NGTS-1b

31. Oktober 2017 18:18; Akt: 31.10.2017 18:18 Print

Diesen Planeten dürfte es gar nicht geben

Kleine Sterne haben kleine Planeten – davon gingen Astronomen bisher aus. Doch nun stellt eine Neuentdeckung bisherige Annahmen auf den Kopf.

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600 Lichtjahre von der Erde entfernt, umkreist ein Gasriese in der Grösse des Jupiter einen Sternenzwerg, der nur halb so gross ist wie unsere Sonne. Der Exoplanet NGTS-1b ist damit im Vergleich zu seinem Stern der grösste Planet, der je entdeckt wurde, wie die Universität Genf am Dienstag mitteilte. Davon berichtet ein internationales Forscherteam mit Genfer Beteiligung in einem Fachartikel, der in den «Monthly Notices of the Royal Astronomical Society» (PDF) erschien.

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Die Entdeckung gelang unter der Leitung der University of Warwick mit einem neuen Instrument, dem Next Generation Transit Survey (NGTS). Dieses ist seit einem Jahr in Chile in Betrieb. Das an der Uni Genf entwickelte Observatorium besteht aus zwölf robotergesteuerten Teleskopen, die das All nach Exoplaneten absuchen. Genauer gesagt: nach «Mini-Sonnenfinsternissen» («Transits» genannt), wenn ein Planet aus dem Blickwinkel der Erde vor seinem Stern vorbeizieht.

Erste Entdeckung mit Genfer Instrument

«Das ist der erste Exoplanet, den wir mit diesem Instrument entdeckt haben, und wir stellen schon die bisherigen Konzepte der Planetenbildung infrage», sagte Studienerstautor Dan Bayliss von der Uni Genf gemäss der Mitteilung.

Bisher war man davon ausgegangen, dass sich um so kleine Sterne nur kleine Gesteinsplaneten bilden und dass diese Sterne nicht genug Masse für Jupiter-grosse Planeten sammeln können. «Unsere nächste Herausforderung ist jetzt, herauszufinden, wie häufig dieser Planetentyp ist», so Bayliss weiter.

Der Stern, um den der neu entdeckte Exoplanet kreist, gehört zum häufigsten Sternentyp in unserer «Nachbarschaft» im Universum: relativ klein und kühl, ähnlich wie Trappist-1, dessen Entdeckung wegen seiner sieben Gesteinsplaneten mit möglicherweise lebensfreundlichen Bedingungen für Schlagzeilen sorgte.

Wissenschaftler vermuten mittlerweile, dass Planeten bei dieser Art von Stern häufig vorkommen. Weil die Sterne jedoch relativ schwach leuchten, sind ihre Planeten schwer zu entdecken.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mr. spok am 31.10.2017 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wir wissen nicht mal 0,000000000000001 prozent

    von dem was im riesigen universum existiert. ich persönlich scheitere bereits beim versuchen mir vorzustellen wie klein alles vor dem urknall war. geschweige denn wie gross das universum heute wirklich ist. zahlen sind das eine, vorstellungskraft das andere. wunderbares thema.

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  • Stevie am 31.10.2017 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Da kommt mir sofort eine weise.....

    Person in den Sinn, die vor langer Zeit gesagt hatt....... Ich weiss, das ich nichts weiss :-)

  • LLLL am 31.10.2017 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weiss nichts

    Der Mensch ist im Universum weniger als ein Staubkorn und weiss eigentlich nichts. Nach den Menschen sollte es Vieles nicht geben, und trotzdem ist es da. Der Besserwisser Mensch sollte sich mit den Herausforderungen auf seinem Planeten befassen, hier könnte e etwas zum Besseren mithelfen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein Gläubiger am 01.11.2017 20:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Wahrheit

    Die Wahrheit steht alles in der Bibel-> Gottes Wort!

    • Ein Wissender am 01.11.2017 21:37 Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Gläubiger

      Wow, an der Aussage ist so ziemlich alles falsch, was überhaupt nur falsch sein kann. In der Bibel findet sich keine Wahrheit, und sie ist nicht das Wort irgend eines Gottes.

