Besser bio kaufen

07. August 2019 11:15; Akt: 07.08.2019 16:07 Print

Diese Lebensmittel stecken voller Pestizide

Wie verseucht sind Obst- und Gemüsesorten? US-Experten haben das untersucht. Ihr Fazit schmeckt nicht wirklich.

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Obst und Gemüse sind gesund – trotzdem sollte man nicht ohne nachzudenken zugreifen, vor allem, wenn es sich dabei um konventionell produzierte Lebensmittel handelt. Der Grund: Viele Produzenten setzen auf ihren Feldern Pestizide ein. Und die können beim Essen in den menschlichen Organismus geraten. Dann können sie auch beim Menschen zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen oder sogar schwer krank machen. So hat die Weltgesundheitsorganisation WHO etwa den zurzeit bekanntesten Vertreter – Glyphosat – als «wahrscheinlich krebserregend» für den Menschen eingestuft. Welche die laut Studie am stärksten belasteten Produkte sind, sehen Sie auf den folgenden Bildern, wobei mit den am wenigsten belasteten Lebensmitteln angefangen wird. Das Produkt mit der höchsten Belastung finden Sie am Ende dieser Bildstrecke. 47. Avocados 46. Mais 45. Ananas 44. Gefrorene Erbsen 43. Zwiebeln 42. Papayas 41. Auberginen 40. Spargeln 39. Kiwis 38. Kohlköpfe 37. Blumenkohl 36. Cantaloupe-Melonen 35. Broccoli 34. Pilze 33. Honigmelonen 32. Wassermelonen 31. Süsskartoffeln 30. Bananen 29. Mangos 28. Zucchetti 27. Orangen 26. Rüebli 25. Kefen 24. Kürbisse 23. Grapefruits 22. Himbeeren 21. Mandarinen 20. Grüne Bohnen 19. Pflaumen 18. Chilis 17. Blaubeeren 16. Gurken 15. Kopfsalat 14. Cherrytomaten 13. Peperoni 12. Kartoffeln 11. Sellerie 10. Tomaten 9. Birnen 8. Kirschen 7. Pfirsiche 6. Weintrauben 5. Äpfel 4. Nektarinen 3. Grünkohl 2. Spinat Am stärksten belastet sind: 1. Erdbeeren

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Die Rangliste, die Experten von der Non-Profit-Organisation Environmental Working Group (EWG) jedes Jahr veröffentlichen, ist hochspannend. Sie gibt Auskunft darüber, welche Obst- und Gemüsesorten wie stark mit Pestiziden belastet sind (siehe Bildstrecke oben).

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Spielen Pestizide bei Ihrem Einkauf eine Rolle?

Die am stärksten belasteten Sorten werden als «Dirty Dozen» (Dreckiges Dutzend, Plätze 1 bis 12 im Ranking) aufgeführt. Bei ihnen sollten Konsumenten besondere Vorsicht walten lassen. Das heisst: Die Produkte sollten am besten saisonal, regional und in Bio-Qualität gekauft werden.

Es gibt auch gute Beispiele

Mindestens ein Pestizid befindet sich auf 70 Prozent der Lebensmittel, wie die Analyse der EWG zeigte. Zwar sind in der Schweiz produziertes Obst und Gemüse noch nicht so stark belastet – im Gegensatz zu anderen Ländern ist hierzulande die Behandlung mit Glyphosat kurz vor der Ernte nicht erlaubt –, aber auch hier wurde Glyphosat in vier von zehn Lebensmitteln nachgewiesen.

Schlusslicht im positiven Sinne bilden die sogenannten «Clean Fifteen» (die sauberen fünfzehn), die man laut EWG ruhigen Gewissens aus konventioneller Produktion erstehen kann – vorausgesetzt, man wäscht sie gründlich. Sie enthalten in der Regel weniger Pestizide als andere Früchte und Gemüse.

Wie die EWG-Bewertungen in den vergangenen Jahren ausfielen, sehen Sie in den folgenden Bildstrecken:

Die schmutzigsten Obst- und Gemüsesorten 2018

Bei diesen Lebensmitteln hilft nicht mal mehr Abwaschen

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steff am 07.08.2019 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann nur?

    Wann hört diese konventionelle, profitorientierte Lebensmittelproduktion endlich auf!? Und hört mir auf mit dem Spruch, die Menge macht das Gift! Würde eigentlich gerne mal noch gesunde Enkel sehen...

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  • Franz am 07.08.2019 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Krebsgeschwür

    Was, soll ich jetzt nichts mehr essen?!

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  • VoHie am 07.08.2019 11:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkt mal darüber nach

    Und der/die KonsumentIn denken in der CH ist es auch so.... Esst Schweizer Gemüse/Obst und esst Saisonal es geht euch super! Wenn ihr ins nahe Ausland fährt esst ihr keine Schweizer Produkte also überlegt was ist gesünder .... Euer Einkauf im Ausland der billig ist oder doch heimisch aber teurer die Gesundheit vergisst nichts!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Monika am 09.08.2019 00:04 Report Diesen Beitrag melden

    Bio ist auch mit Giften voll wegen des Windes etc

    Bio ist Augenwischerei,Geldmacherei Der Wind,Regen trägt Gifte die der eine Bauer spritzt auch zum Nachbarbauern der Bio anbauen will.Das Gift macht keinen Unterschied. Die Erde ist auch verseucht,woher also soll Bio Giftfrei sein?

  • Sandra G am 08.08.2019 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Recherche

    Den Artikel hatten wir letztes Jahr schon. Die US Tester testen US produkte. Wäre spannend ein Test aus CH Supermärkten zu sehen.

  • der Echte mit Zöpfen und Knopf am 08.08.2019 20:38 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    das lumpige Cannabis von der Strasse auch !!

  • Barbara am 08.08.2019 15:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gift

    Ich habe im Frühling Erdbeeren aus Spanien probiert, das war PURE CHEMIE !

    • Pete am 08.08.2019 15:25 Report Diesen Beitrag melden

      @Barbara

      Selbstverständlich waren sie das, alle Atome sind pure Chemie.

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  • Peter M am 08.08.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bio = auch spritzen

    Bitte Leute, wer jetzt echt glaubt, dass im Bio-LW-Anbau nicht gespritzt wird sollte sich mal richtig informieren. Es gibt 2 Listen für Pestizide: konventionelle erlaubte und die für den Bio-Anbau. Es ist jedoch fragwürdig ob ein Gift weniger schlimm ist, wenn es einfach auf der Bio-Liste auftaucht. Wer es nicht glaubt: geht in ein Baucenter oder Gartencenter fragt nach Pestiziden für den Bioanbau und ihr werdet eine Auswahl präsentiert bekommen.

    • Franz Ose am 08.08.2019 23:02 Report Diesen Beitrag melden

      Korruption

      Das Gift ist überall, und der Staat verbietet diesen Mord an Mensch und Natur nicht. Wieviel bekommen diejenigen, die es verbieten sollten, aber wissentlich weiter erlauben?

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