Naturphänomen

18. September 2019 15:57; Akt: 18.09.2019 15:57 Print

Dieser Blitz schlägt nur über den Wolken ein

Die Nasa hat ein atemberaubendes Foto veröffentlicht. Es zeigt einen seltenen Jet-Blitz hinter Gewitterwolken.

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Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat am 18. September 2019 dieses Bild eines seltenen Jet-Blitzes zum «Astronomy Picture of the Day» gewählt. Erst vor einigen Monaten konnte die Nasa die 100'000. Erdumrundung ihres Erdbeobachtungssatelliten Terra feiern und hat zu diesem Anlass 49 seiner beeindruckendsten Bilder veröffentlicht. Im Bild: Ölteppich von der explodierten Bohrinsel Deepwater Horizon bei der Mündung des Mississippi in den Golf von Mexiko. Das Öl ist silbern, das Wasser hellblau und die Vegetation rot. (Mai 2010) Mosquitoküste, Honduras. (Dezember 2002) Wolken über Central Australia. (Juli 2013) Baja California und die Pazifikinsel Guadalupe. (3. Juni 2018) Riesige Eisinsel, die vom Petermann-Gletscher im Nordwesten Grönlands abgebrochen ist. (Juli 2012). Schatten einer Sonnenfinsternis auf den Wolken über dem Arktischen Ozean. (20. März 2015) Tiefdruckgebiet über Grossbritannien. (Febraur 2014). Staubschwaden über der Küste Namibias. (Juni 2010) Wolkenwirbel vor der Isla Socorro im östlichen Pazifik. (Mail 2010) Shark Bay, Australien. (Dezember 2010) Wolken über Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln. (Februar 2017) Lake Mackay in Australien. (19. September 2010). Der obere Mittlere Westen der USA. Drei der grossen Seen sind sichtbar: Oberer See, Michigansee und Huronsee (v. l.). (19. April 2018) Ein Mix aus dem Zyklon Ockhi und Sandstürmen über dem Arabischen Meer. (4. Dezember 2017) Verheerende Waldbrände in Kalifornien. (12. Oktober 2017) Wolkenwirbel vor St. Helena im Südatlantik. (15. November 2012) Verwirbelungen in der Biskaya. (4. Mai 2013) Canyons im US-Bundesstaat Utah. (18. Dezember 1999) Überschwemmungen im Süden von Texas, die durch Hurrikan Harvey verursacht wurden. Die blauen und grün-grauen Stellen sind Überschwemmungsgebiet. (5. September 2017) Waldbrände auf Madeira. (10. August 2016) Die Antarktis zusammengesetzt aus mehreren Aufnahmen. Da Terra in einem polaren Orbit unterwegs ist, überfliegt er die Antarktis etwa 14-mal am Tag. (16. Dezember 2013) Überreste eines etwa 15 Kilometer langen pyroklastischen Stroms nach einem Ausbruch des Vulkans Schiwelutsch auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands. (25. Februar 2011) Der Ästuar des Rio de la Plata in Uruguay. (21. August 2007) Tiefdruckgebiete zwischen Island und Schottland. (20. November 2006) Die Kanarischen Inseln. (10. Dezember 2013) Kupferminengebiet etwa 30 Kilometer südlich von Tucson im US-Bundesstaat Arizona. (31. Mai 2012) Herbstlicher Schnee im Mittleren Westen der USA. (15. November 2013) Phytoplankton vor Südafrika, wo sich der Atlantik und der Indische Ozean treffen. (26. Dezember 2016) Eine kleine vulkanische Rauchwolke (Bildmitte) über dem Mount Cleveland auf den Aleuten. (1. Juni 2010) Dunst über Ostchina. (17. Oktober 2015) Sterndünen in Algerien. Was in diesem Falschfarbenbild schwarz oder grau erscheint, sind Schatten. Bläulich erscheint mineralreiches Salzgestein. (27. Oktober 2012) Phytoplankton vor Neufundland. (9. August 2010) Meereis vor der Prinzessin-Astrid-Küste, Ostantarktis. Der Susitna-Gletscher in Alaska. Die Vegetation erscheint rot, das Gletschereis marmoriert. (27. August 2009) Der schneebedeckte Osten der USA. (19. Februar 2015) Meereis um die Insel Sachalin im Fernen Osten Russlands. (4. Januar 2015) Erdbebengebiet in Pakistan (13. Dezember 2012) Wolken geformt von den vulkanischen Crozetinseln im südlichen Indischen Ozean. (26. November 2014) Der schwindende Aralsee: Links 2014, rechts 2000. Die dünne schwarze Linie zeigt die Ausdehnung in den 1960er-Jahren. Ackerland ausserhalb von Sevilla (rechts). (29. August 2009) Ein 30 Kilometer langer Riss im Pine-Island-Gletscher in der Westantarktis. (13. November 2013) Der Eisberg B-31, der vom Pine-Island-Gletscher gekalbt wurde. (5. Januar 2014) Rauch von kanadischen Waldbränden über dem Atlantik. (6. Juli 2013) Die aktiven Vulkane Schiwelutsch und Ploski Tolbatschik auf Kamtschatka. (7. März 2013) Wolkenstrassen über der Hudsonbucht im Nordosten Kanadas. (20. November 2011) Die Oasen-Region M'zab in der Provinz Ghardaia in Zentral-Algerien. Die Vegetation ist rot dargestellt, bebautes Gebiet grau. Ägypten. (11. April 2011) Das Auge des Hurrikans Michael in 3-D. (10. Oktober 2018) Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. (6. Mai 2010)