    • Simi am 01.11.2017 22:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Wissender

      Der Gläubiger glaubt. Der Wissende behauptet zu wissen. Jedoch wurden keine dieser Modelle bewiesen. Aber fragen sie sich mal: wieso reagieren Sie und viele "wissenden" gleich so abwertend und Teils agressiv auf solche aussagen? Indoktrination erfolgreich?

    • Ein Wissender am 01.11.2017 22:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Simi

      Ja, es ist eine Behauptung. Abschliessend beweisen kann man nie etwas, gesichertes Wissen gibt es genausowenig wie absolute Wahrheiten. Das einzige was auch nur annähernd die Bezeichnung "Wissen" verdient hat sind die Erkenntnisse, die wir aus der Anwendung der wissenschaftlichen Methode gewinnen. Und diese stehen in krassem Widerspruch zu den Behauptungen der Gläubigen. Es ist daher auch ziemlich anmassend seinen Glauben in ein wissenschaftliches Thema zwängen zu wollen. Fragen Sie sich mal: Wieso fassen Sie sachliche Aussagen als abwertend und teils aggressiv auf? Indoktrination erfolgreich?

    • Simi am 01.11.2017 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Wissender

      Dann stimmen Sie mir sogar zu dass bisher nichts bewiesen wurde. Trotzdem nehmen sie sich die Freiheit zu definieren, wenn auch nur annähernd, was Wissen sein soll. Und mit "teils agressiv" habe ich mich nicht auf Ihren Beitrag bezogen. Wenn Sie sich abdere Kommentare anschauen, schon nur in diesem Artikel, verstehen Sie vielleich was ich meine, stichwort: Irrenhaus. Ich bin sogar grosser befürworter einer Diskusion. Und befasse mich seit einiger Zeit sehr mit diesem Thema. Ja die Indoktribation war bei mir erfolgreich. Ich habe alles geglaubt was in einer Zeitschrift drinn stand. Bis vor 2 Jahren. Inzwischen bin ich offen für diverse Theorien, von denen einige wirklich mehr drann sein muss. Doch ich weiss selber, die absolute Wahrheit werde ich nicht finden. Genau sowenig wie alle andern Normalsterblichen.

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  • Jonei am 01.11.2017 18:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    600 Lichtjahre

    600 Lichtjahre ist doch nichts, wenn unsere Galaxie 100'000 Lichtjahre gross ist. Mit einer Rakete würde es nur ca. 17'000 Jahre dauern, bis man da ist; also lediglich bis ins Jahr ca. 19'017 n. Ch.

  • Rüdiger am 01.11.2017 17:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erkundungen

    Mit meinem Instrument habe ich auch schon unerforschtes Gebiet besucht. Sowas ist nicht nur den Wissenschaftlern vorbehalten.

  • Igor Mortis am 01.11.2017 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nibiru...oder doch nicht?

    Nibiru, es gibt ihn also doch :-) Auf wann wurde der Weltuntergang jetzt verschoben?

  • Bruce21 am 01.11.2017 12:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verstand?

    Das Universum mit unserem Verstand zu verstehen ist in etwa so, wie einer Ameise unser Sonnensystem zu erklären

    • Valiant Thor am 01.11.2017 13:18 Report Diesen Beitrag melden

      @Bruce21 woher gluaben Sie

      zu wissen wieviel überhaupt eine Ameise in Wirklichkeit weiss bzw. wie eine Ameise unsere Welt überhaupt wahrnimmt? Oder schliessen Sie einfach mal aufgrund der grösse der Ameise auf deren Intelligenz? Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde bewiesen, dass allein die grösse eines Gehirns nicht auf dessen Intelligenz und Leistungsfähigkeit schliessen lässt.

    • Bruce21 am 01.11.2017 19:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Valiant Thor

      Es ist ein Versuch eines Beispiels und wie Sie selbst feststellen, wissen wir es nicht. Es könnten auch Bienen sein, die ebebfalls eine Organisationsstruktur aufweisen. Im Umkehrsxhluss könne es auch sein, dass uns Ameisen überlegen sind und sie sich gedanklich mit dem gleichen Thema beschäftigen, wir sie nicht verstehen, da dies unser Intellekt nicht zulässt.

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