das (noch) nicht können, würde der Trip rund 2,5 Millionen Jahre dauern (siehe Info-Box). Man müsste also ein Raumschiff mit Menschen bestücken, deren einzige Aufgabe es wäre, sich fortzupflanzen und zu überleben, damit die Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-…-Ur-Enkel der aufopfernden Pioniere - 85 445 Generationen wären pro Weg nötig - dannzumal einen Fuss auf Kepler-22 setzen und dort eine zweite Erde gründen könnten.

Bis dahin wird der Himmelskörper hoffentlich einen originelleren Namen erhalten haben. Zeit, sich einen auszudenken, hätten die Besiedler ja genug. Seinen jetztigen Namen übrigens, weiss Sky-News-Experte Harrison, hat der Planet vom Weltraumteleskop Kepler, das ihn entdeckt hat. Zur Temperatur von 22 Grad meint Harrison, das sei ein bisschen wie Frühling in Südfrankreich. Und wer wollte nicht dort sein. Aber leider wissen die NASA-Experten noch nicht, ob sich die lange Reise lohnen würde, denn noch ist nicht bekannt, ob Kepler-22b nur aus Gestein (wie unser Mond), Gas oder Wasser besteht.

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Die obige Grafik erklärt Harrison so: Das obere Sonnensystem ist jenes von Kepler-22b, das untere zeigt unseres. Es sei zu erkennen, dass Kepler grösser als die Erde sei und seiner Sonne viel näher. Dass es trotzdem bei den angenehmen 22 Grad Celsius bleibe, liege daran, dass der Zentralstern kleiner und kühler sei als unsere Sonne.

Weiter erklärt Harrison, wie die NASA vorgeht, um einen erdähnlichen Planeten zu entdecken: Astronomen halten im All Ausschau nach Sonnen. Entdecken sie eine und davor die Silhouette eines Planeten, haben sie bereits einen Kandidaten gefunden. Dieser werde dann auf Herz und Nieren geprüft, bevor die Neuigkeit ausposaunt würde. Das tat die NASA zwei Jahre lang, denn entdeckt wurde Kepler-22b bereits 2009.

Paul Harrison ist überzeugt, dass das noch nicht das Letzte war, was wir von Kepler-22b hören und verabschiedet sich mit dem doppeldeutigen Satz: «So watch the Space.» Was einerseits «Beobachten Sie das All» und andererseits «Bleiben Sie dran» bedeutet.

Jetzt, da Sie den Planeten ein bisschen besser kennen, sind Sie vielleicht auch schon auf einen möglichen Namen gekommen? Verraten Sie ihn in den Kommentaren. Und erzählen Sie doch auch gleich, ob Sie glauben, dass man dort Leben findet. Und wenn ja, in welcher Form.

(lue/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Johan Johannson am 06.12.2011 16:36 Report Diesen Beitrag melden

    Distanz zu gross für Lebewesen

    Ich denke solche Distanzen sind nur durch den Tod zu überwinden und dann kann man sich erst recht noch nicht aussuchen, auf welchem Planeten und als welches Lebewesen man wiedergeboren wird...

  • TcfRaki am 06.12.2011 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider nur

    Vermutungen....

  • obacht am 06.12.2011 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    funk

    spannend. aber nimmt wirklich jemand ernsthaft an, dass die dort oben "Funkkanäle" haben?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Aebi am 10.12.2011 22:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbereitungen

    Wenn man nur schon die Vorbereitung ansieht: Wir brauchen Treibstoff, Essen, Trinken und jeder will sein Gepäck mitnehmen. Das heisst wir bräuchten Tausende von Raketen oder ein Riesen Schiff welches so gross wie die Erde ist. Also wenn es bald so weit ist: Gehe ich auf swoodoo und sehe wo ich am billigsten einen first class Flug zum Kepler 22b bekomme

  • Heey am 07.12.2011 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ???

    600 Lichtjahre??? Wie gross ist dann das Teleskop?

  • Joe H. am 07.12.2011 07:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Laaange Zeit

    Falls es Aliens dort gib dann haben wir nur 1 Problem. Es dauert 600 Jahre fürs licht um nach hier zu gelangen. das heisst sie müssten bereits seit 600 oder mehr die unsbekannten Funktechnologie besitzen. und ausserdem. Keine Sau weiss von uns im Weltraum weill wir seit ca 150 Jahren Funken können... im Jahr 2550 könnten wir villeicht bekannter sein...

  • Bobby am 07.12.2011 05:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unaufhaltsam in die Wahrheit

    Sci-fiction von Heute ist die Realität von morgen

  • Iban Z. am 06.12.2011 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Galaxis

    Badetuch nicht vergessen ;)