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Fotograf Hung-Hsi Chang hat auf einem Flug von München nach Singapur ein besonderes meteorologisches Phänomen eingefangen. Als sich das Flugzeug über Bhadrak in Indien befand, machte Chang Fotos von einem vorbeiziehenden Gewitter. Auf einer seiner vielen Aufnahmen ist am Horizont ein gigantischer Jet zu sehen. Diese seltenen Blitze treten nach bisherigen Erkenntnissen bei herkömmlichen Gewittern auf und reichen bis in eine Höhe von 90 Kilometern.

Das spektakuläre Foto hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa nun zum «Astronomy Picture of the Day» (Astronomiebild des Tages) gewählt. «Der Jet-Blitz wurde mit einer Einzelbelichtung von 3,2 Sekunden eingefangen», schreibt die Nasa auf ihrer Website.

Jet-Blitze finden in der Ionosphäre statt, wo ihre elektrische Kraft Hunderte Kilovolt stärker ist als auf der Erdoberfläche. Während ein typischer Blitzeinschlag sich normalerweise um 10 Kilometer bewegt, kann ein gigantischer Jet-Blitz eine Reichweite von mehr als 70 Kilometern erreichen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani B. am 19.09.2019 00:19 Report Diesen Beitrag melden

    man liest und staunt

    ...über "elektrische Kraft" gemessen in Kilovolt.

  • E-Guru am 19.09.2019 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ich warte immer wieder bis der Blitz in

    mein E-Stromerauto einschlägt, dann sind die Batterien wieder geladen und ich kann weiter fahren.

  • Forscher am 18.09.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Megablitze

    Diese Blitze können ihre Energie in Form von positiven Entladungen auch auf die Erde abgeben. Diese sind um ein Vielfaches stärker als normale, negativ geladene Blitze. In Uznach SG wurde so ein Fall dokumentiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Wörni am 19.09.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teil der Schöpfung

    Wir können nur staunen über das Universum. Ein genialer Schöpfer steht hinter diesen Ereignissen. Was sind wir Menschen in dieser Dimension. Die Bibel spricht von Staub. Trotzdem liebt uns Gott, nach den Bibel spricht er von Kinder Gottes.

  • Tyrannski am 19.09.2019 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Im Auge des Betrachters

    Meine anderseits angehauchte Kollegin sah gleich einen Engel, der die Tragfläche berührt und die Reisenden beschützt..... Jeden das Seine.

  • Spasskanone am 19.09.2019 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Kann nicht sein...

    Alles gefakte Bilder, da die Erde flach ist und wir alle manipuliert werden... würde ein Flat-Earther behaupten :P Sind wirklich beeindruckende Bilder, danke :)

  • M. Kaspar am 19.09.2019 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ruhige Hand

    Der Fotograf muss eine sehr ruhige Hand haben, wenn er ein solches Bild mit einer Belichtungszeit von 3,2 Sekunden in einem Flugzeug hinbekommt.

  • E-Guru am 19.09.2019 01:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ich warte immer wieder bis der Blitz in

    mein E-Stromerauto einschlägt, dann sind die Batterien wieder geladen und ich kann weiter fahren.