Schweizer Forschung

20. März 2020 18:56; Akt: 20.03.2020 18:56 Print

Diese Drohne besiegt uns sogar beim Völkerball

Dank einer neuartigen Kamera kann ein Flugroboter Objekten, die sich schnell bewegen, mit Erfolg ausweichen – besser als der Mensch.

Eine beachtliche Leistung, die Zürcher Forscher der Drohne beigebracht haben. (Video: UZH)
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Forscher der Universität Zürich haben ein System entwickelt, das Flugroboter so agil macht, dass sie im Völkerball gewinnen könnten: Eine neuartige Kamera lässt autonome Drohnen so schnell reagieren, als würden sie von einem menschlichen Piloten gesteuert.

Mit der von der Forschungsgruppe «Robotik und Wahrnehmung» neu entwickelten Ereigniskamera bestückte Drohnen können erfolgreich ausweichen – sogar wenn ein Ball aus drei Metern Entfernung mit 10 Metern pro Sekunde auf sie zukommt. Ein speziell entwickelter Algorithmus entdeckt Hindernisse – auch sich bewegende – innert 3,5 Millisekunden und die Erfolgsrate beträgt über 90 Prozent, wie die Forschenden am Donnerstag mitteilten.

Wichtig für viele Bereiche

Normalerweise dauert es 20 bis 40 Millisekunden, bis eine mit einer normalen Kamera ausgerüstete Drohne reagiert. Das ist zwar schnell, reicht aber nicht, um einem Vogel oder einer anderen Drohne aus dem Weg zu fliegen. Wenn viele Drohnen gleichzeitig aktiv sind oder die Umgebung unberechenbar ist, führt diese relativ ausgedehnte Reaktionszeit zu erheblichen Problemen.

Das neue System dagegen erweitert die Einsatzmöglichkeiten für Drohnen beträchtlich – etwa für Warenlieferungen, den Personentransport, Luftaufnahmen sowie Such- und Rettungsaktionen. «Aber die Fähigkeit von Robotern, auf sie zukommende Hindernisse zuverlässig zu erkennen, spielt auch in anderen Bereichen eine entscheidende Rolle», sagt Teammitglied Davide Scaramuzza, «beispielsweise in der Automobilindustrie, im Bergbau und bei der Ferninspektion mit Robotern.»

Grosse Pläne

Künftig möchten die Forschenden vom Institut für Informatik der Uni Zürich das System mit einem noch agileren Quadrokopter (Drohne mit vier Propellern) testen.

«Unser Ziel ist eine autonome Drohne, die genauso gut navigiert wie ein menschlicher Drohnenpilot», sagt Davide Falanga, Doktorand und Erstautor der Studie. «Wenn autonome Drohnen genauso zuverlässig wie menschliche Piloten navigieren, können wir sie auch für Missionen einsetzen, die sich ausserhalb der Sichtlinie oder der Reichweite der Fernsteuerung befinden.»

Die Studie wurde im Fachjournal «Science Robotics» veröffentlicht.

(fee/sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lars Vegas am 20.03.2020 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ziel verfehlt

    Der Typ kann einfach nicht werfen

    einklappen einklappen
  • Bergschlumpf am 20.03.2020 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sieger bleibt Mensch

    Kann die werfen?

  • MWK am 20.03.2020 20:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gut gemacht

    wird sicher nicht für Kampfdrohnen etc. missbraucht

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Danny am 28.03.2020 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Genau beobachtet

    @Lars Vegas Genau, ich habe exakt das selbe beobachtet. Der Tech-Typ kann nicht werfen.

  • Superman Red Son am 24.03.2020 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Forwärts weiter schneller höher

    Toll, ich freue mich auf die neuen Kollegen; am Arbeitsplatz, im Militär und als Superhirn-Regierung!

  • timo am 23.03.2020 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    dji

    das kann meine mavic 2 pro schon lange :)

  • George O. Rothschild am 23.03.2020 05:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lästige Insekten!

    Da gibt es nichts zu forschen, für Kybernetiker sind die Drohnendoktoren bloss narzistische Hobbybastler die von Mathematik keine Ahnung haben! Jetzt kommen diese Terrormücken und belästigen uns im Alltag als ob die staatliche Überwachung nicht schon reichen würde! F... Y..

    • Rocky Roggenfelder am 24.03.2020 10:46 Report Diesen Beitrag melden

      @George O. Rothschild

      Chipps in Nanopartikel werden die Blut-Hirnschranke durchbrechen und sich im Hypothalamus einnisten. Du atmest sie ein, sie dringen Nachts im Schlaf durch Nase oder Ohren in deinen Körper. Gut ist die Welt bereit dafür; 100% 5G Abdeckung für einwandfreien Zugriff immer und überall auf die gechippte Herde ist gesichert.

    • RedFox am 28.03.2020 00:14 Report Diesen Beitrag melden

      Achja?

      Haben Sie Ihre Medi's genommen?

    einklappen einklappen
  • johnny bravo am 22.03.2020 22:33 Report Diesen Beitrag melden

    betaflight?

    dä heat aber mässive schlechti pids bro